Drucksache - 1930/XVIII  

 
 
Betreff: Inklusive Ansätze absichern und ausbauen – Verbindliche Förderkonzepte notwendig
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Die Fraktion GRÜNEBezirksamt
Verfasser:Frau Kaddatz, JuttaSchöttler, Angelika
Drucksache-Art:AntragMitteilung zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Entscheidung
19.10.2011 
58. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin mit Änderungen in der BVV beschlossen (Beratungsfolge beendet)   
Bezirksamt Vorberatung
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Entscheidung
25.04.2012 
8. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Schule Entscheidung
09.05.2012 
5. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule zur Kenntnis genommen (Beratungsfolge beendet)   

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Antrag
Mitteilung zur Kenntnisnahme

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt teilt zu der o.g. Drucksache folgendes mit:

 

Der Diskussions- und Abstimmungsprozess zur berlinweiten Umsetzung der UN-Konvention ist noch nicht abgeschlossen, so dass es derzeit keine verbindlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung in den Bezirken gibt.

 

In den vergangenen Jahren wurden im Bezirk Tempelhof-Schöneberg Wege zu einer erfolgreichen Integration und Weiterentwicklung zur Inklusion im Rahmen der Schulentwicklungsplanung – zuletzt im März 2012 – aufgezeigt.

 

Schülerinnen und Schüler mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und Emotionale Entwicklung konnten immer stärker in die Regelklassen der Grundschulen und mit steigender Tendenz auch an weiterführenden Schulen integriert werden. Damit verbunden ging die Anzahl der Schülerinnen und Schüler an der Förderzentren Prignitz-Schule und Elisabeth-Rotten-Schule stark zurück. Im Ergebnis hat sich das Bezirksamt am 13.03.2012 entschlossen, den Schulstandort der Elisabeth-Rotten-Schule aufzugeben. Alle Schülerinnen und Schüler können ab dem Schuljahr 2012/13 entweder integrativ an den Grundschulen bzw. weiterführenden Schulen beschult werden oder am Standort der Prignitz-Schule weiterhin ein Förderzentrum besuchen.

 

Das Projekt Tannenhof wird ebenfalls an der Prignitz-Schule weitergeführt.

 

Die sehr guten theoretischen und praktischen Erfahrungen der Sonderpädagogen, die zielgerichtet durch das Förderzentrum Elisabeth-Rotten-Schule an den Schulen eingesetzt wurden, sollen auch zukünftig allen Schulen zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang hat der Schulträger bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sein Interesse für die Durchführung eines Modellprojektes zu einem Beratungszentrum für Eltern, Lehrer, Erzieher mit dem Schwerpunkt Inklusion in der Region Lichtenrade bekundet.

 

Als Unterstützung für alle bezirklichen Schulen wurde bereits im September 2011 durch die regionale Schulaufsicht eine AG „Inklusive Bildung“ ins Leben gerufen, die sich als Steuerungsgruppe versteht. Teilnehmer sind Vertreter der Schulen, des Jugendbereiches, der Schulpsychologie, Sonderpädagogen, Schulträger und die Schulaufsicht.

 

Unabhängig davon kann nach gegenwärtigem Stand der parlamentarischen Beratungen zur Aufstellung des Haushalts für die Jahre 2012 und 2013 und Informationen des Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft davon ausgegangen werden, dass für 2012 ein erster Ansatz gebildet wird, um die Bezirke bei der Herstellung der baulichen und sächlichen Voraussetzungen für die Einrichtung „Inklusiver Schwerpunktschulen“ finanziell zu unterstützen.

 

Hierzu hat der Schulträger in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft erste Planungsüberlegungen geäußert, welche Schulstandorte des Bezirks potentiell zur Einrichtung „Inklusiver Schwerpunktschulen“ geeignet sind, um Kinder und Jugendliche inklusiv beschulen zu können, die den Behinderungsarten: Geistige Entwicklung, Körperlich-motorische Entwicklung, Sehen, Hören, Autistische Behinderung sowie Kranke zugeordnet werden.

 

Erst nach Beschlusslage durch das Abgeordnetenhaus von Berlin ist die konkrete Umsetzung der Konzepte bei zusätzlicher Ausstattung möglich.

 


 

 
 

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