Die Ambrosia-Pflanze wird in Adlershof weiter bekämpft

Blattschneiderbiene (Megachile spec.), Foto: ArcoImages/MindenPICTURES
Bild: Blattschneiderbiene (Megachile spec.), Foto: ArcoImages/MindenPICTURES

Die Bekämpfung der Ambrosia-Pflanze bleibt auch weiterhin ein aktuelles Thema zur Gesunderhaltung der Bevölkerung.

Eine Befragung im Herbst 2017 ergab, dass der Ortsteil Adlershof sich als Hotspot und Populationsschwerpunkt der Ambrosia herauskristallisiert hat. Deshalb wurden für 2018 in Zusammenarbeit zwischen der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, dem Pflanzenschutzamt Berlin und dem Bezirksstadtrat für Gesundheit und Umwelt Herrn Geschanowski besondere Maßnahmen beschlossen.

Dies war nur möglich, weil der Bezirksstadtrat Herr Geschanowski bei den Senatsverwaltungen immer wieder auf die Notwendigkeit der Eindämmung und Bekämpfung der Ambrosia Pflanze hingewiesen hat. Somit wurden Mittel in den Senatshaushalt 2018/19 in Höhe von 300.000 Euro eingestellt, die überwiegend in Adlershof eigesetzt werden. Wichtig ist, dass es auch danach weitergeht, denn jeder jetzt investierte Euro könnte bis zu zehn Euro an zukünftigen Behandlungskosten im Gesundheitssystem sparen.

Zu den Maßnahmen

In Adlershof wurden die verschiedenen Akteure z.B. Flächennutzer und Flächeninhaber über die Ambrosia-Problematik und Gegenmaßnahmen informiert. Zur Pollenreduktion wurden wiederholt in Adlershof Flächen gemäht. Auch werden nun externe Firmen beauftragt, die sich um die gezielte Beseitigung kümmern. Beim Gesundheitsamt sind in diesem Jahr bislang keine Beschwerden oder Meldungen eingegangen, so dass die koordinierten Maßnahmen in Adlershof eine Eindämmung der Ambrosia-Pflanzen vermuten lässt.

Weitere durch das Pflanzenschutzamt geplante Aktivitäten für Adlershof und Berlin

  • Vereinbarung mit Dienstleistungsunternehmen zur Mahd von Ambrosia-Standorten und Rausreißen von Ambrosia aus Baumscheiben und Straßenbegleitgrün,
  • Einsäen von wildbienenfreundlichen Blühmischung auf ehemaligen Ambrosia-Standorten. Es wird ein Wildbienen-Pilotprojekt in der James-Frank-Straße umgesetzt. Dort wird das Straßenbegleitgrün auf ca. 1417 m² bestäuberfreundlich aufgewertet. Am Anfang und Ende dieser Maßnahme werden Informationssschilder aufgestellt.
  • Weiterentwicklung der Ambrosia-App Erarbeitung eines Moduls zur mehrjährigen Staudenambrosia, Integration einer Software zur Fotoerkennung von Ambrosia, Weiterleitung der Standortdaten an den Ambrosia-Atlas
  • Zusammenarbeit mit der Bauwirtschaft zur Vermeidung bzw. Eingrenzung der Verschleppung der Art durch Bauaktivitäten insbesondere durch Bodenaushub.

Der Informationsflyer über Ambrosia-Arten im Berliner Stadtgebiet liegen im Gesundheitsamt, Umwelt- und Naturschutzamt und in den Bürgerämtern aus.