Verkehrsplanung

Planfeststellungsverfahren Bölschestraße

Am 11. Februar 2016 war Start des Anhörungsverfahrens zum Planfeststellungsverfahren Straßenbahnvorhaben "Bölschestraße" in Berlin-Friedrichshagen. Bis zum 10. März 2016 lag der Plan im Rathaus Köpenick aus.Weitere Informationen

Allgemeine Hinweise Verkehrsplanung

Die überregionale Verkehrsplanung ist im Land Berlin bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abt. VII angesiedelt. Um die Schnittstellen zw. der überregionalen Verkehrsplanung und der bezirklichen Verkehrsentwicklung zu planen und miteinander zu vernetzen ist im Fachbereich Stadtplanung die Verkehrsplanung angesiedelt. Hier werden die verkehrlichen Entwicklungen u.a. zu den nachfolgenden Sachthemen geplant.

Zur Wahrnehmung der verkehrlichen Entwicklung und als Schnittstellen zw. der Hauptverwaltung und den bezirklichen Interessen sind hier die AG Radverkehr und ÖPNV angesiedelt.

Zugleich wird durch die Verkehrsplanung die federführende Koordination aller bezirklicher Fachämter im Rahmen von Planfeststellungsverfahren geführt und es werden zu allen anstehenden B-Planverfahren zur Wahrung der verkehrlichen Aspekte die damit verbundene Verkehrsnetzuntersuchungen beauftragt und fachlich betreut.

Der Bezirk Treptow-Köpenick hat eine besondere Verbindungsfunktion zwischen dem Innenstadtbereich und dem Land Brandenburg. Viele Hauptnetzstraßen durchqueren das Territorium. In dem Übersichtsplan zur Verkehrsplanung Stand Juli 2013 sind diese Trassen und die derzeit laufenden Planverfahren für den Neubau von Straße dargestellt. Diese Planungen dienen überwiegend der verkehrlichen Entlastung von Wohngebieten

Übersichtsplan Verkehrsplanung

PDF-Dokument (718.3 kB) - Stand: 07/2013, noch aktuell Dokument: BA Treptow-Köpenick

Bürgerentscheid zur Einführung der Parkraumbewirtschaftung in der Altstadt Köpenick

Lärmminderungsplanung

Lärmaktionsplanung 2013
Der Entwurf für den Lärmaktionsplan 2013-2018 liegt nun vor. Alle Informationen dazu finden Sie unter: Lärmaktionsplanung 2013

Modellprojekt Altstadt Köpenick
Verkehrliche Entlastung bedeutet eine Lärmminderung. Die Planungen des Landes Berlin sind zu finden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Zur Minderung des Verkehrs wurde im Bereich der Altstadt Köpenick und den angrenzenden Vorstadtbereichen der Lärmminderungsplan Altstadt Köpenick als Modellprojekt erarbeitet. Dieser ist hier zu finden.

Informationen zum Lärmaktionsplan 2008

Parkraumbewirtschaftung / PRB

In vielen Bereichen ist die Nachfrage nach Parkraum viel höher als das Angebot. Eine Minderung der verkehrlichen Belastung ist auch durch eine Minderung des Parksuchverkehrs anzustreben. Die Parkraumbewirtschaftung, kurz PRB beeinflusst das Stellplatzangebot und die Nachfrage und trägt zu einer ausgeglichenen Parkraumbilanz bei. Eine Übersicht zur berlinweiten Regelung der PRB finden Sie hier.

Einführung der Parkraumbewirtschaftung in der Altstadt Köpenick
Die hohe Verkehrsbelastung der Altstadt Köpenick beschäftigt das Bezirksamt Treptow-Köpenick schon seit einigen Jahren. Die Lärmminderungsplanung des Bezirkes aus dem Jahre 2003 hat durch Änderungen der Verkehrsorganisation eine deutliche Entlastung – insbesondere durch die Senkung des Durchgangsverkehrs bewirkt. Aufgrund des hohen Parkdrucks und des starken Parksuchverkehrs wurde ein Fachgutachten „Untersuchung zur Parkraumbewirtschaftung Altstadt Köpenick von Berlin“ vom Februar 2011 unter Mitwirkung von Vertretern der Anwohner, Gewerbetreibenden, den Bezirksverordneten und den Fachämtern erarbeitet. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Parkmöglichkeiten im Straßenraum der Altstadt häufig unzureichend sind. Vor allem von 10-17 Uhr treten hohe Auslastungen mit rund 110 % auf. Das bedeutet, dass auf 100 legalen Stellplätzen durchschnittlich 110 Fahrzeuge parken. Dies ist nur möglich, wenn auch ordnungswidrig geparkt wird, beispielsweise auf Gehwegen oder vor Grundstückszufahrten. Da zukünftig neue Gebäude entstehen und vorhandene Parkplätze auf Brachflächen entfallen werden, ist mit einer Zunahme der Probleme zu rechnen. Das Gutachten empfiehlt daher eine Parkraumbewirtschaftung einzuführen.

Dieses Gutachten wurde der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in den Fachausschüssen vorgestellt und intensiv diskutiert. Die BVV fasste auf der Grundlage dieser Untersuchung am 20.06.2013 den Beschluss und beauftragte das Bezirksamt mit der Einführung der kostenpflichtigen Parkraumbewirtschaftung von Montag – Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr (0,25 € für je 15 Minuten).

Fachgutachten zur Parkraumbewirtschaftung

PDF-Dokument (5.1 MB) - Stand: 02/2014 Dokument: LK Argus & BA Treptow-Köpenick

Was ist Parkraumbewirtschaftung?
Um den hohen Parkdruck zu reduzieren, gibt es zwei Möglichkeiten: mehr Parkplätze anbieten oder die Nachfrage reduzieren. Mehr Parkplätze anzubieten ist in der Altstadt nicht möglich und städtebaulich auch nicht wünschenswert. Im Gegenteil: die geplanten Neubauten werden neue Nachfrage erzeugen und das heutige Parken auf Brachflächen wird zukünftig nicht mehr möglich sein. Es bleibt daher nur die Verringerung der Nachfrage. Hier ist die Parkraumbewirtschaftung ein erprobtes und wirksames Instrument.

Durch die Gebührenpflicht werden vor allem die Berufspendler (also beispielsweise die Mitarbeiter des Rathauses) zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegt. Dadurch finden die Bewohner und Besucher der Altstadt leichter einen freien Parkplatz, das ordnungswidrige Parken und der Parksuchverkehr nehmen ab. Die Bewohner erhalten einen Bewohnerparkausweis, der sie von der Gebührenpflicht befreit. Das Gleiche gilt für ortsansässige Gewerbetreibende: jeder Betrieb erhält auf Antrag eine Vignette. Falls ein Betrieb nachweislich mehrere Fahrzeuge benötigt, erhält er auch für diese Fahrzeuge eine Ausnahmegenehmigung.

In Berlin gibt es bereits mehr als 90.000 bewirtschaftete Parkplätze, die von den dortigen Bewohnern und Gewerbetreibenden positiv bewertet werden und nachweislich den Parkdruck senken. In der Altstadt Köpenick sollen nun rund 400 Parkstände bewirtschaftet werden. Dies wird zu einer deutlichen Entlastung führen. Voraussichtlich wird die Zahl der parkenden Autos in der Altstadt um ein Fünftel sinken.

Planfeststellungsverfahren

Zur planungsrechtlichen Sicherung von übergeordneten Straßenplanungen, Bahnplanungen sowie von Netzerweiterungen im Straßenbahnnetz sind diese über Planfeststellungsverfahren zu sichern. Grundlage sind dabei die gesetzlichen Grundlagen des Berliner Straßengesetz/BerlStrG, Allgemeines Eisenbahngesetz/AEG und Personenbeförderungsgesetz/PBefG.

Sobald aktuelle Planfeststellungsverfahren anstehen und die damit verbundenen Anhörungsverfahren eröffnet sind, werden wir hier die Informationen zu dem Planverfahren einstellen.

Vergangene Planfeststellungsverfahren finden Sie im Archiv

Radverkehrsplanung

Der Bezirk hat 2010 ein Radwegekonzept erarbeitet. Darin sind die Ziele für die Entwicklung des Radwegenetzes bestimmt.