14. Fachtag des Runden Tisches für Jugend, Soziales und Kultur in Treptow-Köpenick

Pressemitteilung vom 28.08.2017

Bildungslandschaften II

In Fortsetzung des 10. Fachtages 2013 soll Bildung unter Beachtung der Fähigkeiten und Bedürfnisse unserer neuen Nachbarinnen und Nachbarn betrachtet und aufgezeigt werden, welche Angebote es in unserem Bezirk bereits gibt und welche Rolle ehrenamtlichem Engagement bei der Integration zukommt. Die Themen Übergänge, Patenschaften und Vernetzung stehen dabei im Mittelpunkt. Der Fachtag findet in zwei Teilen statt. In der Zeit vom 5. bis 16. September 2017 werden zum einen Einrichtungen und Initiativen zu verschiedenen Werkstätten einladen, die zum Teil auch im Rahmen der Berliner Freiwilligentage stattfinden. Zum anderen wird es einen Fachtag am 20. September 2017, in der Hochschule für Technik und Wissenschaft (HTW) geben, in dem die Eindrücke und Erfahrungen aus den Werkstätten ausgewertet und Ideen und Konzepte für die Zukunft erarbeitet werden.

  • Werkstätten: 5. bis 16. September 2017 (Themen, Orte und Uhrzeit siehe Programm)
  • Fachtag: 20. September 2017, 09:00 bis 13:00 Uhr
  • Ort: HTW, Campus Wilhelminenhof, Wilhelminenhofstr. 75A, 12459 Berlin, Haus H, Raum 001

Um insbesondere die Teilnahme der freiwillig Tätigen zu ermöglichen, wird auch in diesem Jahr kein Beitrag erhoben. Wir bitten Sie, diese Einladung auch an andere Interessenten weiterzuleiten.
Das Programm des Fachtags und eine Übersicht der Werkstätten finden Sie zusätzlich in den unten stehenden PDF.

Für eine gute Vorbereitung wird um Anmeldung herzlich gebeten!

Büro des Runden Tisches
Rabenhaus e.V

Runder Tisch Jugend, Soziales und Kultur - Programm Fachtag

PDF-Dokument (127.7 kB)

Runder Tisch Jugend, Soziales und Kultur - Werkstätten

PDF-Dokument (169.8 kB)

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Programm zum Fachtag

  • 09:00 bis 09:15 Uhr

    Einlass und Anmeldung mit Stehcafé

  • 09:15 bis 09:30 Uhr

    Theater „Atelier der Vielfalt“

  • 9:30 bis 9:40 Uhr

    Begrüßung durch Moderatorin Anette Nägele

  • 9:40 bis 9:55 Uhr

    Grußworte durch Gernot Klemm, Stellvertretender Bürgermeister und Stadtrat

  • 9:55 bis 10:10 Uhr

    Begrüßung und Input durch Maria Schmidt, Koordinatorin
    „HTW-Integra“, Projekte für Geflüchtete

  • 10:10 bis 10:40 Uhr

    Inputs aus den Werkstätten

  • 10:40 bis 11:00 Uhr

    Pause

  • 11:00 bis 12:30 Uhr

    Offene Workshops

  • 12:30 bis 13:00 Uhr

    Plenum

  • Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, einen kleinen Mittagsimbiss einzunehmen.

Übersicht zu den Werkstätten

  • Werkstatt 1
    Religiöse Räume und Zeiten als Bildungsangebote

    • Dienstag, 05.09. 2017, 17:30 bis 19:30 Uhr
    • Leitung: Dietmar Päschel, Pastor
    • Ort: Adventgemeinde Köpenick, Parrisiustr. 27, 12555 Berlin

    Religionen in Deutschland, da gibt es zwei große Entwicklungen: 1. Weniger Menschen sind feste Mitglieder in einer Kirche oder einer anderen religiösen Organisation. 2. Gleichzeitig gibt es immer mehr verschiedene Glaubensrichtungen und Menschen, die sich dafür einsetzen. Ein Widerspruch? Vielleicht. Im Kern geht es bei beiden Entwicklungen um die Frage: Was oder wer gibt Hoffnung und tröstet? Die Werkstatt spannt einen Erlebnisraum dazu. Wie macht man Religion, was passiert da und wie fühlt es sich an? Ein Christ und ein Muslim lassen Sie jeweils einen religiösen Moment miterleben. Danach besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen über den eben erlebten „heiligen Moment“.

  • Werkstatt 2
    Interkulturelles Training – Vielfalt gemeinsam gestalten!

    • Mittwoch, 06.09.2017, 14:00 bis 16:00 Uhr
    • Moderation: Julia Selge, Koordinatorin Frühe Hilfen
    • Ort: Rabenhaus e.V., Puchanstraße 9, 12555 Berlin

    Im Zusammenhang mit den Geflüchteten und Neuberlinerinnen und -berlinern erreichte der Begriff „Vielfalt“ in den vergangenen Jahren Hochkonjunktur. Gefragt wird dabei häufig, wie die neu entstandene Vielfalt gemeinsam gestalten werden kann. Aber was ist eigentlich Vielfalt? Wie vielfältig bin ich und welche Wege gibt es, meiner eigenen Vielfalt und der meiner Umgebung Rechnung zu tragen? Diesen Fragen werden wir uns theoretisch wie auch in praktischen Übungen während des interkulturellen Trainings nähern.

  • Werkstatt 3
    Patenschafts- und Mentoringprojekte gründen und gestalten – aber wie?

    • Freitag, 08.09.2017, 11:00 bis 13:00 Uhr
    • Leitung: Marieluise Mühe, Projektleiterin
    • Ort: STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum T-K, Oberspreestraße 182, 12557 Berlin

    Patenschaft- bzw. Mentoringprojekte boomen und werden sowohl bei großen Trägern als auch in kleinen Vereinen zur Förderung von unterschiedlichen Zielgruppen initiiert. Doch was ist bei dem Aufbau eines Patenschaftsprojektes zu beachten? Ziel des Workshops ist es, anhand von zwei unterschiedlichen Beispielen aus der Praxis („Die fünfte Hand“ von DASI und Wohngebiets-Patenschaften der STERNENFISCHER) die einzelnen Schritte der Projektgründung und –durchführung zu verdeutlichen. Zudem wird Raum für die Diskussion eigener Projektideen gegeben sein bzw. werden potentielle Entwicklungsstrategien für die vorgestellten Projekte gemeinsam reflektiert.

  • Werkstatt 4
    Auf- und Ausbau regionaler Bildungs-und Verantwortungsgemeinschaften am Beispiel der Region Köllnische Vorstadt/ Spindlersfeld

    • Montag, 11.09.2017, 10:00 bis 13:00 Uhr
    • Leitung: Ines Schilling, BA Treptow-Köpenick, Sozialraumorientierte Planungskoordination
    • Ort: Stadtteilzentrum Campus Kiezspindel, Rudower Str. 37, 12557 Berlin

    Eingeladen sind Akteureinnen und Akteure, die sich mit dem Übergang von Schule in das Berufsleben beschäftigen, Lehrkräfte abgebender Schulen, Fachkräfte der Sozialarbeit an Schule und der Berufseinstiegsbegleitung sowie Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen. Was unterscheidet Bildungslandschaften von Netzwerken? Welche Strukturen für Kooperationen von verschiedenen Bildungsträgern braucht es? Wie kann es gelingen, auf aktuelle Bedarfe der alten und neuen Nachbarn einzugehen und dazu die an Bildung beteiligten Akteurinnen und Akteure vor Ort zu vernetzen. Wie kann es gelingen, die vielfältigen Bildungsprozesse im Interesse aller miteinander abzustimmen? Diesen und anderen Fragen widmet sich diese Werkstatt.

  • Werkstatt 5
    FEZ als Bildungslandschaft

    • Montag, 11.09.2017, 15:00 bis 17:00 Uhr
    • Leitung: Alexandra Papadopulos, KJfz-L-gBmbH
    • Ort: FEZ Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

    Das FEZ bietet vielfältige Möglichkeiten sowohl durch die bildungsbezogene Ausrichtung der ansässigen Träger als auch durch die Besonderheit des Ortes (jugendgerecht / lebensweltorientiert, vielfältige Arbeitsbereiche, professionelles Arbeiten im teilgeschützten Rahmen). Was braucht es, um diese Potentiale noch besser auszuschöpfen? Welche nonformalen Bildungsformate helfen Geflüchteten und allen jungen Menschen, für die ein erleichterter Berufseinstieg notwendig ist, mit einer kompetenzorientierten Partnerschaft in der Gesellschaft Fuß zu fassen?

  • Werkstatt 6
    Willkommensklassen – Ausgrenzung oder Förderung?

    • Montag, 11.09.2017, 15:00 bis 18:00 Uhr
    • Leitung: Hayuta Zaher, Katharina Stökl, Zentrum für Demokratie
    • Ort: Zentrum für Demokratie, Michael-Brückner-Straße 1A, 12439 Berlin

    Ein großes Thema im Bereich Bildung ist die Inklusion und die Partizipation von geflüchteten Menschen. Als im Herbst 2015 viele Menschen nach Deutschland kamen, wurde in Berlin das Konzept der Willkommensklassen ausgebaut. Dieses ist sehr umstritten, da es zu großen Teilen Ausschlüsse produziert. Die Beteiligten werden als die anderen wahrgenommen: die anderen Schülerinnen und Schüler, die anderen Eltern und die anderen Lehrerinnen und Lehrer. Als Akteurinnen und Akteure im Bereich der Integration haben wir viele Fälle beobachtet, in denen Lehrerinnen und Lehrer von Willkommensklassen von ihren Problemen erzählten. Viele Willkommensklassen-Lehrerinnen und -Lehrer berichten von völliger Überforderung und dem Gefühl, alleine gelassen zu werden. Häufig nehmen sie sich nicht als vollwertige Mitglieder der Lehrerschaft wahr. Statt der Unterstützung aus der Schule, müssen sie häufig auf die Hilfe von Ehrenamtlichen oder Praktikantinnen und Praktikanten zurückgreifen. Für die Kinder, die in den meisten Fällen in Sammelunterkünften leben und oft kaum Berührungspunkte mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft haben, verstärkt sich durch die Willkommensklassenstruktur das Gefühl der Ausgrenzung. Sie gewinnen den Eindruck, unerwünscht zu sein und nehmen eine Außenseiterposition ein. Daher wollen wir mit Euch diskutieren, was eine inklusive Form der Beschulung für geflüchtete und migrantische Kinder wäre. Einladen wollen wir: Saraya Gomis, Antidiskriminierungsbeauftragte für Schulen in der Senatsverwaltung, Prof. Dr. Juliane Karakayali oder Dr. Birgit zur Nieden, Leiterinnen der Studie „Willkommensklassen: Mit separierter Beschulung zur Inklusion?“, Frau Tomys, und Willkommensklassenlehrerinnen und -lehrer bzw. Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter aus dem Bezirk Treptow-Köpenick.

  • Werkstatt 7
    Politische Bildung, offene Jugendarbeit, Begegnung mit und für Geflüchtete… und das alles unter einem Hut?

    • Dienstag, 12.09.2017, 11:00 bis 13:00 Uhr
    • Moderation: Martin Weyland, Leiter Projekt BEGEGNUNG
    • Ort: Café Köpenick, Seelenbinderstraße 54, 12555 Berlin

    Politische Inhalte zu vermitteln, den Ernst mancher Themen klar darzustellen, Haltung einzunehmen und dabei die Freiwilligkeit und Lockerheit offener Angebote zu bewahren ist oft gar nicht so leicht. Beide wichtigen Bereiche der Jugendarbeit haben in den letzten Jahren noch eine deutliche Erweiterung durch den Zuzug neuer Nachbarinnen und Nachbarn in den Unterkünften für Geflüchtete erfahren. Welche Möglichkeiten der Begegnung, gemeinsamer Projekte und politischer Bildungsinhalte sind nun gefragt oder zahlen sich aus, was hat bisher funktioniert und wo lagen die Schwierigkeiten? Der kleine Workshop soll noch einmal die Rahmenbedingungen für gelingende Begegnungsprojekte, auch mit politischen Inhalten, umreissen und vor allem die Möglichkeit bieten, sich über Erfahrungen, Ressourcen und Bedarfe auszutauschen und zu vernetzen.

  • Werkstatt 8
    Atelier der Vielfalt

    • Dienstag, 12.09.2017, 14:00 bis 16:00 Uhr
    • Leitung: Michael Weitz, Leiter ÖA
    • Ort: Kunstfabrik Köpenick, Friedrichshagener Str. 8r, 12555 Berlin

    Einheimische, heimisch gewordene und nach Köpenick geflüchtete Künstlerinnen, Künsterler und Kunstinteressierte treffen sich zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch. In kreativer Runde soll der Idee von den „Künstlerpatenschaften – godfathers of artists“ Leben eingehaucht werden. Klappt das Zusammenspiel und die gegenseitige künstlerische Befruchtung? Wege dorthin sollen erörtert werden.

  • Werkstatt 9
    Welche Chancen bietet die Jugendberufsagentur im Übergangsmanagement für professionelle Akteure?

    • Mittwoch, 13.09.2017, 11:00 bis 13:00 Uhr
    • Leitung: Birgit Mosis, WeTeK Berlin gGmbH
    • Moderation: Ines Schilling, BA T-K, Sozialraumorientierte Planungskoordination
    • Ort: JBA auf dem Ausbildungstag Südost im FEZ Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

    Eingeladen sind Akteureinnen und Akteure, die sich mit dem Übergang von Schule in das Berufsleben beschäftigen, Lehrkräfte abgebender Schulen, Fachkräfte der Sozialarbeit an Schule und der Berufseinstiegsbegleitung sowie Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen. Wie ist die derzeitige Situation? Was sind die Chancen und Potentiale, was die Herausforderungen im Übergang Schule-Beruf? Wie können Übergänge noch optimiert werden? Was braucht es für ein gelingendes Übergangsmanagement? Diese und anderen Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren und Ergebnisse als Handlungsempfehlungen für alle beteiligten Akteurinnen und Akteure herausarbeiten.

  • Werkstatt 10
    Demokratische Werte verteidigen? Zum Umgang mit rechten und rassistischen Äußerungen

    • Mittwoch, 13.09.2017, 15:00 bis 18:00 Uhr
    • Leitung: Lisa Gutsche, Zentrum für Demokratie
    • Ort: Zentrum für Demokratie, Michael-Brückner-Straße 1A , 12439 Berlin

    Es wird so viel über Demokratie gesprochen wie selten zuvor. Doch warum werden Diskussionen dabei oft in einer Art und Weise geführt, die Menschen sprachlos zurücklässt? Gemeinsam mit Ihnen möchten wir in dieser Werkstatt erarbeiten, was für uns demokratische Werte sind, wo Gespräche darüber angebracht sind und wann man gegenüber antidemokratischen Argumentationen Grenzen setzen sollte.

  • Werkstatt 11
    Bürgerschaftliches Engagement in der Kinder- und Jugendbildung

    • Mittwoch, 13.09.2017, 18:30 bis 20:30 Uhr
    • Leitung: Dr. Klaus Ulbricht, Vorsitzender des Vorstandes
    • Ort: Bürgerstiftung Treptow-Köpenick, Brückenstraße 3,12439 Berlin

    Es geht um die Vermittlung von Kenntnissen, Fertigkeiten und sozialem Verhalten an Kinder und Jugendliche durch ehrenamtlich Tätige. Wir beabsichtigen, einige Sportvereine, die Kooperationsverträge mit Schulen haben, die Parkeisenbahn und einige Träger von Projekten auf diesem Gebiet einzuladen. Dabei werden Rahmenbedingungen und notwendige Vernetzungen eine besondere Rolle spielen.

  • Werkstatt 12
    Nachwuchs für das Ehrenamt

    • Sonnabend, 16.09.2017, 10:00 bis 15:00 Uhr
    • Leitung: Alessa Meuer, Kulturgeschichten e.V.
    • Ort: Rabenhaus e.V., Puchanstraße 9, 12555 Berlin

    Für das Ehrenamt fehlt Nachwuchs. Trotzdem wird bei diesem Thema oft mehr über den Nachwuchs als mit ihm gesprochen. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam mit Menschen, die ehren- oder hauptamtlich in Treptow-Köpenick tätig sind, Fragen erarbeiten und im Anschluss mit Jugendlichen aus dem Bezirk in Kontakt treten, um herauszufinden, was ihnen wichtig ist, und wie sie sich in ihrer Freizeit einbringen möchten.