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Staufalle an den Treptowers wird zum „floralen Erlebnis“

Pressemitteilung vom 18.12.2012
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Bild: Consultant Publiplikator GmbH

Jeden Tag stehen bis zu 52.000 Autofahrer (Quelle: Senatsverkehrsverwaltung) auf der Elsenstraße im Stau. Dieser tägliche Stauwahnsinn an den Treptowers bekommt jetzt ein visuelles, illuminiertes „Riesenhighlight“ aus massiven Stahlrohren. Die 600 kg schweren Heilpflanzen des Pop-Art-Künstler Sergej Alexander Dott sind jeweils 12 Meter hoch und erleuchten die Fassade des Treptower Ärztehauses. Damit die Kunst- und Kulturszene in Treptow weiterhin gedeihen kann, werden alle 10 Kamille-, Ringelblumen- und Beifuß-Pflanzen für einen guten Zweck versteigert. Die Erlöse aus den Spenden kommen verschiedenen künstlerischen Einrichtungen des Bezirks zu Gute, zum Beispiel dem Förderverein Figurentheater Grashüpfer e.V. und der Kunstwerkstatt Treptow e.V. Das Engagement, das Stadtbild künstlerisch nachhaltig zu verändern, findet auch im Rathaus Anhänger. Bezirksbürgermeister Oliver Igel unterstützt die Spendenaktion als Schirmherr: „Die Versteigerung ist zum einen ein fantastischer Weg, die künstlerischen Kanäle des Bezirks zu fördern. Auf der anderen Seite begrüße ich es sehr, dass dadurch die Bildende Kunst des Bezirkes unübersehbar in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Ich wäre erfreut, wenn das Einfluss auf die Überlegungen potentieller Auftraggeber nehmen würde.” Die zehn ästhetischen Blumenskulpturen räkeln sich an der Gewerbeimmobilie aus dem 19. Jahrhundert empor und sind verziert mit gelben, weißen und orangefarbenen Blüten. Diese haben einen Durchmesser von bis zu fünf Metern und bestehen, wie die grünen Blätter selbst, aus nicht brennbarem Kunstharz. Damit die Gebäudestatik und die schrillen Pop Art Heilkräuter zusammenfinden konnten, musste Künstler Dott im Inneren des Hauses, auf zum Teil ganzen Deckenebenen, zusätzliche Stahlträger einbauen: „Mir war es wichtig, in einer Metropole wie Berlin einen poetischen Ort zu gestalten, der die Genialität der Natur widerspiegelt: die Logik einzelner aufeinander abgestimmter Reaktionsketten. Angefangen bei der Wirkung des Sonnenlichts, die den Prozess der Fotosynthese in Gang setzt, das lässt Kamille und Beifuß sprießen, diese wiederum tragen heilenden Wirkstoff in sich.
Und am Ende der Kette steht der Konsument, der Patient, dem die Heilpflanze in Form eines Medikaments im Ärztehaus zugutekommt.“ Auch während der Sanierungsphase blieben die Praxen des Ärztehauses geöffnet. Im Inneren des Kunstwerks praktizieren heute auf 1.700 m² Ärzte in acht Praxen. Die Elsenstraße in Treptow ist bereits das dritte Kunst-am-Bau Projekt dieser Art in Berlin. Schon 2007 und 2009 realisierte die spark::ling AG ein ähnliches Bauvorhaben in Wohnanlagen in Weißensee und Wedding. Statt grauer Hausfassade zieren seitdem lebendige Farben sowie Hasen, Vögel und Fische die Außenwände. Für das Vorstandsmitglied der spark::ling AG, Thomas Behrendt, soll das Kunst-am-Bau-Projekt in Treptow das Bild der Hauptstadt nachhaltig verschönern: “Es ist unsere Stärke, etwas Besonderes zu schaffen. Etwas, das über den reinen Nutzwert einer Immobilie hinausgeht. Dazu gehören jedoch auch Visionen, die anfangs Erstaunen auslösen und polarisieren können.”
Weitere Informationen zum Projekt und der Spendenaktion erhalten Sie unter:
Riesenblume Pressekontakt: Karina Thinius, spark::ling AG c/o Publiplikator GmbH, Königstraße 2, 14163 Berlin, Telefon: 030-20089825, Telefax: 030-20089899, Mobil: 0170-2106161, Email: thinius@publiplikator.de