Enthüllung eines Denksteins „1933 – 1938 – 1945 Zerstörte Vielfalt“ am Futranplatz

Pressemitteilung vom 18.09.2013
Gedenkstein Futranplatz
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Ben Wagin und der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel, enthüllen am Mittwoch, den 25. September 2013, um 10 Uhr eine Granitplatte mit der Aufschrift „1933 – 1938 – 1945 Zerstörte Vielfalt“ und dem Logo des Berliner Themenjahres an einem Ort, der in besonderer Weise für die Zerstörte Vielfalt steht. Es sprechen Bezirksbürgermeister Oliver Igel und Rainer E. Klemke (Kulturprojekte Berlin GmbH).

Der Futranplatz ist nach dem Ingenieur und Köpenicker USPD-Kommunalpolitiker Alexander Owsej Futran benannt, der beim rechtsgerichteten Kapp-Putsch von Mitgliedern eines Freikorps am 21. März 1920 (mit vier weiteren Mitgliedern der Arbeiterwehr, die die Republik gegen die Putschisten verteidigten) nach einem Reichswehr-Standgericht auf dem Hof der ehemaligen Niederlassung der Bötzow-Brauerei in der Grünauer Str. 21 erschossen wurde. Der Ort befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Jüdischen Synagoge in der Freiheit Nr. 8, die während der Novemberpogrome 1938 geschändet und 1945 durch einen Bombentreffer endgültig zerstört wurde und abgetragen werden musste.

Die Denksteine sind Granitplatten im Format 1 m x 1,20 m von den Gehwegen des Vorkriegsberlin, die die Geschichte der Stadt in sich tragen. Sie wurden bereits im Parlament der Bäume und am Kanzleramt auf dem Grundstück der ehemaligen Krolloper im Regierungsviertel, am Savignyplatz in Charlottenburg, in der Klinik Havelhöhe in Gatow sowie in der Kriegsgräberstätte am Freiheitsweg in Reinickendorf verlegt. Weitere Denksteine sind in Vorbereitung. Den Abschluss des Projekts bildet ein Denkstein auf dem Breitscheidplatz , der am 06. November 2013 um 11 Uhr enthüllt wird.