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V.O. Stomps-Preis für Katzengraben-Presse des Weltmuseums der Druckkunst - Gutenberg-Museum Mainz

Pressemitteilung vom 10.06.2013

Eine Jury entschied sich unter 55 Einreichungen für Christian Ewald als Hauptpreisträger und Ursula und Theo Hurter als Förderpreisträger. Die Verleihung der Preise durch die Bau- und Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz, Marianne Grosse erfolgte bei der Eröffnung der 22. Internationalen Buchmesse der Kleinverlage und künstlerischen Handpressen (Mainzer Minipressen-Messe), am 30. Mai (Fronleichnam), um 14 Uhr, in der Rheingoldhalle.

Auszug aus der Begründung der Jury: „Der Berliner Christian Ewald (1949 geboren) gründete 1990 die Katzengraben-Presse. Seitdem sind über 30 Bücher erschienen. Jedes Buch wird in einer Auflage von 999 Exemplaren in Handarbeit hergestellt. ‚Geschrieben, gebunden, genäht, alles von Hand‘. Hinzu kommen Vorzugs- und Unikatausgaben.“ Christian Ewald, gelernter Grafiker, überlässt bei seinen Büchern nichts dem Zufall. Goswin Stomps, Sohn von Victor Otto Stomps und Mitglied der Jury sagt: „Die Bücher sind inhaltlich gehaltvoll, optisch unterhaltsam, es macht Spaß sie in die Hand zu nehmen. Sie sind ansehnlich und originell gestaltet.“

Das „Columbus-Buch“, ein Leporello, bei dem Wellpappe als Trägermaterial für den Text ausgewählt wurde, steht ganz in der Tradition von Victor Otto Stomps, der das Material aus der Not der Zeit heraus benutzte. Die Bücher der Katzengraben-Presse sprechen alle Generationen an, beim Durchblättern begegnet man handwerklicher Fertigkeit, sehr viel Ideenreichtum und einer großen Wertschätzung für das Medium Buch an sich. Das überzeugte die Jury.

Mit dem Preis würdigt die Jury die 23-jährige Arbeit eines Verlegers, der die Gestaltung seiner Bücher überzeugend realisiert: Buch, Einband, ja sogar die zum Buch gehörenden Schuber und Taschen bilden eine künstlerische Einheit. Beigelegte Pop-ups, eingesteckte Daumenkinos, illustrative Bleistift- oder Aquarellzeichnungen, ja auch der künstlerische Bucheinband, zeigen, wenn auch auf den ersten Blick spielerisch eingesetzt, Grundlage zum Verständnis des Textes. Von klassischen bis zu jungen, unbekannten Autoren reicht die Bandbreite der Texte. Bis auf zwei Ausnahmen wurden stets Erstveröffentlichungen verlegt, häufig sogar zweisprachig.

Die Jury des V.O. Stomps-Preises verweist mit ihrer Entscheidung für die Katzengraben-Presse auf einen engagierten Kleinverlag, der originale und überzeugende Buchkunstwerke schafft. Mit der Prämierung der SchwarzHandPresse unterstützt sie ein engagiertes Verlagsnetzwerk, ganz im Sinne der Arbeit des Namensgebers Stomps. Neben einer Urkunde im Handpressendruck erhalten die Preisträger jeweils einen Geldbetrag von 3.500 Euro (Hauptpreis) und 1.500 Euro (Förderpreis).

Die Mainzer Minipressen-Messe mit ihrem umfangreichen Rahmenprogramm fand vom 30. Mai bis zum 2. Juni in der Mainzer Rheingoldhalle statt. Nähere Auskünfte erteilt das Minipressen-Archiv des Gutenberg-Museums, Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz, Telefon: 06131-122676, www.minipresse.de , info@minipresse.de .

Weltmuseum der Druckkunst, Liebfrauenplatz 5, D-55116 Mainz | www.gutenberg-museum.de Tel.: 06131/122640, Fax: 06131/123488 | E-Mail: gutenberg-museum@stadt.mainz.de Öffnungszeiten: Di-Sa 9-17 Uhr, So 11-17 Uhr; Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen
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presse.gm@stadt.mainz.de Text: Dr. Annette Ludwig, Direktorin