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Zum Ableben von Wolfgang Göricke

Pressemitteilung vom 06.12.2012

Am 1. Dezember 2012 verstarb nach langer und schwerer, geduldig ertragener Krankheit der ehemalige Bezirksstadtrat Diplomingenieur Wolfgang G ö r i c k e im Alter von 63 Jahren. Er gehörte ab 1990 zu den Kommunalpolitikern der ersten Stunde, die sofort aktiv tätig wurden, um beizutragen, den ehemaligen Bezirk Köpenick demokratisch neu zu strukturieren und zu entwickeln. Getragen damals von seiner Partei, Bündnis 90, später Bündnis 90/Die Grünen, war er in der I. demokratischen Wahlperiode (1990-1992) deren Fraktionsvorsitzender in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Köpenick. Während der II. Wahlperiode (1992-1995) führte er ebenso ideenreich und engagiert als Bezirksstadtrat in Köpenick das Dezernat für Wirtschaft und Finanzen. Zugleich war er stellvertretender Bezirksbürgermeister. Wolfgang Göricke wurde 2003 auch Gründungsmitglied des bezirklichen Städtepartnerschaftvereins „Partner Treptow-Köpenick e. V.“ und übte langjährig die Funktion des Schatzmeisters aus. Unvergessen bleiben Wolfgang Görickes Engagement für die Bewahrung einer menschenfreundlichen Umwelt, die Mitarbeit an der Festigung der Freundschaft und Verständigung zwischen Köpenick und seinen Partnerstädten sowie sein kompromissloses Eintreten für den Frieden in Afghanistan. Beruflich setzte sich Wolfgang Göricke erfolgreich im Arbeitsamt Mitte für Arbeitssuchende ein und gab manchem hoffnungslosen Menschen neue Perspektiven und Mut. Doch in Köpenick, ab 2001 Treptow-Köpenick, hatte er immer seine kommunalpolitischen und ehrenamtlichen Wurzeln – und seinen Wohnsitz in Schmöckwitz, Imkerweg 42, 12527 Berlin, mit herrlichem Blick zum Werderchen Weidenwall und weiter zum Seddinsee. Daher rührten auch seine tiefe Naturverbundenheit und sein großer Einsatz für den Naturschutz. Über Parteigrenzen hinweg werden viele Bürgerinnen und Bürger Treptow-Köpenicks Bezirksstadtrat a. D. Wolfgang Göricke dafür und besonders für sein erfolgreiches Wirken bei der demokratischen Umgestaltung des Bezirks Köpenick ein ehrendes Andenken bewahren.

Nachruf von Ulrich Stahr