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Gedenken an den 100. Jahrestag des Zugunglücks in Rahnsdorf

Pressemitteilung vom 27.10.2016

Am 11. November 2016 jährt sich das tragische Zugunglück in Rahnsdorf zum 100. Mal.

Vor 100 Jahren führten in den Morgenstunden 26 junge schlesische Frauen zwischen 17 und 27 Jahren aus den schlesischen Orten Türkwitz und Deutsch-Rasselwitz Gleisausbesserungsarbeiten auf der viergleisigen Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Rahnsdorf und Wilhelmshagen aus. Im Auftrag der Preußischen Staatseisenbahnverwaltung waren sie für eine schlesische Hoch- und Tiefbaufirma mit Sitz in Breslau tätig. Um 8.50 Uhr kam nahe dem beschrankten Bahnübergang am Püttbergeweg aus Richtung Fürstenwalde ein Militärurlauberzug, in dem Frontsoldaten saßen. Die Arbeiterinnen, die auf dem Gegengleis standen, winkten und riefen den Soldaten zu, wobei sie nicht die Hornsignale des Streckenwärters hörten, als sich um 8.56 Uhr der Balkanzug aus Berlin ihnen näherte. Der Zug rollte mit einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern an und überfuhr 19 Frauen, die sofort tot waren. Eine Arbeiterin wurde nur leicht verletzt, sechs andere kamen ohne Schaden davon. Der Lokführer konnte den Zug erst 100 m hinter der Unfallstelle anhalten.(Informationen von Jens Leder (Historiker))

Aus diesem Anlass findet auf Initiative der Interessengemeinschaft Historische Friedhöfe eine Gedenkveranstaltung am 11. November 2016 um 10:00 Uhr in die Friedhofskapelle Rahnsdorf (Fürstenwalder Allee 93) statt.