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Hygienekonzept während der Corona Pandemie

1. Rahmenbedingungen der Einrichtung

Als kommunale Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung arbeitet das „Haus of fun“ insbesondere nach dem §11 SGB VIII und richtet seine Angebote an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 23 Jahren. Auf die Offene Kinder- und Jugendarbeit richtet sich der Hauptfokus der Einrichtung.
Zum Profil gehören aber auch noch folgende inhaltliche Schwerpunkte:
Partizipation, Naturpädagogik, Bauspielplatz, Erlebnispädagogik, digitale Jugendarbeit, Kulturpädagogik, internationale Jugendarbeit, Ferienfahrten sowie Angebote in den Bereichen Sport, Kunst und Ernährung

Seit Januar 2020 wird die Fahrradselbsthilfewerkstatt durch einen Jugendarbeiter* des L.i.Ma. e.V. betrieben. Im 6-köpfigen Team befinden sich zwei Jugendarbeiter*innen in der Risikogruppe (nach Robert-Koch-Institut). Ein weiterer Jugendarbeiter* lebt im Haushalt mit jemandem aus der Risikogruppe. Das komplette Team möchte das Risiko eingehen und die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen wieder aufnehmen.

Vorteilhaft für die Einrichtung ist die umfangreiche Fläche der Einrichtung. Der zweigeschossige Bau hat insgesamt ca. 550 qm zuzüglich des Kellers. Die aktuelle Platzzahl liegt bei 145. Zusätzlich hat die Einrichtung ein ca. 4000 qm umfassendes, begrüntes Außengelände, worauf sich u.a. ein Bauspielplatz befindet.

2. Persönliche Hygiene

Grundlage für die Öffnung des Kinder- und Jugendclubs „Haus of fun“ während der Corona-Pandemie ist der Musterhygieneplan Corona für Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit nach §11 SGB VIII, der Jugendverbandsarbeit nach §12 und der Jugendsozialarbeit nach §13 Absatz 1 SGB VIII. Daraus abgeleitet gelten folgende Regeln während der Öffnung:
  • Ein Abstand von mindestens 1,50 m zwischen allen Menschen ist stets
    einzuhalten. Jeglicher Körperkontakt ist zu vermeiden.
  • Wer sich krank fühlt (z. B. Husten, Halskratzen, Fieber oder Frieren) bleibt zu Hause und darf die Einrichtung nicht betreten.
  • Beim Betreten der Einrichtung hat sich jeder Mensch die Hände gründlich zu waschen (30 Sekunden mit Seife). Das gründliche Waschen hat auch nach dem Toilettengang und dem Naseputzen, Niesen oder Husten zu erfolgen.
  • Es gilt stets das Husten und Niesen in die eigene Armbeuge.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist für alle Besucher*innen und Jugendarbeiter*innen während der Angebote im Haus zu tragen. Im Außenbereich kann auf das Tragen verzichtet werden. Die Masken sind selbst mitzubringen. Anleitungen zum Herstellen von Masken haben wir bereits in den sozialen Medien gepostet. Es wird jedoch Notfallmasken geben.

3. Raumhygiene: Aufenthaltsräume, Verwaltungsräume, Besprechungsräume und Flure

Um den Abstand von 1,50 m zu gewährleisten, stehen nur fünf Räume der Einrichtung für Gruppenangebote neben dem Garten zur Verfügung. Genutzt werden können der Bastelraum, der große Raum im Erdgeschoss, der Café-Raum im Obergeschoss und der große Raum im Obergeschoss. Diese Räume werden so vorbereitet, dass es ausreichend Möglichkeiten zum Abstandhalten gibt.

Es erfolgt nur Gruppenarbeit mit einer Maximalgröße von sechs Personen (inkl. Betreuende_r) zu festgelegten Zeiten. Mit dieser Personenzahl lässt sich unter Einhaltung der Abstandsregelung problemlos in den genannten Räumen problemlos arbeiten, lediglich für den Bastelraum ist die Gruppengröße auf maximal vier reduziert. Zudem wird jedes Angebot, dass draußen umsetzbar ist im Außenbereich durchgeführt. Hier können sich mehr 6er-Gruppen mit ausreichend Abstand treffen, als wir zulassen werden.

Die Kinder und Jugendlichen müssen sich vorher anmelden. Dies kann telefonisch oder über das Internet geschehen. Eine entsprechende Anmeldungs-App wird eingerichtet.

Vor und nach jedem Angebot wird der Raum ordentlich gelüftet. Dafür werden die Fenster vollständig geöffnet. Nach dem Angebot werden die Arbeitsflächen, Türklinken, Lichtschalter und andere Flächen, welche berührt werden konnten, desinfiziert. Dies gilt auch für mögliche andere Räume, welche in der Zeit aufgesucht werden konnten (z. B. Toilette, Flur).

Die fünf Räume, Flure, Toiletten und Treppenhaus werden täglich durch die Reinigungsfirma nach der Nutzung gereinigt und zusätzlich desinfiziert. Um dies kostenneutral umzusetzen wird dafür die Reinigung anderer Flächen reduziert. Eine genauere Absprache erfolgt hierzu mit der Reinigungskraft.

Die Sitzmöglichkeiten im Haus werden auf Einzelstühle beschränkt. Diese werden grundsätzlich mit einem Mindestabstand von 1,8 Metern platziert. Bänke und Sofas werden in nicht benutzte Räume umgelagert.

4. Hygiene für den Außenbereich

Die große Außenfläche der Einrichtung bietet sich für Angebote regelrecht an. Trotzdem werden auch hier die bereits benannten Regeln (siehe persönliche Hygiene und Raumhygiene) gelten. Abweichend davon wird im Garten das Tragen des Mundschutzes freiwillig sein.

Die große Fläche ermöglicht es mehrere Angebote parallel laufen zu lassen. Diese sollen aber mit einem deutlichen Abstand voneinander stattfinden. Die Größe des Gartens würde laut Formel der Jugendförderung maximal 800 Personen im Garten ermöglichen. Wir als Einrichtung werden die Personenanzahl im Garten noch einmal deutlich minimieren, sodass maximal 40 Personen gleichzeitig den Außenbereich nutzen können.

Der Eingangs-Ausgangsbereich wird deutlich vergrößert indem beide Flügeltüren geöffnet werden. Der Ein- und Ausgang wird durch Markierungen deutlich hervorgehoben. Im Gartenbereich gibt es die Möglichkeit unter dem Gartenschlauch mit Seife die Hände zu waschen und danach mit Papierhandtüchern zu trocknen, sodass das ein regelmäßiges Händewaschen ermöglicht wird. Genutzte Gegenstände werden nach dem Gebrauch desinfiziert.
Das Kooperationsprojekt der Fahrradselbsthilfe Werkstatt (L.i.Ma. e.V.) wird nur im Außenbereich erfolgen. Die bereits aufgeführten Regeln gelten ebenso für die Fahrradselbsthilfewerkstatt. Folgende Ausnahmen wurden vereinbart:
Die Anmeldung zur Werkstatt erfolgt am Gartentor. Es dürfen Kinder, Jugendliche und Nachbar_innen daran teilnehmen. Der Zugang erfolgt über das sonst verschlossene Gartentor durch den Mitarbeiter_innen. Beim Betreten des Gartens gilt es sofort die Hände am Gartenschlauchgründlich zu waschen und abzutrocknen. Im Anschluss haben die Gäste sich in einer separaten Liste mit den Kontaktdaten einzutragen. Diese Liste wird an die Tagesliste vom Haus of fun angehangen und ebenfalls im Briefumschlag für 4 Wochen aufgehoben. Benutztes Werkzeug wird auf der ehemaligen Tischtennisplatte gesammelt und nach der Nutzung wieder desinfiziert. Der Zugang zum Haus steht nur dem Mitarbeiter* der Werkstatt zur Verfügung. Eine Toilettennutzung für Gäste der Fahrradwerkstatt wird nur im äußersten Notfall ermöglicht.

5. Hygiene im Sanitärbereich

In allen Sanitärräumen werden Flüssigseifenspender, Einmalhandtücher und Toilettenpapier bereitgestellt und regelmäßig aufgefüllt. Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu reinigen.

Auf beiden Etagen wird es jeweils eine All-Gender-Toilette geben. Diese Toiletten dürfen maximal von einer Person aufgesucht werden. Eine entsprechende „besetzt“ Markierung wird vor jeder Toilette angebracht. Für das Personal wird im EG eine separate Toilette mit gleicher Regelung eingeführt.

In allen Sanitärräumen und im Eingangsbereich werden Hinweise zum richtigen Gesundheitsschutz ausgehängt, unter anderem die Plakate “Freizeit aber sicher”.

6. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf

Besucherinnen und Besucher, die aufgrund spezifischer Vorerkrankungen besonders stark durch eine Covid-19-Infektion gefährdet sind (z. B. bei Vorerkrankungen der Lunge, Mukoviszidose, immundepressive Therapien, Krebs, Organspenden etc.), können die Einrichtung nicht besuchen. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Eltern, Geschwisterkinder) mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf leben. Die Besucherinnen und Besucher sind darüber in geeigneter Weise aufmerksam zu machen (Aushänge, Begrüßungsgespräche unter anderem).

7. Wegführung

Der Zutritt in den Jugendclub erfolgt grundsätzlich über den Notausgang in das OG. Direkt neben diesem Zugang befindet sich ein Bad.
Unmittelbar nach Eintritt rechts befindet sich ein WC mit Händewasch- und Desinfektionsmöglichkeit. Dies ist als erstes bei Betreten des Hauses zu benutzen. Der Empfang der Besucher*innen erfolgt stets durch eine*n Mitarbeiter*in. Durch diese*n werden die Gäste auf die neu zu beachtenden Gesundheits- und Abstandsregeln hingewiesen, sowie die angepassten Hausregeln und das Verbot des Besuchs für Angehörige von Covid-19-Risikogruppen.

Die Besucher_innen werden von den Mitarbeiter*innen mit Vor- und Nachname, Wohnadresse und Telefonnummer in die tägliche Anwesenheitsliste eingetragen. Die Tageslisten werden in einem verschlossenen Schrank im Büro für vier Wochen aufbewahrt.

Die Jugendlichen haben ihren Clubausweis vorzulegen und diesen anschließend selbst auf eine vorbereitete „Wäscheleine“ per Klammer zu hängen. Dafür wird es auf jeder Etage eine Wäscheleine im Flur geben. Dort wird der Ausweis beim Gehen von den Jugendlichen wieder mitgenommen und die benutzte Klammer in einen Eimer geworfen. Die Klammern werden vor einer Wiederverwendung desinfiziert. Ihr Gehen sollen sie vorher eine*r Mitarbeiter*in mitteilen.

Das Verlassen des Jugendclubs erfolgt nur durch die Glastür im Treppenhaus. Diese Tür wird durch den Schnapper nur von innen zu öffnen sein. Dies reduziert die Kontaktsituationen im Türbereich. Beide Zugänge zum Gartenbereich bleiben verschlossen. Der Zugang zum Außengelände (z. B. für Fahrräder der Fahrradselbsthilfewerkstatt) erfolgt nur in Ausnahmefällen über das Gartentor. Ansonsten ist das Gartentor grundsätzlich verschlossen zu halten.
Es werden Bodenmarkierungen in den Hausfluren und im Außenbereich gesprüht oder geklebt, die die Einhaltung der Abstandsregelung erleichtern und eine „Einbahnstraßen“-Nutzung ausweisen.

8. Informations- und Kommunikationsstrategie

Die Information der Kinder, Jugendlichen und ihrer Erziehungsberechtigten über die Neuregelung erfolgt per Brief. In ihm sind enthalten:
  • die neuen Besuchsbedingungen,
  • das vorläufige Programm mit Zeiten der Durchführung (vor Ort und digital)
  • Eine (bei minderjährigen durch die Erziehungsberechtigten auszufüllende) Erklärung, dass die Besucher*in die Einrichtung unter den aktuellen Bedingungen besuchen darf.
    Die schriftliche Erklärung erscheint uns notwendig, da weder wir noch die Kinder- und Jugendlichen ausreichende Informationen und Qualifikationen haben, um zu beurteilen, welche Kinder/Jugendliche und Hausmitglieder zu der Covid-19-Risikogruppe gehören und somit zum Selbstschutz vom Besuch der Einrichtung ausgeschlossen sind.

Darüber hinaus informieren für über unsere Internetseite sowie unsere Kanäle in den Sozialen Medien über die neuen Regelungen und das neue Programm.

9. Weitere Absprachen

Zugang zum Haus haben lediglich die Mitarbeiter*innen, Ehrenamtliche, Honorarkräfte sowie angemeldete Stammbesucher*innen. Dies schließt insbesondere Kooperationspartner*innen und Eltern aus.

Wir kommunizieren über Aushänge und unsere Internetpräsenzen einen Angebotsplan. Die Kinder und Jugendlichen müssen sich für die Teilnahme an einer Aktivität telefonisch oder über das Internet anmelden. Ein spontaner Besuch ist ausgeschlossen. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit selbstständig Gruppenangebote anzubieten. Ihnen werden hierfür ausreichend große Räumlichkeiten für einen zuvor definierten Zeitraum zur Verfügung gestellt. Ein*e Jugendliche und ein_e Mitarbeiter_in übernimmt dabei die Verantwortung für die jeweilige Gruppe. Die*der Mitarbeiter_in überprüft insbesondere die Durchführung der Hygienemaßnahmen bei der Übernahme des Raumes.

Die Mitarbeiter_innen werden in zwei Teams zu je drei Personen geteilt, die an verschiedenen Tagen vor Ort sind. Auch die Honorarkräfte sind auf feste Tage und Teams eingeteilt. Auf diese Weise wird die Kontaktzahl innerhalb der Kolleg_innen miniert. Die Arbeitstage außerhalb des Jugendclubs dienen der digitalen Kommunikation mit den Besucher*innen, regelmäßigen Kiez-Touren sowie dem Heim-Büro. Bei Kiez-Touren handelt es sich um mobile Angebote, wobei mit dem Fahrrad bekannte Plätze der Kinder und Jugendlichen aufgesucht werden sollen. Dabei sollen Gespräche im freien Raum unter Einhaltung der geltenden Regelungen erfolgen.
Die Teamsitzung der Mitarbeiter_innen erfolgt weiterhin montags per Video-Konferenz.
Zudem werden viele der in den letzten Wochen ausgebauten digitalen Angebote der Einrichtung fortgeführt. Dies geschieht schon deshalb, da wir weiterhin gerade auch für Kinder- und Jugendliche aus der Covid-19-Risikogruppe und solche mit Risiko-Gruppen in den Haushalten präsent sein wollen, da diese in besonderem Maße von der aktuellen Situation betroffen sind.

Die Partizipation steht in diesen Zeiten unter besonderem Druck. Die erhöhte Regelungsdichte seitens der Behörden, der erhöhte Entscheidungsdruck seitens der Verantwortlichen und der Wegfall der Face-to-Face-Situationen provozieren dazu Partizipation angesichts knapper Ressourcen und erhöhtem Aufwand wegfallen zu lassen oder zu vergessen.

Wir versuchen nicht in diese Falle zu tappen. Unsere Haussprecher*innen werden weiterhin in regelmäßigen (digitalen) Treffen in unsere Entscheidungen eingebunden. Wir haben über eine Briefabstimmung über die Neugestaltung unserer Räumlichkeiten entscheiden lassen und starten nun die Projektgruppen (maximal fünf Personen) zur Umsetzung der so getroffenen Entscheidungen.

Das Team vom Haus of fun

Ergänzung zum Hygienekonzept (Stand 15.6.2020)

Gemäß dem Rundschreiben „Infoschreiben Ferienmaßnahmen“ vom 10.06.2020 der SenBJF erweitern wir ab dem 21.06.2020 die max. TN-Anzahl bei Gruppenangeboten im Innenbereich der Einrichtung auf 12 pro Angebot, im Außenbereich auf eine max. TN-Anzahl von 12 unter Berücksichtigung des Mindestabstands von 1,5m sowie des am 28.5.2020 eingereichten Hygienekonzepts. Der offene Bereich wird im Zeitfenster von 12:00 bis 19:00 Uhr im Innenbereich (großer Raum Erdgeschoss, großer Raum OG, Bastelraum und Raum mit Billardtisch) sowie im Außenbereich der Einrichtung für eine max. Anzahl von 40 spontanen Besucher_innen geöffnet. Weiter veranstalten wir gemäß den Vorgaben im oben genannten Infoschreiben ein kleines Gartenfest am 14.07.2020 mit einer maximal TN-Anzahl von 25 unter Berücksichtigung des Mindestabstands von 1,5m. Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit der Kinderfreizeit M*UFO5 aus Kreuzberg. Geplant ist die Teilung der 25 Personen in drei Gruppen, welche in parallelen Angeboten sich untereinander in verschiedenen Spielen kennenlernen. Die Regeln aus dem Hygienekonzept bleiben während der Veranstaltung gültig.
Die bisher geplanten Ferienfahrten, Gruppenreisen. Ausflüge oder ähnliches in den Sommerferien wurden abgesagt oder verschoben. Aktuell sind wir in der Klärung, ob es trotzdem Ferienfahrten innerhalb von Deutschland unter Einhaltung der bestehenden Regeln sowie nach Rücksprache mit dem Jugendamt (hier JugFö L4 – Frau Strahl).

Wir planen Verköstigung gemäß §6 Absatz 2 der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung vom 28. Mai 2020.