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Berlins erstes „Büro für Vielfalt und Toleranz“ in Treptow-Köpenick

Pressemitteilung vom 16.04.2013

In Treptow-Köpenick wird Berlins erstes „Büro für Vielfalt und Toleranz“ mit dem Ziel eröffnet, den Wirkungsradius von Integrations- und Diversitypolitik im Bezirk zu erweitern und demokratische sowie antirassistische Kultur und Meinungsbildung zu fördern.

Dabei entschied sich Bezirksbürgermeister Oliver Igel im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens für das Konzept des Vereins offensiv’91 e.V., das eine Interkulturelle Begegnungsstätte für Vernetzung und Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund sowie für Minderheiten in Treptow-Köpenick vorsieht. Dessen Geschäftsführerin Birgit Hannemann freut sich über das durch den Bezirk ausgesprochene Vertrauen in den Verein, der seit vielen Jahren mit Nachbarschaftszentren, Beratungsstellen und Kindertagesstätten in der Gemeinwesenarbeit tätig ist.

Der Integrationsbeauftragte des Bezirks, Sven Schmohl, erklärt: „Das neue Büro ist notwendiger Bestandteil für unseren vielfältigen Bezirk und soll dazu beitragen, dass Treptow-Köpenick auch in Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger, für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und für alle Minderheiten lebenswert und offen ist. Wir betreiben nicht nur Symbolpolitik, sondern fördern durch das ‚Büro für Vielfalt und Toleranz‘ konkret und praktisch die Diversityarbeit im Bezirk.“
Das „Büro für Vielfalt und Toleranz“ ist im Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick (ZfD) angesiedelt und unterstützt die Aufgaben des Zentrums in Bezug auf die Bildung einer demokratischen und antidiskriminierenden Kultur im Bezirk. Die individuellen Bedarfe und Vorstellungen von Menschen mit, als auch ohne Migrationshintergrund müssen stärker berücksichtigt werden. In diesem Sinne richtet sich das Angebot an gesellschaftliche Minderheiten und von Diskriminierung Betroffene, mit dem Ziel der Einzelfallunterstützung sowie Erweiterung von Partizipationsmöglichkeiten. Treptow-Köpenick mangelt es an migrantischer Selbstorganisation sowie an Projekten mit migrantischer Beteiligung. Nichtsdestotrotz kann an positive Erfahrungen aus der Vergangenheit angeknüpft werden.

Das Ziel, zivilgesellschaftliche Akteur_innen in ihrem Engagement für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu unterstützen, soll u.a. durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
  • Die Bildung und Stärkung von migrantischen Netzwerken,
  • die Schaffung einer Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen mit Migrationshintergrund und andere Gruppen, die von Diskriminierung betroffen sind,
  • die Förderung des interkulturellen Austauschs und der sozialräumlichen Vernetzung sowie Sensibilisierung und Wissenstransfer durch Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.

Zentral für den Erfolg der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und der Etablierung einer Willkommens-, Toleranz- und Respektkultur im Bezirk ist die Schaffung von nutzenintensiven Netzwerken, bei denen vielfältige Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Politik mit Menschen mit Migrationshintergrund, als auch von Diskriminierung betroffene Menschen an einen Tisch geholt werden. Daher möchte das neue Büro ein „Netzwerk Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Teilhabe, Vielfalt“ initiieren. Hier böte sich ein Forum, mit dessen Hilfe die Bedarfe und Anforderungen an die Akteure vor Ort ermittelt werden können. Zugleich können Defizite und Optimierungsmöglichkeiten von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen junger Menschen bearbeitet und Vereinbarungen getroffen werden.

Weitere Informationen
Carolina Tamayo Rojas | Yves Müller
Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick (ZfD)
E-Mail: yves.mueller@offensiv91.de , caroline.t@offensiv91.de Tel.: 030/ 65 48 72 93