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Treptow-Köpenick ganz vorn dabei - Die Stiftung „Lebendige Stadt“ hat „das schönste Stadtfest“ ausgezeichnet. Zweiter Platz ging nach Treptow-Köpenick.

Pressemitteilung vom 17.06.2013
Von links nach rechts: Dr. Andreas Mattner, Vorstandsvorsitzender "Lebendige Stadt", Sabine Tillack, Bezirksamt Treptow-Köpenick Fachbereich Stadtplanung, Birgit Grimm, Künstlerische Leitung Schlossplatztheater, Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender "Lebendige Stadt" und Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister Neukölln und Stiftungsrat "Lebendige Stadt"
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Mit einem europaweiten Wettbewerb hatte die Stiftung Stadtfeste gesucht, die einen Beitrag zur Identitätsbildung der Stadt genauso wie zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt oder ihrem Stadtteil leisten. Dazu zählt die Partizipation der Bevölkerung durch Einbringen von Ideen und persönlichen Beiträgen. Das Stadtfest sollte sich durch Kreativität in der Planung und Ausgestaltung auszeichnen und von der Bevölkerung getragen werden. Die Deutsche Bahn AG war Förderer des Stiftungspreises.

„Der Wettbewerb hat gezeigt: Stadtfeste tragen in hohem Maße zur Identität und zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt bei. Das Engagement und die Kreativität bei der Gestaltung von Festen sind groß. Besonders lobenswert sind die vielen privaten Initiativen, die nicht nur die öffentlichen Kassen entlasten, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern“, so Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“.

Die Preisverleihung fand am Dienstagabend (11.06.2013) vor rund 600 Gästen am Flughafen Tempelhof in Berlin statt. Zu den Laudatoren zählten Heinz Buschkowsky (Bezirksbürgermeister Neukölln), Peter Harry Carstensen (Ministerpräsident a.D.), Niclas Karoff (Geschäftsführer TLG Immobilien), Kaspar Kraemer (Architekt), Wolfgang Tiefensee (Bundesminister a.D.) und Guido Verhoefen (Leiter Marketing und Geschäftsentwicklung DB Regio AG).

Stiftungspreissieger ist die Stadt Karlsruhe mit dem Stadtgeburtstag.

Dicht gefolgt von Treptow-Köpenick. Im Rahmen des kommunalen Projekts „KAiAK – Kunst Architektur in Alt Köpenick“ haben internationale Künstler und Architekten fünf Brachflächen in der Altstadt von Köpenick kreativ gestaltet. Das ansässige Schlossplatztheater war entschlossen, die entstandenen temporären Stadtkunstprojekte als neue Spiel- und Handlungsräume zu nutzen. Es entstand eine Kooperation zwischen dem Bezirksamt Treptow-Köpenick und dem Schlossplatztheater, in der eine Veranstaltung konzipiert wurde, mit der auch nach Entlassung der Altstadt aus dem Sanierungsprogramm die öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Ort und diese Stadtkunstprojekte gelenkt wurde.

Für die Stadtkunstprojekte entwickelte das Theater ein passendes Veranstaltungskonzept, in das Anwohner, Eigentümer und Gewerbetreibende von Beginn an einbezogen wurden. Die erste Veranstaltung fand im Juni 2009 statt. Das Motto lautete: „Oper im Netz – Tag der Stadtkunst“. „Oper im Netz“ deshalb, weil einerseits Neugier geweckt wird, andererseits, weil die Oper in der Skulptur „Netz“ von NL Architects das spektakulärste KAiAK-Projekt ist. 2013 fand dieses Fest bereits zum fünften Mal statt.

Die Besucher schätzen die lebendige und aufgeschlossene Atmosphäre. Für einen Tag werden die öffentlichen Orte durch Kunst, Literatur, Musik und Theater zur Bühne. Die Anwohner haben sich an der Revitalisierung beteiligt, wodurch eine neue und eigene Identität entstanden ist. Gleichzeitig trägt das Fest zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stadtteil bei.

Die Stiftung „Lebendige Stadt“

Die Stiftung „Lebendigen Stadt“ hat ihren Stiftungspreis in diesem Jahr zum dreizehnten Mal verliehen. In den letzten Jahren gingen Preise nach Griesheim (2009: Kinderfreundliche Mobilität), Arnsberg (2010: Seniorenfreundlichste Stadt), Hiddenhausen und Ingelheim a.R. (2011: Unverwechselbare Stadt) sowie Schwerin (2012: Barrierefreie Stadt).

In der Stiftung „Lebendige Stadt“ arbeiten Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien zusammen, um gemeinsam die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der europäischen Städte zu fördern. Das angeschobene Fördervolumen beläuft sich auf rd. 27 Mio. Euro. Zu ihren Förderprojekten zählen die Grüngestaltung des Essener Krupp-Parks, die künstlerischen Illuminationen des Berliner Reichstagsgebäudes und Kölner Rheinufers sowie die Neugestaltungen des Hamburger Jungfernstiegs und Leipziger Nikolaikirchhofs. In diesem Jahr hat die Stiftung eine große Offensive zur Illumination von Bahnunterführungen gestartet, wodurch 31 Brücken in 24 Städten neues Licht erhalten. Weitere Informationen zur Stiftung „Lebendige Stadt“ finden Sie unter www.lebendige-stadt.de .