Bürger_innenrat Marienfelde: Rückmeldungen aus Verwaltung und Politik

Im November 2019 hat der erste Bürger_innenrat Marienfelde gemeinsame Kernbotschaften und Empfehlungen formuliert und diese an die Bezirksbürgermeisterin, Angelika Schöttler, übergeben.

Auf dieser Seite finden Sie die Kurzversion der Resonanz aus Verwaltung und Politik, die die wesentlichen Umsetzungen und Begründungen enthält. Am Ende der Seite stellen wir auch eine Version mit den ausführlichen Rückmeldungen zum Download bereit. Darin finden Sie weitergehende Hinweise zu den einzelnen Themen.

Titelworte der Webseite in rotem Rahmen

Übersicht der Rückmeldungen aus Verwaltung und Politik

Hauptthema 1: Kommunikation mit Verwaltung & Politik

Kernbotschaften und Empfehlungen des Bürger_innenrates

Das sind unsere Kernbotschaften

  • Institutioneller Rahmen für Bürgerbeteiligung fehlt.
  • Informationen (Angebote in Marienfelde) zugänglich machen.
  • Fehlende Förderung von nachbarschaftlichem Engagement.
  • Es fehlt eine Zweigstelle für Bürger_innenangelegenheiten.

Das sind unsere Empfehlungen

  • Runder Tisch mit allen Beteiligten
  • Bürger_innencafé
  • Maximale Zugänglichkeit von Informationen über verschiedene Verteiler (schwarzes Brett, Flyer, Internet)
  • Unkompliziertes Bewilligungsverfahren für private Initiativen
  • Bürgerbüro / Zweigstelle Bürgeramt
  • Infopaket über Marienfelde bei Zuzug

Rückmeldungen aus Verwaltung & Politik

Das Bezirksamt greift die Empfehlung des Bürger_innenrates auf, für die Fortführung von Bürgerbeteiligung im Bezirk den institutionellen Rahmen zu verbessern. Dafür wurde eine Stabsstelle Dialog und Beteiligung eingerichtet, welche dem Bereich der Bezirksbürgermeisterin zugeordnet ist. So steht diese bereits in einem intensiven Austausch mit Experten aus dem Bereich Bürgerbeteiligung. Gemeinsam werden Konzepte erarbeitet, um die Beteiligungskultur in der Öffentlichkeit und innerhalb der Verwaltung noch besser umzusetzen.

Durch die Empfehlungen der Bürger_innenräte in allen Bezirksregionen ist dem Bezirksamt auch bewusst geworden, dass die Kommunikation über das, was die Bezirksverwaltung macht, hin zu den Bürger_innen verbessert werden muss. Die Stabsstelle für Dialog und Beteiligung wird sich daher auch neuen Kommunikationswegen widmen, um besser über die Arbeit des Bezirksamtes – und deren Inhalte – zu informieren und somit die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürger_innen zu verbessern. Dabei werden digitale (Internet) als auch analoge (Flyer, Plakate) Formate Berücksichtigung finden. Es wird außerdem einen Newsletter für jede Bezirksregion mit Informationen aus und über die Verwaltung sowie Aktuellem und einer Veranstaltungsübersicht geben. Aufgrund der aktuellen Situation ist die Veröffentlichung jedoch noch nicht absehbar und kann erst 2021 erfolgen. Mit einer E-Mail an die Newsletter-Redaktion für Marienfelde können sich Interessierte aber bereits für den Bezug des Newsletters vormerken lassen.

Zudem wird sich die Stabsstelle auch weiterhin dem Thema Beteiligungen, wie beispielsweise Bürger_innenräten, widmen. In diesem Zusammenhang soll es auch zukünftig eine Art von Bürger_innencafés in Form von „Rathaus vor Ort“ oder ähnlichen Veranstaltungen geben. Die konkrete Umsetzung und Termine sind noch in Planung und werden zeitnah unter anderem über den Newsletter mitgeteilt, verzögern sich jedoch ebenfalls durch die Beschränkungen im Rahmen des Infektionsschutzes. Damit greift das Bezirksamt auch die Empfehlung eines Runden Tisches mit allen Beteiligten auf.

Bereits im Zusammenhang mit den Bürger_innenräten nutzte das Bezirksamt vermehrt die Beteiligungsplattform des Landes Berlins „meinBerlin“. Dort besteht die Möglichkeit, Vorhaben einzustellen und die Bürger_innen zu beteiligen. Dieses Medium soll auch weiterhin und deutlich stärker genutzt und die Öffentlichkeit darüber informiert werden.

Identifikation mit dem Ortsteil: Kampagne „Zuhauseisthier“

Nach den Empfehlungen der Bürger_innenräte hat das Bezirksamt unter dem Namen „Zuhauseisthier“ eine Kampagne für den Bezirk in Auftrag gegeben. Ziel ist es, die Angebote und damit die Vielfalt des Bezirks und seiner Ortsteile hervorzuheben und bekannter zu machen, aber auch über die Arbeit des Bezirksamtes und dessen Strukturen einfacher und übersichtlicher auf einer eigenen Internetseite zu informieren.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Infektionsschutzmaßnahmen konnten die geplanten öffentlichen Veranstaltungen dieser Kampagne noch nicht stattfinden. Das Bezirksamt hat aber die Präsenz auf den bestehenden Social Media-Plattformen erhöht und bereits eine separate Webseite erstellt, auf der Bewohner_innen berichten, was sie an ihrem Bezirk schätzen. Diese Seite wird demnächst durch die eigentlichen Kampagnen-Webseiten, welche einen einfachen Zugang zu den Leistungen des Bezirksamtes aufzeigen, getauscht.

Die Kampagne wird momentan weiter ausgearbeitet und alle Bezirksregionen mit einbezogen. Denn: mit „Zuhauseisthier“ sollen sich alle angesprochen fühlen. Es wird über den angesprochenen Newsletter und alle anderen zur Verfügung stehenden Kanäle über den Entwicklungsstand informiert.

Förderung von Initiativen

Schon jetzt fördert das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg im Bezirk tätige Initiativen und Vereine:

OE SPK

Die Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (kurz: OE SPK) wirkt auf eine bessere Vernetzung zwischen Bewohner_innen, bestehenden Initiativen, Akteur_innen und sonstiger Projekte als themen- und fachübergreifende Netzwerkplattform hin. Sie hilft durch die Weitergabe dieses Wissens vor Ort und bringt die Menschen bei Bedarf zusammen. Des Weiteren unterstützt sie ganz praktisch Projekte über das Budget der Regionalkasse, bei der Suche nach anderen Finanzierungsquellen oder auch bei der Suche nach Räumlichkeiten. Die OE SPK versteht sich als Bindeglied zwischen der Lokalpolitik, der Verwaltung und den Initiativen und Menschen vor Ort.

Außerdem können Vereine, Initiativen und Projekte finanzielle Unterstützungen beantragen:

  • Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen stellt den Bezirken seit 2001 Sachmittel für die Unterstützung gesellschaftlicher Initiativen engagierter Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung, die ihr Engagement mit der Aufwertung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur (z.B. für Renovierungen von Schulen und Kindertagesstätten, zur Grünanlagenpflege und ähnliches) verbinden.
  • Außerdem können Interessierte Geld aus der Regionalkasse beantragen. Damit werden Projekte gefördert, die der Nachbarschaft in den Regionen zugutekommen, indem sie beispielsweise die Stadtteilkultur beleben, Bewohner_innen aktivieren und den öffentlichen Raum attraktiver gestalten. Alle Menschen aus der Region sind herzlich eingeladen, an der Beratung über die eingegangenen Projektideen mitzuwirken. Informationen zur Vergabe erhalten Sie auf der Webseite der Regionalkasse sowie bei der Regionalkoordination (siehe Hauptthema 3).
Ehrenamtsbüro

Das Ehrenamtsbüro vernetzt Interessierte mit Organisationen, berät zu Förderungsmöglichkeiten und unterstützt Engagierte bei Qualifizierung und Fortbildungen.

Das Ehrenamtsbüro des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg arbeitet stetig daran, die Empfehlungen des Bürger_innenrates umzusetzen. Unter dem Motto „Leidenschaftlich engagiert in Tempelhof-Schöneberg“ unterstützt das Ehrenamtsbüro interessierte Bürger_innen und Organisationen im Bezirk zu allen Fragen des bürgerschaftlichen Engagements vor Ort. Mit dem Ehrenamtsbüro stehen direkte Ansprechpartner_innen zur Verfügung, welche zudem im engen Austausch mit ca. 150 verschiedenen Organisationen, Vereinen und Verbänden sind. Zurzeit sind in Tempelhof-Schöneberg ca. 80.000 Bürger_innen ehrenamtlich tätig.

Ehrenamtsbüro Tempelhof-Schöneberg
Telefon (030) 90277-6051
E-Mail an das Ehrenamtsbüro
Webseite des Ehrenamtsbüros

Zweigstelle Bürgeramt

Der Bezirk verfügt über drei Bürgerämter. Räumlich sind diese so angeordnet, dass jedes der Büros für die Bürger_innen gut erreichbar ist. Ein weiterer Standort in Marienfelde ist aus Kapazitätsgründen (personell als auch räumlich) derzeit nicht möglich. Auf Anregung des Bürger_innenrates wird der Punkt vom Fachbereich Bürger- und Ordnungsangelegenheiten jedoch anhaltend auf seinen Bedarf und Umsetzbarkeit geprüft.

Infopaket bei Zuzug

Informationen zum Bezirk und dem Stadtteil Marienfelde werden allen Interessierten vom Bezirksamt zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt zum Beispiel in Form der Bezirksbroschüre, die unter anderem in den Bürgerämtern ausliegen. Da bei einem Wohnortwechsel dieser persönlich beim Bürgeramt gemeldet werden muss, besteht bereits die Möglichkeit, sich die dort ausliegenden Informationen, wie die Bezirksbroschüre, mitzunehmen. Aufgrund des hohen Aufkommens in den Bürgerämtern ist es den Mitarbeiter_innen nicht möglich aktiv auf die vorhandenen Broschüren und Informationen der einzelnen Bezirksregionen hinzuweisen. Es wird jedoch geprüft, ob und wie zukünftig über Plakate oder Aushänge der Hinweis auf die Broschüren und Informationen erfolgen könnte.

Hauptthema 2: Infrastruktur und Flächennutzung

Kernbotschaften und Empfehlungen des Bürger_innenrates

Das sind unsere Kernbotschaften

  • Freilaufende Hunde beeinträchtigen die Natur in der Feldmark
  • Es besteht kein VHS-Angebot in Marienfelde, es gibt aber Bedarf
  • Die ärztliche Versorgung ist nicht ausreichend
  • Geringe bis gar keine Aufenthaltsqualität öffentlicher Plätze – wir brauchen mehr Orte, an denen man sich aufhalten und miteinander in Kontakt kommen kann.
  • Viele leerstehende Geschäftsräume sorgen für eine trostlose Atmosphäre in Marienfelde – wir wollen attraktive Orte schaffen
  • Es gibt keine Spielgeräte, die für ältere Kinder interessant sind und keine Aufenthaltsorte und Freizeitangebote für Jugendliche

Das sind unsere Empfehlungen

  • Hinweisschilder für Leinenpflicht und gekennzeichnete Fläche für Hundeauslauf
  • Einrichtung eines VHS-Standortes
  • Ausbau der ärztlichen Versorgung (z.B. Gesundheitszentrum)
  • Einrichtung eines Wochenmarktes (für regionale Produkte etc., z.B. Marienfelder Tor, Alte Dorfaue, Waldsassener / Hildburghauser Straße)
  • Öffentliche Plätze (wie z.B. Waldsassener Str., Hildburghauser Str., Marienfelder Tor, Alte Dorfaue) besser gestalten (z.B. viele und bequeme Holzbänke, Überdachungen)
  • Evaluation des Leerstands und städtisch geförderte kulturelle Zwischennutzung (z.B. Ateliers, Projekträume für individuelle Initiativen, Theater, etc.)
  • Spielplätze auch mit Geräten für ältere Kinder ausstatten (z.B. Tischtennisplatten, Seilbahn, Klettern, Basketball etc.)
  • Plätze mit Bänken, Tischen und Überdachungen in Parks einrichten für Jugendliche, Cafés für Jugendliche
  • Fahrradparcours auf dem „Ami-Berg“

Rückmeldungen aus Verwaltung & Politik

Feldmark

Das Ziel des Bezirksamtes ist die Sicherung der Feldmark als Landschaftsschutzgebiet. Daher wird die Zuständigkeit der Feldmark aktuell vom Grünflächenamt an das Umwelt- und Naturschutzamt übergeben. Sobald die Flächen als Landschaftsschutzgebiet gesichert sind, werden die entsprechenden Regelungen für Landschaftsschutzgebiete kommuniziert. Dazu zählt auch ein Leinenzwang für Hunde.

Ganz besonders stolz ist der Bezirk seit Jahren auf die Naturwacht. Am 30. September 2020 wurde deshalb ein neuer Kooperationsvertrag des Bezirks mit der Naturwacht Berlin e.V. für die kommenden Jahre unterzeichnet. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg sichert damit dauerhaft den Bestand und Betrieb der Naturschutzstation Marienfelde am Diedersdorfer Weg 3 5. Die langfristige Zusammenarbeit ermöglicht es dem Rangerteam, das bisherige Angebotsspektrum systematisch weiterzuentwickeln. Im Bereich der Umweltbildung ist beispielsweise geplant, die NaturErlebnis-Orte und Informationspfade im Natur- und Landschaftspark und in der Marienfelder Feldmark zu erweitern. Die Naturbildungsarbeit im Grünen Klassenzimmer soll intensiviert und digitalisiert werden. Weitergehende, zielgruppenorientierte Angebote können künftig gemeinsam mit spezialisierten Akteur_innen und Partner_innen in der Natur-/Umweltbildungsarbeit erarbeitet werden.

Im Kooperationsvertrag sind außerdem konkrete Aufgaben im Bereich der Natur- und Landschaftspflege benannt. Dazu gehören der Schutz, die Pflege und die Entwicklung der landschaftstypischen Kulturlandschaft in Marienfelde, die Biotoppflege durch Tierbeweidung und die Habitatgestaltung besonders und streng geschützter Tier- und Pflanzenarten.

Eine besondere Rolle kommt der Naturwacht hinsichtlich der Entwicklung der ehemaligen Bezirksgärtnerei zu. Der Standort kommt für ein Naturschutz- und Bildungszentrum mit Erweiterungspotenzial der Grünen Klassenzimmer genauso in Frage wie für Projekte und Aktivitäten zu den Themen urbane Landwirtschaft, Zukunftsbäume sowie Energie- und Klimastrategien.
Der Bezirk fördert die Naturwacht Berlin e.V. zur Umsetzung der im neuen Kooperationsvertrag festgehaltenen Maßnahmen künftig mit 100.000 Euro pro Jahr statt wie bisher 50.000 Euro. Zusätzlich hat das Land Berlin im Landeshaushalt 185.000 Euro jährlich eingestellt.

VHS-Standort

Die Orte der Angebote der Volkshochschule sind über den gesamten Bezirk verteilt. Auch in Marienfelde finden in zwei öffentlichen Gebäuden (der Steinwald- und der Solling-Schule) Angebote der VHS statt. Eine Übersicht über alle Angebote finden sich auf den Internetseiten des Fachbereichs Weiterbildung.

Leerstand Gewerbe

Die Vermietung von Gewerberäumen liegt in der Verantwortung der privaten Eigentümer. Das Stadtentwicklungsamt hat hier keine Zuständigkeit und auch keine Einflussmöglichkeiten. Daher kann im Rahmen des Bau- und Planungsrechts hier nichts unternommen werden. Die Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg unterstützt im Rahmen der Möglichkeiten die Ansiedlung vielseitiger gewerblicher Angebote. Allerdings hat die Bezirksverwaltung wenige Befugnisse, direkt in die Ansiedlung von Gewerbe einzugreifen: Im Allgemeinen gilt die Gewerbefreiheit.

Wochenmarkt

Die Auslastung für die Standbetreiber in den vergangenen Jahren bei Wochenmärkten war rückläufig. Das Bezirksamt kann aufgrund der sinkenden Nachfrage keinen Wochenmarkt in Marienfelde umsetzen, da die Errichtung von Wochenmärkten stark von der entsprechenden Nachfrage abhängig ist. Die Marktverwaltung des Bezirksamtes kann daher lediglich die Unterstützung von privaten Betreibern eines Wochenmarktes anbieten.

Öffentliche Plätze

Die Empfehlung des Bürger_innenrates wird vom Straßen- und Grünflächenamt aufgenommen und gemeinsam mit der Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK) beraten, was von den Empfehlungen umgesetzt bzw. getan werden kann. Hierbei wird es sich jedoch um einen längeren Prozess handeln. Die Bürger_innenräte werden unter anderem durch den Newsletter über den jeweiligen Stand informiert.

Spielplätze

Das Grünflächenamt bedankt sich beim Bürger_innenrat für die Anregung und wird sich auch hier mit der Regionalkoordination der OE SPK für Marienfelde sowie der Spielplatzkoordination des Bezirksamtes austauschen und beraten, was getan werden kann, um die Situation hinsichtlich älterer Kinder zu verbessern. Aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen war bislang ein Austausch nicht im erforderlichen Maße umsetzbar. Daher wird der Prozess noch Zeit in Anspruch nehmen und das Bezirksamt wird im Newsletter über die Entwicklungen informieren.

Hauptthema 3: Soziale Begegnungsräume für Bürger_innen unter Bürger_innen

Kernbotschaften und Empfehlungen des Bürger_innenrates

Das sind unsere Kernbotschaften

  • Wir beobachten in Marienfelde, dass soziale Begegnungsräume fehlen.
  • Man spürt Entfremdung und eine nicht gelebte Nachbarschaft.
  • Wir erwarten aktive Unterstützung.

Das sind unsere Empfehlungen

  • Wir brauchen Spielplätze (für 8- bis 15-jährige) und Orte für Jugendliche für Freizeit und Sport.
  • Sprecht mehr mit euren Nachbarn!
  • Wir brauchen Anlässe, zu denen sich alle Menschen eingeladen fühlen, um andere kennenzulernen.
  • Wir regen an, einen Wochenmarkt zu schaffen.
  • Die Stadt soll einen Raum für einen Gemeinschaftsgarten bereitstellen.

Rückmeldungen aus Verwaltung und Politik

Die Empfehlung, mehr mit den Nachbarn zu sprechen und somit dem Gefühl einer nicht gelebten Nachbarschaft entgegenzuwirken, kann vom Bezirksamt nicht umgesetzt werden. Die Empfehlung muss von jeder Einzelnen und jedem Einzelnen selbst gelebt werden. Das Bezirksamt kann im Rahmen seiner Möglichkeiten hierbei nur unterstützend tätig werden. Insbesondere in Marienfelde gibt es bereits zwei Projekte, welche sich für die Themen Begegnung und nachbarschaftlichen Miteinanders einsetzen: Information dazu finden Sie auf der Webseite des BENN-Verfahrens, das von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gefördert wird und auf der Webseite des Quartiersbüros W-40 (Waldsassener Str. 40), welches vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gefördert wird. Beide bieten neben Veranstaltungen auch Beteiligungen und Austausch – auch zu einigen Punkten der Empfehlungen – und sind für räumlich begrenzte Zielgruppen offen.

Darüber hinaus ist neben den angesprochenen Projekten auch die Stadtteilbibliothek ein wesentlicher Ort des Miteinanders in Marienfelde und bietet außer der Bücherausleihe Veranstaltungen und Kurse an, welche allen Interessierten zur Verfügung stehen. Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite der Stadtteilbibliothek Marienfelde.

Regionalkoordination Marienfelde

Die Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK) organisiert und koordiniert die ämterübergreifende Zusammenarbeit bei planerischen und umsetzungsbezogenen Verwaltungsaufgaben zur Entwicklung der Bezirksregionen bzw. Planungsräume unter Berücksichtigung der Gesamtinteressen des Bezirks. Ebenso koordiniert die OE SPK die Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt und lokalen Akteuren im Hinblick auf die relevanten Themen in den Bezirksregionen.

In der OE SPK ist die Stelle einer Regionalkoordination für die Bezirksregion Marienfelde aufgrund eines kurzfristigen Personalwechsels zurzeit nicht besetzt (Stand Januar 2021). Die OE SPK arbeitet jedoch daran, diese Stelle schnellstmöglich nachzubesetzen.

Informationen und Ansprechpartner dazu finden Sie auf der Webseite der Regionalkoordination.

Erarbeitung von Handlungsschwerpunkten und Maßnahmen für die Regionen

Tempelhof-Schöneberg beauftragt für seine Regionen regelmäßig die Erstellung von Übersichten, sogenannte Bezirksregionenprofile (BZRP). Der analytische Teil I liegt vor. Der konzeptionelle Teil II (Strategien und Maßnahmen) wird gemeinsam mit den Fachverwaltungen des Bezirkes, mit der Lokalpolitik, mit Vereinen und Initiativen vor Ort sowie mit den Bewohner_innen erarbeitet.

Von September 2020 bis Februar 2021 werden die Profile Teil II zum ersten Mal für die drei Regionen Friedenau, Mariendorf und Marienfelde erstellt. Im Oktober gab es für die Bewohner_innen Marienfeldes die Möglichkeit der Onlinebeteiligung auf der Beteiligungsplattform meinBerlin. Der Bürger_innenrat wurde per E-Mail darüber informiert. Zudem hatten Multiplikatoren und Akteur_innen der Regionen die Möglichkeit der Teilnahme und Mitwirkung über regionale Workshops. Die Ergebnisse und der aktuelle Stand werden auf der Internetseite der OE SPK und auf der Projektseite auf der Online-Beteiligungsplattform meinBerlin bekannt gegeben.

Ziel ist es, ressortübergreifende Handlungsschwerpunkte für die Region Marienfelde herauszuarbeiten. Dabei gilt es Themen, Orte und Projekte zu finden, die das Miteinander fördern und Handeln bündeln. Koordiniert wird diese Aufgabe von der Sozialraumorientierten Planungskoordination. Die Übersicht ist dann die Handlungsgrundlage für weiterführende Projekte in den Regionen.

Bei Interesse melden Sie sich bei der
Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK)
Johanna Johne-Akcinar
Rathaus Schöneberg, Raum 201
Telefon (030) 90277-6715
E-Mail an die OE SPK

Veranstaltungen und Engagement

Als ein in jeder Hinsicht bunter Bezirk, was man auch am facettenreichen bürgerschaftlichen Engagement sehen kann, engagieren sich Menschen jeder Herkunft und jeder gesellschaftlichen Schicht für die Gemeinschaft und stärken dabei nicht nur sich und andere, sondern auch die Demokratie.

Engagement ist erlebbar in gemeinsamen Veranstaltungen, Aktionen oder Gruppen in Stadtteil-, Jugend- oder Kulturarbeit – dieses Engagement zu unterstützen und zu stärken, sieht das Ehrenamtsbüro als einen wichtigen Auftrag. Neben Fachgesprächen, Beratung und Vermittlung werden in Kooperation mit der Volkshochschule auch speziell konzipierte, kostenfreie Fortbildungen für Engagierte angeboten.

Auf Anregung des Bürger_innenrates wird das Angebot des Ehrenamtsbüros zukünftig auch auf Beratungen zur Beantragung von Straßenfesten oder anderen gemeinsamen Veranstaltungen ausgeweitet. Eine komplette Beantragung und Organisation durch das Ehrenamtsbüro oder anderer Abteilungen des Bezirksamtes ist nicht möglich, hierfür müssten sich Organisator_innen finden. Das Angebot des Ehrenamtsbüros wäre dann die Beratung und Unterstützung.

Historie des Stadtteils

800 Jahre Geschichte, zusammengefasst auf zehn Tafeln: An der Dorfkirche Marienfelde wurden Informationstafeln über die Historie des Stadtteils eingeweiht, um die Identifikation mit Marienfelde und seiner Geschichte zu stärken. Ein Zusammenschluss aus rund einem Dutzend Freizeit-Historiker_innen, der Arbeitskreis Historisches Marienfelde (AkhM), hat die Tafeln anlässlich des 800. Gründungsjubiläums des Stadtteils entworfen und aufstellen lassen. Sie finden sich an mehreren historischen Orten in Marienfelde, unter anderem am ehemaligen Gutshof, am Dorfanger, am Kloster Vom Guten Hirten und auf dem Kiepertplatz. Der Arbeitskreis Historisches Marienfelde hat die Projektidee in eine Reihe von Ideenwerkstätten eingebracht, zu der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler anlässlich des 800. Gründungsjubiläums des Stadtteils ins Rathaus Schöneberg eingeladen hatte. Das Bezirksamt hat die Herstellung und Aufstellung der Tafeln finanziell gefördert und wird sich zukünftig um die Pflege der Tafeln kümmern.

Wochenmarkt

Die Rückmeldung zu dieser Empfehlung finden Sie auf bei den Rückmeldungen zum Hauptthema 2.

Gemeinschaftsgarten

Durch das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der UfA-Fabrik (NUZS) wird seit 2009 der Blohmgarten als interkultureller Nachbarschaftsgarten betrieben (Blohmstaße 71 73). Auf einer Fläche der degewo (Tirschenreuther Ring 14a) besteht der Garten der Länder als Nachbarschaftsgarten. Die OE SPK unterstützt gerne bei der Kontaktvermittlung. Wenn gemeint ist, dass das Bezirksamt eine weitere Fläche für einen Gemeinschaftsgarten zur Verfügung stellen soll, dann wäre eine E-Mail an das Straßen- und Grünflächenamt zu richten. Es bedürfe in jedem Fall jedoch eines „Kümmerers / einer Kümmererin“ aus der Stadtgesellschaft.

Verkehr

Kernbotschaften und Empfehlungen des Bürger_innenrates

Das sind unsere Kernbotschaften

  • Lebensgefährliche Kreuzung entschärfen
  • Zustand der Gehwege (Stand 70er Jahre) verbessern
  • Notwendige Ampelschaltung prüfen
  • Dorfkern Marienfelde aufwerten

Das sind unsere Empfehlungen

  • Sofortmaßnahme Ampelschaltung Friedensfelser / Marienfelder Allee ändern (Fußgänger und Autos nicht gleichzeitig grün)
  • Mutige Verkehrsplanung Kreuzung Marienfelder Allee / Friedensfelder / Nahmitzer Damm
  • Kontrolle und Instandsetzung der Geh- und Fahrradwege durch Tiefbauamt
  • Prüfung der Notwendigkeit der Ampelschaltung in der Nacht
  • Verkehrsberuhigung Dorfaue (z.B. Sackgasse von beiden Seiten)

Rückmeldungen aus Verwaltung und Politik

Die Empfehlungen des Bürger_innenrates zum Thema Verkehr sind für den zuständigen Fachbereich Straßen nachvollziehbar und verständlich. Jedoch sind die angesprochenen Punkte nicht ausschließlich vom Bezirksamt umsetzbar. Der Fachbereich wird die Themen Ampelschaltung Friedensfelder / Marienfelder Allee, Verkehrsplanung Marienfelder Allee / Friedensfelder / Nahmitzer Damm und der Notwendigkeit von Ampelschaltungen in der Nacht mit der zuständigen Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) besprechen. Auch die Empfehlung zur Verkehrsberuhigung Dorfaue, durch beispielsweise Sackgassen von beiden Seiten, bedarf der Abstimmung zwischen zwei Fachbereichen. Daher wird dieser Punkt mit dem Denkmalschutzamt besprochen.

Da es sich bei dem Thema Verkehr um ausschließlich längerfristig umsetzbare Empfehlungen handelt, kann das Bezirksamt an dieser Stelle noch keine verbindlicheren Aussagen treffen.

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  • Rückmeldungen zum Bürger_innenrat Marienfelde
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    PDF-Dokument (913.6 kB) - Stand: Januar 2021