Bezirksbürgermeister Oliver Igel erinnert an Karl Otto Asseburg zum 100. Todestag und Reinhold Felderhoff zum 150. Geburtstag

Pressemitteilung vom 23.01.2015

“Wenn ich mit Besuchern aus dem Fenster meines Amtszimmers im Rathaus Köpenick über den Luisenhain auf die Dahme blicke, freue ich mich stets über diesen freien Blick und denke dankbar an Karl Otto Asseburg für seine weitsichtige Entscheidung zugunsten der nachfolgenden Generationen”, freut sich Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

Jener Karl Otto Asseburg, geboren am 27. Mai 1836 in Köpenick, gestorben am 25. Januar 1915 in Berlin, schenkte am 23. Juni 1906 der damals noch selbstständigen Stadt Köpenick sein dem Rathaus gegenüber liegendes Grundstück Schloßstraße 19 (heute Alt-Köpenick) unter der Bedingung, die Gebäude abzureißen und darauf “zur Ehrung meiner in Gott ruhenden Schwester Luise Asseburg” einen
Schmuckplatz anzulegen, der auf “ewige Zeiten liegen bleiben” solle. 1908 erhielt der hier angelegte Park den Namen “Luisenhain”. Seine Witwe Maria Asseburg vermachte 1915 der Stadt Köpenick testamentarisch eine Stiftung für wohltätige Zwecke.

“Der am 25. Januar 2015 bevorstehende 100. Todestag von Karl Otto Asseburg, an den auch der Asseburgpfad auf dem Kietzer Feld erinnert, bietet die Gelegenheit, sich dankbar an den weitsichtigen Mann zu erinnern, der mit seiner Schenkung bis heute eine hohe Aufenthaltsqualität im Herzen Köpenicks ermöglicht und neben der örtlichen Bevölkerung auch vielen Besuchern von außerhalb eine Freude bereitet”, ergänzt Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

Leider ist über die Persönlichkeit Karl Otto Asseburgs nicht viel bekannt – auch weil er sein Leben die meiste Zeit außerhalb Köpenicks verbrachte. Zwischen 1880 und 1890 betrieb Asseburg ein Handelsunternehmen in der Charlottenstraße 12 in Mitte. Von 1890 bis zu seinem Tod 1915 wohnte er in den Lindenstraße 111 (heute Friedrichshain-Kreuzberg).

Nicht nur am Rathaus Köpenick ist am 25. Januar an eine wichtige Persönlichkeit zu erinnern – auch am Rathaus Treptow gibt es Anlass dazu. Der bekannte Bildhauer Reinhold Felderhoff, ein Student des berühmten Reinhold Begas an der Berliner Kunstakademie, würde seinen 150. Geburtstag feiern. In unserem Bezirk hat er sich mit dem Fischerbrunnen auf dem Platz vor dem Rathaus Treptow
ein Denkmal gesetzt. Reinhold Felderhoff (25.01.1865 – 18.12.1919) ist in Berlin durch weitere Brunnen, zahlreiche Portraitbüsten und Bronzeplastiken im Stadtbild präsent. “Hoffentlich gibt es zu seinem 100. Todestag im Jahr 2019 die Möglichkeit,
das Lebenswerk Reinhold Felderhoffs mit einer Werkschau in Berlin zu würdigen. Der Bezirk Treptow-Köpenick ist gern Gastgeber dafür”, so Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

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Heimatverein Köpenick
Stefan Förster
Tel.: 0170 / 728 48 85