Berlin informiert zum Coronavirus

Weitere Informationen unter: berlin.de/corona

Inhaltsspalte

Vorhabenbezogener Bebauungsplan für das Gelände des ehemaligen Kinderheims „A. S. Makarenko“

Pressemitteilung vom 08.04.2013
Link zu: weitere Informationen
Bild: BA Treptow-Köpenick Stadtentwicklungsamt

Das Bezirksamt hat am 26.03.2013 die Aufstellung des Bebauungsplans 9-61 VE für die Grundstücke Südostallee 132 und 134 im Bezirk Treptow-Köpenick, Ortsteil Johannisthal beschlossen.
Mit diesem Bebauungsplan können die Voraussetzungen für die Nutzung der bestehenden denkmalgeschützten Gebäude als Wohnraum geschaffen werden. Zudem soll partiell Wohnungsbau im östlichen Bereich des Geländes ermöglicht werden. Rainer Hölmer, Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt im Bezirksamt Treptow-Köpenick begrüßt das Vorhaben: „Die letzten Ortsbegehungen haben verdeutlicht, dass durch den Leerstand ein schleichender Verfallsprozess eingesetzt hat. Umso wichtiger war es, für den Erhalt der Denkmalanlage eine entsprechende Nutzung zu finden.“
Ein privater Investor hatte die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans beantragt.

Link zu: weitere Informationen
Bild: BA Treptow-Köpenick Fachbereich Vermessung

Der Aufstellungsbeschluss des Bezirksamtes ist Grundlage für die Erstellung eines Bebauungsplans. In einem späteren Verfahrensschritt werden auch die Bürger die Möglichkeit haben, sich an der Planung zu beteiligen.
Zur Aufstellung des Bebauungsplans 9-61 VE ist zudem eine Änderung des Flächen-nutzungsplans Berlin erforderlich. Derzeit weist dieser die Fläche als „Gemeinbedarfsfläche mit hohem Grünanteil” aus. Die zuständige Senatsverwaltung signalisierte bereits, dass ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans eingeleitet wird.
Auf dem am Rande der Königsheide liegenden Areal wurde in den Jahren 1952 bis 1953 das nach dem Pädagogen und Schriftsteller Anton Semjonowitsch Makarenko benannte
Kinderheim „A. S. Makarenko“ errichtet. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands fanden bis zu 600 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren in dem größten Kinderheim der DDR ein Zuhause. Nach der Wende wurde das Grundstück Südostallee 132 durch Einrichtungen des Bezirksamts Treptow-Köpenick sowie Teilflächen im nordöstlichen Bereich des Grundstücks Südostallee 134 zwischengenutzt. Der überwiegende Teil der Flächen des ehemaligen Kinderheims lag nach dessen Schließung brach.