Informationen zum Coronavirus

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Coronavirus - Informationen für Unternehmen

Auf dieser Seite haben wir Informationen für Unternehmer_innen zu Vorgehensweisen in der Coronakrise zusammengestellt. Wir versuchen sie bei Veränderungen zu aktualisieren. Für die aktuellsten sowie detalliertere Informationen schauen Sie sich bitte die Internetseite der jeweiligen Institutionen an.

Neues und wichtige Fristen!

Die Informationen für Unternehmen zu Zuschüssen und Hilfsprogrammen wurden am 4. Februar 2021 aktualisiert.

  • Bitte beachten Sie, dass die Fristen für die Beantragung der Überbrückungshilfen II (Fördermonate September bis Dezember 2020) bis zum 31. März 2021 verlängert wurden. Die Überbrückungshilfen III (Fördermonate November 2020 bis Juni 2021) werden voraussichtlich im Februar 2021 beantragbar sein. Mehr Informationen erhalten Sie unter Punkt 9 der Hinweise für kleine und mittelständische Unternehmen.
  • Anträge für die November- und Dezemberhilfe des Bundes für die vom Lockdown im November und Dezember betroffenen Branchen können bis zum 30. April 2021 beantragt werden.

Diese Nothilfen können über die Plattform Überbrückungshilfe Unternehmen beantragt werden.

  • Berliner Partner organisiert am 09.02.2021 um 9:00 Uhr einen Town Hall Call mit dem Thema “Status und Ausblick: Auszahlungen der November- und Dezemberhilfen”. Anmelden können Sie sich auf der Internetseite von Berlin Partner.

Am 16.02.2021 um 9:00 Uhr findet ein weiterer Town Hall Call statt mit dem Thema Überbrückungshilfe III inkl. Neustarthilfe. Sie können sich dafür auf der Internetseite von Berlin Partner anmelden.

Hinweise für kleine und mittelständische Unternehmen

Sollte Ihr Unternehmen wirtschaftlich betroffen sein, können Sie folgendes tun:

1. Überbrückungsfinanzierungen – Hausbank kontaktieren

Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel (beispielsweise: Miete, Personalkosten oder Energiekosten) sollte als erster Schritt zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden. Über Ihre Hausbank können Sie auch die Bundeshilfen der KfW beantragen. Weitere Informationen bekommen Sie auf der Internetseite der KfW.

2. Bürgschaftsbank Berlin

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank besichert werden (maximal 2,5 Millionen Euro). Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten bekommen Sie auf der Internetseite der Bürgschaftsbank Berlin.

3. Steuererleichterung

Für Unternehmen, die unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind, gewähren die Finanzbehörden Stundungen von Steuerschulden. Steuervorauszahlungen können angepasst und auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet werden. Setzen Sie sich mit Ihrem Finanzamt in Verbindung. Auch wenn die Finanzämter für den Publikumsverkehr geschlossen sind, sind die Ämter per Mail, Telefon und Fax erreichbar. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums.

4. Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz

Im Falle eines Personalausfalls im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes kann auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Finanzen ein Antrag für Entschädigung gestellt werden. Voraussetzung ist, dass diese Personen aufgrund des Infektionsschutzgesetzes einem persönlichen Tätigkeitsverbot unterliegen, Quarantäne angeordnet ist und ein Verdienstausfall besteht. Dazu muss ein Bescheid des Gesundheitsamtes nachgewiesen werden. Nicht erfasst von der Entschädigungsleistung sind Betriebsschließungen und Veranstaltungsverbote.

5. Kurzarbeitergeld

Wenn Unternehmen aufgrund Auftragsrückgang, Lieferausfällen, Absagen etc. durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Voraussetzung ist, dass mind. 10 % ihrer Mitarbeiter von Arbeitsausfällen betroffen sind. Auch Leiharbeitnehmer_innen erhalten Kurzarbeitergeld. Die Bundesagentur für Arbeit erstattet die Sozialversicherungsbeiträge vollständig.

Videos mit den Antragserklärungen, sowie den Antrag für Kurzarbeitergeld finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit.

6. Gewerbemiete

Sollten Sie die Kosten für Ihre Miete nicht mehr tragen können, kontaktieren Sie Ihre_Ihren Vermieter_in und fragen Sie nach einer Mietminderung. Viele größere Vermieter_innen kommen Mieter_innen bereits entgegen.

7. Soforthilfe V

Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 100 Beschäftigten, die keinen Zugang zu Krediten der KfW oder anderen Bundesprogrammen haben, können bei der Investitionsbank Berlin (IBB) Zuschüsse beantragen. Die Anträge auf Mittel aus dem Soforthilfeprogramm V können in einem ausschließlich online-basierten Antragsverfahren über die Website der Investitionsbank Berlin eingereicht werden, hier finden Sie auch weitere Informationen.

Im Mittelpunkt der Förderung steht der KfW-Schnellkredit. Soweit dieser in Anspruch genommen werden kann, besteht die Möglichkeit, einen Tilgungszuschuss von bis zu 20 % zu beantragen, der nach 15 Monaten unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens ausgezahlt werden kann. Soweit der KfW-Schnellkredit nicht in Anspruch genommen werden kann oder soweit er belegbar nicht ausreicht, kann alternativ zum Tilgungszuschuss ein Zuschuss gezahlt werden.

Die Höhe der Soforthilfe beträgt bis zu 25.000 Euro und orientiert sich an einem glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für die auf die Antragstellung folgenden drei Monate (für die Bereiche Gastronomie / Hotellerie / Tourismus den erwarteten Liquiditätsbedarf bis Ende des Jahres). In begründeten Einzelfällen kann eine Soforthilfe über 25.000 Euro beantragt werden. Erste Auszahlungen sind ab dem 25.05.2020 zu erwarten.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen,
  • welche nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden
  • mit mehr als 10 und bis zu 100 Beschäftigten (in Vollzeitäquivalent)
  • mit Betriebsstätte oder Unternehmenssitz in Berlin und
  • die bei einem Berliner Finanzamt angemeldet sind.

9. Überbrückungshilfen II für kleine und mittelständische Unternehmen

Ab sofort können die Zuschüsse für die Monate September bis Dezember 2020 über einen Steuerberater oder einen Wirtschaftsprüfer beantragt werden.

Antragsberechtigt sind:
  1. Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen
    Kleine und mittelständische Unternehmen, die die verschiedenen Förderbedingungen erfüllen, etwa zur Unternehmensgröße und zu Umsatzrückgängen
  2. Selbstständige
    Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb
  3. Gemeinnützige Unternehmen und Organisationen
    Gemeinnützige Einrichtungen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind

Durchführung
Die Überbrückungshilfe kann nur durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer über ein bundeseinheitliches Online-Portal beantragt werden. Die Antragsbearbeitung erfolgt in den Bewilligungsstellen der Länder.

Weitere Informationen bekommen Sie auf der Internetseite der Überbrückungshilfe. Sollten Sie konkrete Fragen haben, können Sie sich an die Service-Hotline +49(30)52685087 wenden. Das Kontaktformular finden Sie ebenfalls auf der Internetseite.

Hinweise für Selbstständige und Freiberufler_innen

1. Grundsicherung für Selbstständige

Nach SGB II können Selbstständige mit unzureichendem Einkommen beim Jobcenter Grundsicherung beantragen. Informationen und Kontaktdaten finden auf der Internetseite des Jobcenters Tempelhof-Schöneberg.

Alle Informationen zur Grundsicherung bekommen Sie auf der Internetseite der Arbeitsagentur Berlin.

2. Steuerlast reduzieren

Auch Selbstständige können bei ihrem Finanzamt einen Antrag für eine Reduzierung der Steuervorauszahlung stellen. Bis zum Ende des Jahres verzichten Finanzämter auch auf Vollstreckungsmaßnahmen, wenn Bezug zur Corona-Pandemie besteht. Auch wenn die Finanzämter für den Publikumsverkehr geschlossen sind, sind die Ämter per E-Mail, Telefon und Fax erreichbar.

3. Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz

Selbstständige können auch auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Finanzen einen Antrag für Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz bei Tätigkeitsverboten und Quarantäne stellen. Voraussetzung ist, dass diese Personen aufgrund des Infektionsschutzgesetzes einem persönlichen Tätigkeitsverbot unterliegen, Quarantäne angeordnet ist und ein Verdienstausfall besteht. Dazu muss ein Bescheid des Gesundheitsamtes nachgewiesen werden. Nicht erfasst von der Entschädigungsleistung sind Betriebsschließungen und Veranstaltungsverbote.

4. Überbrückungshilfen II

Auch Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb können Überbrückungshilfen bei der Investitionsbank Berlin beantragen. Informationen dazu bekommen Sie unter Punkt 9 der Hinweise für kleine und mittelständische Unternehmen.

5. Gewerbemiete

Sollten Sie die Kosten für Ihre Miete nicht mehr tragen können, kontaktieren Sie Ihre_Ihren Vermieter_in und fragen Sie nach einer Mietminderung. Viele größere Vermieter_innen kommen Mieter_innen bereits entgegen.

Soforthilfe IV 3.0 - Zuschussprogramm des Landes für Kultur- und Medienunternehmen mit mindestens 2 Beschäftigten

Die besonders hart von der Corona-Krise betroffenen Kultur- und Medienunternehmen mit mindestens zwei Beschäftigten können Zuschüsse zur Überwindung einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage beantragen. In begründeten Ausnahmefällen können bis zu 500.000 EUR beantragt werden.

Die Antragstellung für die Soforthilfe IV 3.0 startet am 11. November 2020 und endet am 18. November 2020.

Weitere Informationen bekommen Sie auf der Internetseite der IBB.

Coronahilfen für Startups

Das Land Berlin unterstützt gemeinsam mit dem Bund Start-ups und kleine mittelständische Unternehmen in Berlin, die infolge der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Die Mittel in Höhe von maximal 800.000 EUR je Unternehmen bzw. Unternehmensgruppe werden je nach Einzelfall über einen von drei Finanzierungswegen vergeben.

Da die Finanzierungen ausschließlich für Corona-bedingte Notlagen eingesetzt werden können, muss das Startup vor dem 11. März 2020 gegründet worden sein und darf sich vor dem 31. Dezember 2019 nicht in einer Notlage befunden haben. Auch dürfen die Unternehmen nicht älter als sieben Jahre sein. Förderberechtigt sind auch Unternehmen mit auswärtigen Niederlassungen, wenn der Hauptsitz innerhalb der EU liegt und mindestens die Hälfte der vollzeitbeschäftigten Mitarbeiter in Berlin tätig ist.

Weitere Informationen und die Möglichkeit einen Antrag zu stellen bekommen Sie auf der Internetseite der IBB.

Die Antragstellung endet voraussichtlich am 15. November 2020.

Coronahilfen für Modelabels

Die IBB vergibt zinslose Darlehen an Berliner Modelabels, die bedingt durch die Coronakrise einen Einbruch ihrer Umsätze zu verzeichnen hatten und dadurch nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um die kommende Kollektion bzw. Teile derer vorzufinanzieren. Die Hilfen können bis zum 13. November 2020 beantragt werden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit einen Antrag zu stellen finden Sie auf der Internetseite der IBB.

Digitalprämie Berlin – Zuschüsse für die Digitalisierung von Unternehmensprozessen und IT-Sicherheit

Um die Digitalisierung der Arbeitswelt voranzubringen, gewährt das Land Berlin unbürokratisch finanzielle Zuwendungen in Form einer Digitalprämie. Die Förderung steht kleinen und mittelständischen Betrieben (KMU) sowie Soloselbstständigen zu, die hauptberuflich in Berlin tätig sind.

Weitere Informationen bekommen Sie auf der Förderwebsite.

Orientierungshilfe für Gewerbe

Anwendungsempfehlungen für Einzelhandel, Gaststätten, Handwerk, Dienstleistung, gewerbliche Sportangebote sowie gewerbliche Freizeitangebote usw. der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung vom 2. November 2020 finden Sie auf der Internetseite der Senatskanzlei.

Dort finden Sie auch eine Liste der Geschäftsangebote, die aktuell geöffnet bleiben dürfen bzw. geschlossen werden müssen.

Weitere Informationen

Die DEHOGA Berlin hat auf ihrer Internetseite Musteranschreiben veröffentlicht, die Unternehmer_innen nutzen können. Dort finden Sie unter anderem Anträge auf Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen oder Anschreiben an das Finanzamt, Gema, Vermieter und so weiter.

Informationen über Insolvenzverfahren und Zahlungsschierigkeiten bekommen Sie auf der Internetseite der IHK Berlin.

Weitergehende Informationen

Kontakte der Wirtschaftsförderung

Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg zur Verfügung, gerne auch telefonisch. Auskünfte können auch auf Englisch, Türkisch, Arabisch und Französisch erteilt werden.

  • Martina Marijnissen:
    Englisch
    Telefon (030) 90277-4242
  • Anja Kraatz:
    Englisch, Französisch
    Telefon (030) 90277-2835
  • Mirka Schuster:
    Englisch, Arabisch
    Telefon (030) 90277-2781
  • Merve Dikme:
    Englisch, Türkisch
    Telefon (030) 90277-3644

Rechtlicher Hinweis

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Fragen und Antworten.
Sie sollen Unternehmen als eine erste Hilfestellung dienen und sensibilisieren. Die Antworten auf die Fragen stellen jedoch keine Rechtsberatung dar und vermögen eine Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt im Einzelfall auch nicht zu ersetzen.

Auch können die Antworten zu medizinischen Fragen und möglichen Auswirkungen keine Beratung durch einen Facharzt oder die zuständigen Fachbehörden ersetzen.