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"Zeitreise durch die Elektrostadt" Neue Dauerausstellung zur Industriegeschichte von Schöneweide

Pressemitteilung vom 03.09.2013

Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals, Sonntag den 8. September 2013 um 15 Uhr durch die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Ines Feierabend

Hallen so groß wie Kathedralen, eine Kranbahn als Promenade, das erste Drehstromkraftwerk der Welt – in Schöneweide haben die Monumente der Berliner “Elektropolis” Kriege und Systemwechsel überdauert. Ab 1897 baute die AEG hier ihren weltweit größten Standort der Elektroindustrie auf – zu DDR-Zeiten weitergeführt als größter Industriestandort Ost-Berlins – heute gilt das Industriegebiet als “Denkmallandschaft von bundesweiter Bedeutung”.

Mit der Dauerausstellung lädt der Industriesalon Schöneweide ein zur Entdeckung des alten Industriereviers und seinen neuen Nutzern. Damit möchte der Verein die Öffentlichkeit für den Erhalt und die Revitalisierung des einstigen Zentrums der Berliner Großindustrie gewinnen und für einen sensiblen und nachhaltigen Umgang mit dem industriellen Erbe werben.

Gezeigt werden Sammlerstücke – von der AEG-Zeit über Produkte der ehemaligen VEBs bis zum aktuellen Sortiment der heutigen BAE Batterien GmbH.

Gefördert wird die Dauerausstellung von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und dem Fonds PS-Sparen, Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

Nach der Eröffnung ist die Dauerausstellung immer mittwochs, freitags und sonntags von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen.

Zitat: “Das Interesse an den Spuren der Industriegeschichte in Schöneweide wächst spürbar. Wir wollen Industriekultur als Teil des touristischen Angebots im Bezirk zeigen. Dafür haben wir Exponate besorgt, die bisher kaum öffentlich gezeigt wurden”.

Susanne Reumschüssel, Projektleiterin im Industriesalon.

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Zum Hintergrund des Industriesalons Schöneweide e.V.
Der gemeinnützige Verein wurde 2009 gegründet – von Schöneweider Firmen und engagierten Bürgern. Vordringliches Ziel war zunächst, das von Samsung eingelagerte Werksmuseum vom Werk für Fernsehelektronik vor der Verschrottung zu retten. In einer benachbarten Produktionshalle vom Transformatorenwerk Oberspree (TRO) konnte es wieder aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Bei der Erforschung, Aufarbeitung und Darstellung der kaum noch bekannten Industriegeschichte arbeitet der Verein intensiv mit Zeitzeugen – ehemaligen Mitarbeitern der Schöneweider Elektrobetriebe.

Mit öffentlichen Mitteln (PMO) wurde die Ausstellungshalle inzwischen saniert. Sie steht dem Verein nun bis ins Jahr 2025 mietfrei zur Verfügung. Auf einer Fläche von etwa 600qm ist Raum vorhanden für die Präsentation der Sammlung, für Ausstellungen, Veranstaltungen und geselliges Zusammensein in einem Salon.

Im Jahr 2012 übernahm der Industriesalon die Trägerschaft für eine Wirtschaftsdienliche Maßnahme (WDM)- in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Treptow-Köpenick. Damit wächst dem Industriesalon die zusätzliche Aufgabe zu, sich zu einem Besucherzentrum zu entwickeln und für Schöneweide als spannender Touristendestination zu werben.

Jüngstes Mitglied im Verein ist die “AEG Industrial Engineering GmbH”.
Sie hat ihren Sitz auf dem historischen AEG-Gelände am Hohenzollerndamm.
Momentan lässt das Unternehmen den größten Stromrichter der Welt montieren – direkt nebenan, in den Montagehallen des ehemaligen Transformatorenwerks.

Am Tag des offenen Denkmals (7. und 8. September) ist die Trafohalle geöffnet. Dort werden Filme gezeigt aus der Historie der Elektropolis Berlin – bis zur AEG von heute, die sich als Hüterin dieses technischen Erbes versteht.
Vorführungen am Samstag, 7. September (geöffnet von 14 bis 18Uhr)
Filmvorführungen um 14, 15, 16 und 17Uhr – Treffpunkt jeweils im Industriesalon

Vorführungen am Sonntag, 8. September (geöffnet von 12 bis 18Uhr)
Filmvorführungen um 13, 14, 16 und 17Uhr – Treffpunkt jeweils im Industriesalon