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„Mai Piu – Nie wieder“ - Gedenken und Projekte mit der Partnerstadt

Pressemitteilung vom 27.03.2013
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Am 23. März 2013 nahm Bezirksbürgermeister Oliver Igel auf Einladung seines Amtskollegen aus der italienischen Partnerstadt Albinea , Luca Poletti, an der Gedenkveranstaltung anlässlich des Endes des 2. Weltkrieges teil. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, Wolfgang Knack, legte er am Gedenkstein für die Opfer des 2. Weltkrieges „Mai Piu – Nie wieder“ einen Kranz nieder. In einer feierlichen Prozession von ehemaligen Widerstandskämpfern, Repräsentantinnen und Repräsentanten der Kommune und vieler Institutionen ging es dann zur Villa Rossi, dem Ort der Ereignisse, in die auch der Treptower Soldat Hans Schmidt im August 1944 involviert war.

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In seiner Rede, die von den italienischen Freundinnen und Freunden zwei Mal durch Zwischenapplaus unterbrochen wurde, erinnerte er an die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten vor 80 Jahren und die daraus resultierende besondere Verantwortung Deutschlands. Er erwähnte den Vorschlag der deutsch-italienischen Historikerkommission, mit der Errichtung einer Gedenkstätte für die italienischen Militärinternierten an deren Schicksal zu erinnern. Oliver Igel sagte: „Als ein dafür geeigneter Ort stellt sich für die Kommission das in seiner baulichen Substanz weitgehend erhaltene Zwangsarbeiterlager in Berlin-Niederschöneweide dar, in dem auch Italienische Militärinternierte gefangen gehalten worden sind.“

Weiterhin hob Bezirksbürgermeister Igel die Bedeutung dieser lebendigen und aktiven deutsch-italienischen Städtepartnerschaft gerade auch in Krisenzeiten hervor: „Ebenso freue ich mich darüber, dass die Städtepartnerschaft zwischen Albinea und Treptow-Köpenick auf inzwischen 15 Jahre erfolgreiches Bestehen zurückblicken kann. Dies ist ein Beweis dafür, wie europäische Verständigung „im Kleinen“ funktioniert […] Darauf können wir stolz sein, das sollten wir bewahren und pflegen. Versöhnung, Solidarität und Integration bilden dafür das Fundament. Dies wünsche ich mir auch für den europäischen Einigungsprozess. […] Gerade in Krisenzeiten ist es umso wichtiger, Solidarität zu üben und Gemeinsamkeiten hervorzuheben statt Unterschiede zu betonen. […] Wir sollten und wir wollen es nicht zulassen, dass die große europäische Idee kleingeistigen nationalen Egoismen geopfert wird.“

Im Anschluss wurde sich dann dazu ausgetauscht, welche gemeinsamen Projekte beide Städte zukünftig umsetzen wollen. Der Austausch von Fachwissen und Know-How im Bereich Erziehung und Pädagogik sowie gemeinsame sportliche und künstlerische Aktivitäten standen hierbei besonders im Mittelpunkt. Oliver Igel lud Jugendliche zur Teilnahme an der internationalen Jugendbegegnung United Games of Nations nach Treptow-Köpenick ein und übermittelte die herzliche Einladung der Treptower Tennisteufel an ihre Albinenser Tenniskolleginnen und -kollegen. Außerdem hofft er auf ein Wiedersehen mit dem Bürgermeister von Albinea anlässlich der Vernissage der gemeinsamen Fotoausstellung des ColorClubs Treptow mit dem Circolo degli Artisti Reggio am 20. September im Rathaus Köpenick.