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„Lokales Soziales Kapital“: Projekte Treptow-Köpenick 2013

Pressemitteilung vom 03.04.2013

LSK-Projekte Treptow-Köpenick 2013

Projektname Träger
Beschreibung
Verweigern – keine Lösung streetOut e.V. Ziel des Projektes ist es, die Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit der Jugendlichen bzw. die Rückführung in die Regelschule wieder herzustellen. In Phase 1 „Boxen vs Gewalt“ bauen regelmäßige Termine in den frühen Abendstunden, Bindung und Vertrauen auf.
In Phase 2 „Perspektive vs Zukunftsangst“ werden Ursachen des schulverweigernden Verhaltens erforscht und Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Von der Baustelle zur Schaustelle – eine integrative Lernwerkstatt zur Vermittlung fachlicher Kompetenz für Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund Grenzkultur gGmbH Integration in Workshops und Arbeitsgruppen mit über 70 Teilnehmerinnen mit/ohne Migrationshintergrund, um ihre unternehmerischen Aktivitäten und fachlichen Kompetenzen zu stärken. Damit wird die Verbesserung der Einkunftsmöglichkeiten der besonders benachteiligten Zielgruppe beeinflusst. Durch die partizipativ angelegte Projektarbeit wird die Eigeninitiative und das Selbstvertrauen gestärkt. Durch die professionelle Anleitung im technischen, handwerklichen und schneiderischen Bereich werden die Kompetenzen der Mädchen erweitert.
Schülerfirmen – Berufs- orientierung und Stärkung der Ausbildungs- fähigeit in techn./natur- wissenschaftlichen Berufsfeldern Technischer Jugendbildungsverein in Praxis e.V.
(TJB e.V.)
Schülerfirmen sind ideale Projekte um betriebswirtschaftliche Zusammenhänge verstehen und nutzen zu lernen. Sie sind Quelle für Kreativität und eigenverantwortliches Handeln.
Es sollen insbesondere Schüler eingebunden werden, die eher einen praktischen Arbeitsansatz haben und denen es schwer fällt, losgelöst theoretische Inhalte zu verstehen. Dazu werden Strategien entwickelt und ein oder zwei Schülerfirmen gegründet.
Unternehmen BürgerInnen KungerKiezInitiative e.V. Prekär existierende Selbstständige und Freiberufler aus kreativen und sozialen Bereichen (meist Frauen mit Kindern) sollen die Möglichkeit zu bezahlter Arbeit bekommen, indem sie das Vorhandene als Starthilfe nutzen und ihre Kompetenzen in Erwerb umsetzen. Angedacht sind: z.B. Deutsch- und Sprachkurse, Fortbildungen im Bereich Theater, Kreativem Schreiben, Ernährungs- und Gesundheitsberatung und Erziehung. Über eine Plattform zur Vernetzung, gemeinsamer Raum- und Strukturnutzung, Werbung und Nutzung der vorhandenen Infrastruktur sollen gemeinsame Konzepte erarbeitet und Ressourcenmangel durch nachbarschaftliche Zusammenarbeit wettgemacht werden.
„Unternehmen übernehmen, statt neu zu gründen“ im Bezirk Treptow-Köpenick, Sensibilisierung von ExistenzgründerInnen für den Antritt einer Nachfolge LONEX e.V.
(Lokales Netzwerk Existenz- gründung e.V.)
Eine große Anzahl der anstehenden Nachfolgeregelungen scheitern und die Betriebe müssen schließen. Damit gehen zwangsläufig Arbeitsplätze verloren. Steht eine Übergabe an, wird häufig mit der Übergabe zu spät begonnen, weil große Unsicherheiten und Ängste bestehen. D.h. sogenannte weiche Faktoren behindern oft den Prozess des Übergabe, da sich Nachfolger/innen und Inhaber/in des Unternehmens nicht genug Zeit zum „Kennenlernen“ nehmen. Auf der anderen Seite gibt es hier große Chancen für junge Menschen, sich aktiv einzubringen. Mit dem Projekt soll über das initiierte Akteursnetzwerk eine Veranstaltungsreihe zur Sensibilisierung realisiert werden.
Handwerkliche Kompetenzen fördern- Inklusion im schulnahen Umfeld und berufliche Orientierung für Schüler mit Lernproblemen Technischer Jugendbildungsverein in Praxis e.V. (TJP e.V.) Die Gemeinschafts- und Sekundarschulen benötigen die individuelle Förderung der Schüler, um allen gute Chancen für einen erfolgversprechenden Berufsstart zu ermöglichen. Lernschwache können im handwerklichen Bereich Fähigkeiten entwickeln, die Defizite im theoretischen Bereich kompensieren. Mit dem beantragten Projekt soll ein schulnahes Angebot mit starkem berufsorientierenden Ansatz so integriert werden, dass die teilnehmenden Schüler eine Bestätigung und Wertschätzung erfahren.
Die Idee entstand in Zusammenarbeit mit der Grünauer GS um Lernschwachen praktische Berufsfelder nahezubringen und berufliche Entwicklungen aufzuzeigen sowie eine bessere Integration im Klassenverband zu ermöglichen.
Mit der Umgestaltung einer Schulfreifläche zum Begegnungs- und Pausenort ist ein interessantes Objekt gefunden, bei dem die Schüler die Planung, Vorbereitung und Umsetzung aktiv mitgestalten und Erfahrungen sammeln können. Betreut werden sie durch einen Landschaftsplaner, einen Garten- und Landschaftsgestalter und einen Bauunternehmer. Das LSK Projekt gibt Inklusion ein Gesicht und unterstützt unterschiedliche Herangehensweisen und Methoden an die Entwicklung von Schülerpersönlichkeiten im schulischen Kontext.
NEXT Studie – Netzwerke zur Existenzgründung in der Textilbranche INPOLIS UCE GmbH Ziel: Untersuchung des Potentials für die Förderung und Vernetzung der lokalen Modeindustrie in Schöneweide – insbesondere für die Kooperation lokaler DesignerInnen bzw. Existenzgründerinnen und der HTW Studiengänge Bekleidungstechnik und Modedesign. Formulierung von Handlungserfordernissen bzw. Maßnahmen, um die Branche vor Ort zu stärken (besonders im Hinblick auf Wissenstransfer und Innovationsförderung sowie Möglichkeiten der Existenzgründung vor Ort für StudentInnen/AbsolventInnen der HTW).
Inhalt: Gemeinsam mit lokalen DesignerInnen sowie VertreterInnen von HTW und Bezirk werden Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen des Modestandortes sowie spezifische Bedarfe herausgearbeitet. In einem Workshop sollen sich lokale Akteure der Modeindustrie kennenlernen und Chancen und Möglichkeiten für eine stärkere Kooperation prüfen. Im Fokus steht die Vernetzung von ExistenzgründerInnen und Hochschule – untersucht werden jedoch Bedarfe und Potentiale entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Modeindustrie in SW – von der Aubildung, Design, Handwerk und Fertigung bis zum Verkauf.
Biotopwerkstatt Ludger Drunkemühle Ziel ist es, mit einfachen Werkstoffen, die direkt dem Umfeld des Veranstaltungsortes entnommen werden oder als „Reststoffe“ ohnehin vorliegen oder einfach zu beschaffen sind, handwerkliche Grundlagenkentnisse zu erwerben und künstlerischen Umgang zu erlernen. Durch Umgang mit Säge, Hammer, Schraubenzieher sowie Kelle, Spachtel und Faden, sollen künstlerisch-kreative Kleinbiotope entstehen. Als Vorbild kann hierbei ein sogenanntes „Insektenhotel“ dienen. Es sollen Futterstellen, Nistmöglichkeiten, Wasserbadestellen für wildlebende Tiere (Insekten, Vögel, Kleinsäuger) entstehen, und zur Förderung der Biodiversität beitragen. Als Werkstoffe kommen vor allem Lehm, Steine, Holz in roher und bearbeiteter Form in Frage, wie auch Wolle, Stroh, Gras oder weiteres Pflanzenmaterial. Die Skulptur wird zum Biotop. Aus den Ergebnissen können Modelle für andere Gärten bzw. Gartenprojekte abgeleitet werden und dort unter anderem für Umweltbildungszwecke eingesetzt werden. Die Teilnehmer/innen lernen viel über das Leben der wildlebenden Tiere in der Stadt und über Schutz- und Förderungsmaßnahmen dieser.
Erlebnisraum Müggelberge Bezirkssportbund Treptow-Köpenick e.V. Mit der Schließung der Brunnengalerie am Schmetterlingshorst; dem Bau eines neuen Fahrgastanlegers, der Einrichtung eines Wasserwanderrastplatzes und der Neubewirtschaftung des Müggelturms ergeben sich in den Jahren 2013/14 am Standort Schmetterlingshorst Möglichkeiten zur Schaffung unterschiedlichster Beschäftigungen. Für die touristisch interessante Orientierung des Standortes als Outdoorfokus (Wandern, Wassersport, Umweltlernen, Wildniserlebnis…), Kulturstandort (Ausstellungen und Schmetterlingsmuseum) und als Ausgangspunkt für regionale Erlebnistouren sind notwendige Angebote zu entwickeln.
Im Rahmen des Projektes werden Wander- und Erlebnisrouten erarbeitet, pädagogische Bildungsangebote (Umwelt- und Umweltverhalten, Natur, Wasser, Wald) für Schulen, Gruppen, Senioren konzipiert, Wasserwandertouren und deren Betreuung geplant. Für die Umsetzung notwendige Netzwerke werden geknüpft/ verstärkt (Sportvereine im Bezirkssportbund Treptow-Köpenick, Schulen, Kitas und Wohneinrichtungen).
Ziel ist die Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, zunächst als feste Honorarkräfte oder Minijobs in Schmetterlingshorst.
Berufliche Orientierung von Mädchen in MINT ( BOMM) LIFE e.V. Die demografische Entwicklung bringt auch für die in Treptow-Köpenick angesiedelten Unternehmen Nachwuchsmangel in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) mit sich. Junge Frauen für diesen Bereich zu öffnen und ihr Berufsspektrum zu erweitern ist eine der Strategien, dem zu begegnen. Ziel des Projektes ist es, das Interesse und die beruflichen Chancen von Mädchen im Bereich der MINT Berufe zu fördern und damit technikorientierte Unternehmen dabei zu unterstützen, talentierte junge Frauen als Auszubildende zu gewinnen. Erreicht werden soll dies durch den Aufbau eines Netzwerks relevanter Akteur/innen in Treptow Köpenick, die als lokales Aktionsbündnis Aktivitäten zur Förderung von Mädchen in MINT anstossen, bündeln, begleiten und bekannt machen. Der Strategie des Girls’Day in Berlin folgend, ist die Installation eines MultiplikatorInnen-Netzwerks auf lokaler Ebene, das über den Girls’Day hinausdenkt, hierfür erfolgversprechend. Das Projekt will insbesondere Schülerinnen der 10. Klasse erreichen – darunter auch Mädchen, deren MSA gefährdet ist – und eine Brücke zwischen Schulabgängerinnen und nachwuchssuchenden Betrieben herstellen.
Kunst und Kultur als Bindeglied in unserer Gesellschaft kukuk e.V. Dieses Projekt wird von regionalen Künstlern und einer Eventagentur selbst durchgeführt.
Erstes Ziel des Projektes ist die lokale Sensibilisierung der Teilnehmer für ihren Wohnort und ihr Wohnumfeld, das Entdecken von Talenten und das Stärken des Selbstbewusstseins.
Sie unternehmen Umfeldstudien in Köpenick und tauschen sich über Gesehenes aus. Anschließend werden diese Erlebnisse auf Papier gebracht. Dies kann durch Fotografie, Collagen oder selbstgemalte Bilder geschehen. Zur individuellen Beantwortung der Fragen: Was macht uns stark? Wo fühlen wir uns geborgen?, verfasst jeder Teilnehmer einen Text zu seinem Bild und schildert seine Eindrücke und Gedanken zu dem von ihm dargestellten Lieblingsplatz im Ort.
Am Ende des Kurses wird eine Ausstellung in der ehemaligen Haftanstalt Mandrellaplatz des kukuk e.V. stattfinden. Dabei sollen die Sichtweisen von Jugendlichen auf ihren Mikrokosmos erkannt und als Kalender dargestellt werden.
kukuk e.V. ist Pächter der ehemaligen Haftanstalt (Bj. 1893) und nutzt diese für Kunstaustellungen, Theater, Kabarett, Konzerte und betreibt ein kleines Café.
Frauenbiographien im und für den Bezirk Treptow-Köpenick Förderverein Lokale Agenda21 Treptow-Köpenick e. V. Hauptziele des Projektes sind:
Schaffung eines Referenzbeispieles, dass sich auszeichnet durch: a) Kooperation und Identifikation sozial engagierter Personen bei der Erarbeitung des Themas, b) Schaffung eines Produktes unter Einbindung der lokalen Wirtschaft, c) Erstellen eines Referenzauftrittes (Buchpräsentation), welches den Akteuren bei weiteren Bewerbungsaktivitäten in Hinsicht auf ihren Fähigkeiten und Fertigen förderlich ist, d) entstehende Teamkompetenz der Akteure ist Voraussetzung für weitere Dienstleistungsangebote.
Weitere Wirkungen des Projektes sind: a) die Öffentlichkeit wird zum biographischen Lernen aus Lebensläufen von Frauen angeregt, b) mit der Darstellung vom Wirken und Leben ausgewählter Frauen wird die Frage der Geschlechtergerechtigkeit sensibilisiert und ein Beitrag zur Anerkennungskultur geschaffen, c) Frauenbiographien sind Grundlage für einen Prozess des Lernens der Generationen (was lernen wir von anderen, wozu sind wir fähig, was können wir leisten), die Porträts spiegeln das Engagement von Frauen u. a. zu den Themen Migration und Integration, kommunale Entwicklungszusammenarbeit, Bildung, Frauenarbeit.

Stand: 02.04.2013