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Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg

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Das Bündnis stellt sich vor

Das Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg versteht sich als ein Gremium, das sich gegen Antisemitismus und für eine stärkere Sichtbarkeit jüdischer Realitäten einsetzt. Das Bündnis problematisiert jede Form von Antisemitismus und reagiert nicht ausschließlich auf radikale (manifeste) Formen von Antisemitismus. Antisemitismus wird gesamtgesellschaftlich gedacht und nicht einzelnen Gruppen übertragen. Antisemitismus versteht das Bündnis dabei im Anschluss an die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus als eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.
Die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus ist verbindliche Arbeitsgrundlage aller Mitglieder und Kooperationsparter_innen des Bündnisses gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg.

Die Gründung des Bündnisses erfolgt im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie „Gemeinsam in Tempelhof-Schöneberg – Demokratie leben!“. Diese wird vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sowie Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg DGB/VHS e. V. im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) umgesetzt. Sie ist Teil des Förderprogramms „Demokratie leben!“. Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST e.V. koordiniert den Aufbau und die Arbeit des Bündnisses im Auftrag der Partnerschaft für Demokratie.

Die Veranstaltung zur Gründung des Bündnisses wurde live im Internet übertragen und kann auch weiterhin angesehen werden:
Link zum Video (youtube)

Die Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe entscheidet über die Aktivitäten des Bündnisses. Nachfolgend stellen sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe vor

Angelika Schöttler

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler
Bild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Bezirksbürgermeisterin Tempelhof-Schöneberg und Sprecherin des Bündnisses

“Übergriffe gegen Mitbürger_innen jüdischen Glaubens häufen sich leider wieder, auch bei uns im Bezirk. Die Gründung eines bezirklichen Bündnisses gegen Antisemitismus ist mir daher ein besonders wichtiges Anliegen. Ich hoffe, dass wir damit das starke zivilgesellschaftliche Engagement im Bezirk bündeln können und so ein gemeinsames und starkes Signal gegen Antisemitismus setzen.”

Marina Chernivsky

Marina Chernivsky
Bild: Alex Hislop

OFEK e. V., stellvertretende Sprecherin des Bündnisses

“Wir begrüßen die Gründung des Bündnisses als Reaktion auf die Verdichtung antisemitischer Gewalt und Strategie, mit vereinten Kräften gegen diese Bedrohung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg vorzugehen. Damit wird die Botschaft überbracht, dass diese Entwicklung erkannt und die Bereitschaft zum Handeln gewürdigt und gebündelt wird. Auch für die Betroffenen antisemitischer Gewalt und Diskriminierung ist es wichtig zu wissen, dass es starke Bündnisse gibt, die Antisemitismus gesamtgesellschaftlich einordnen und wichtige Akteur*innen gegen diese Bedrohung mobilisieren.”

Sigmount Königsberg

Bild von Sigmount Königsberg
Bild: Privat

Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde, stellvertretender Sprecher des Bündnisses

“In Tempelhof-Schöneberg lässt es sich gut leben. Urbanität einerseits, aber auch viel Grün machen den Bezirk attraktiv. Er gehört zu den bevorzugten Wohnadressen von Jüdinnen*Juden.
Doch auch hier grassiert Antisemitismus. Menschen wurden angegriffen oder bedroht, das Mahnmal in der Münchener Straße beschmiert, Stolpersteine beschädigt.
Dabei gibt es gerade in diesem Bezirk eine Zivilgesellschaft, die sich gegen Antisemitismus einsetzt. Diese zu stärken und zu unterstützen, ist für mich das wichtigste Motiv, mich im Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg zu engagieren.”

Prof. Dr. Samuel Salzborn

Dr. Samuel Salzborn vor der Synagoge Oranienburger Straße
Bild: Reto Klar - Funkemedien

Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus

“Als Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus halte ich die bezirkliche Ebene für elementar wichtig, wenn wir Antisemitismus auf allen Ebenen erfolgreich bekämpfen wollen. Ich freue mich, das Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg hierbei unterstützen zu dürfen.”

Henning Kruse

Henning Kruse, Geschäftsführer Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg DGB/VHS e. V.
Bild: Privat

Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg DGB/VHS e. V.

“Unser Verein wurde im Jahr 1951 vom Deutschen Gewerkschaftsbund und den Berliner Volkshochschulen gegründet. Gründungsidee war die Förderung von Politischer Bildung, Demokratie und Vielfalt im Nachkriegsdeutschland.
Zusammen mit dem Bezirksamt haben wir 2019 das Projekt „Gemeinsam in Tempelhof-Schöneberg – Demokratie leben!“ initiiert, aus dem das bezirkliche Bündnis gegen Antisemitismus entstanden ist. Der Einsatz gegen Antisemitismus hat für uns, auch im Hinblick auf die Entstehungsgeschichte unseres Vereins, eine besondere Priorität.”

Lala Süsskind

Lala Süsskind neben einer deutschen und einer israelischen Flagge
Bild: Privat

Jehi ‘Or Jüdisches Bildungswerk für Demokratie – gegen Antisemitismus

“Engagement in diesem Bündnis beinhaltet für mich den Versuch:
TIKUN OLAM – die Welt ein wenig besser zu machen.”

Mengü Özhan-ErhardtLandeskommission Berlin gegen Gewalt

Mengü Özhan-Erhardt
Bild: Privat

Landeskommission Berlin gegen Gewalt

„Das Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg setzt eine starke Marke für unsere solidarische, bürger*innennahe Gemeinschaft gegen Antisemitismus durch unsere gelebte Erinnerung, unseren beherzten Mut und unsere aktive Verantwortung für ein diskriminierungsfreies Tempelhof-Schöneberg!“

Jan-Dirk HübnerSIBUZ Tempelhof-Schöneberg Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum

Porträt Jan-Dirk Hübner
Bild: Privat

SIBUZ Tempelhof-Schöneberg Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum

„Schule als Lebensraum ist nicht nur ein Ort, an dem junge Menschen zu Akzeptanz und Toleranz erzogen werden, es ist auch ein Ort an dem, wie in der übrigen Gesellschaft, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit existieren kann. Im Bündnis gegen Antisemitismus möchte ich einen Beitrag leisten, dass Schulen (weiterhin) mutig antisemitischem Handeln entgegentreten und Vorurteile und Diskriminierung durch Sichtbarkeit, Vorbild und gemeinsames Erleben von Wertschätzung abbauen. Wegsehen ist keine Option!“

Svetlana Linberg

Svetlana Linberg, Beauftragte für queere Lebensweisen und gegen Rechtsextremismus
Bild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Beauftragte für queere Lebensweisen und gegen Rechtsextremismus

“Tempelhof-Schöneberg ist ein bunter, vielfältiger Bezirk. Alle Menschen, unabhängig ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer geschlechtlichen Identität, ihrer sexuellen Orientierung usw., sollen hier Platz finden, um ihr Leben selbstbestimmt und frei von Hass und Gewalt zu leben. Vom Bündnis gegen Antisemitismus werden dazu wichtige Impulse ausgehen.”

Registerstelle zur Erfassung und Dokumentation rechtsextremistischer und diskriminierender Vorfälle in Tempelhof-Schöneberg

Logo Register Berlin
Bild: Register Berlin

“Für das Register Tempelhof-Schöneberg ist von größter Bedeutung, Mitglied des Bündnisses gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg zu sein. Wir positionieren uns klar gegen Antisemitismus und Rassismus und wollen zusammen mit anderen lokalen und regionalen Akteuren entschieden gegen Antisemitismus arbeiten!”

Beratungs-/Anlaufstellen

OFEK e. V.

OFEK e. V. ist seit 2017 eine Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung.

Link zu OFEK e. V.

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin)

RIAS Berlin erfasst seit 2015 antisemitische Vorfälle und vermittelt u. a. psychosoziale und juristische Opferberatung.

Link zu RIAS Berlin

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr Berlin)

Die mbr Berlin arbeitet und berät seit 2001 zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus

Link zur mbr Berlin

Berliner Register - Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle in Berlin

Das Berliner Register dokumentiert rassistische, antiziganistische, antimuslimische, anti-schwarze, antisemitische, extrem rechte, LGBTIQ*feindliche, behindertenfeindliche, sozialchauvinistische und antifeministische Vorfälle. Damit werden viele Vorfälle erst sichtbar gemacht. In allen Bezirken sind entsprechende Anlaufstellen eingerichtet.

Link zum Berliner Register

Link zum Register Tempelhof-Schöneberg

AnDi - Die Berliner Antidiskriminierungs-App

AnDi ist eine mobile App der Landesstelle für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung (LADS), mit der Diskriminierungen direkt gemeldet und passende Beratungsangebote gefunden werden können.

Der Download ist in den üblichen App-Stores möglich.

Link zur AnDi-Webseite

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Sie interessieren sich für eine Mitarbeit im Bündnis? Sie möchten gerne weitere Informationen zum Bündnis bekommen?

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
bga-ts@zwst-kompetenzzentrum.de

Aktuelles/Termine

Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg gegründet

Am 28. Juni 2021 wurde das Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg offiziell gegründet. Die Kick off-Veranstaltung wurde live auf dem youtube-Kanal des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg gesendet und kann auch weiterhin angesehen werden..

Link zum Video (youtube)

Die o. g. Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autor_innen die Verantwortung.

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