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Ausflüge nach Brandenburg und Polen und die Afrikanische Schweinepest

Pressemitteilung Nr. 326 vom 02.10.2020

Bei schönem Wetter einen Ausflug ins Um- oder Nachbarland – aber bitte mit Verantwortung!

In Brandenburg ist bei einer Reihe von Wildschweinen wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt in den Landkreisen Märkisch Oderland, Dahme Spreewald, Spree-Neiße und Oder-Spree die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt worden.

Die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest laufen im Land Brandenburg auf Hochtouren. Oberstes Ziel ist es, die Tierseuche auf ein möglichst kleines Gebiet einzudämmen und zu verhindern, dass diese sich ausbreiten kann und ins Berliner Stadtgebiet eindringt.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Sie ist für den Menschen ungefährlich, aber hochansteckend für Haus- und Wildschweine, die daran fast immer sehr schnell verenden.

Was kann man als Bürger tun?

  • Wildtiere nicht füttern!
    Dies ist bereits verboten, es ist in diesem Fall besonders wichtig, da Wildschweine durch Futter in das Stadtgebiet angelockt werden
  • Lebensmittel nicht in Grünflächen hinterlassen!
  • Keine Lebensmittel aus betroffenen Regionen mitbringen!
  • Lebensmittelreste immer in geeigneten Mülltonnen werfen!
  • Kein Abfall in der Umgebung liegen lassen!

Mensch und Haustier (insbesondere Hunde) können die Seuchenerreger mit Schuhwerk und Pfoten verbreiten, deshalb ist es wichtig:

  • Hundeleinenpflicht beachten!
  • Hunde nicht in unübersichtliches Gelände führen!
    Aufgescheuchte kranke Schweine können den Erreger weitertragen

Und sollten Sie ein totes Wildschwein sehen:

  • Kadaver nicht anfassen
  • keine Haustiere in die Nähe lassen!
  • Tote Wildschweine sofort bei dem Veterinäramt melden!

Die Veterinäraufsicht des Bezirks ist zu erreichen über:
Telefon: (030) 90277-7373
E-Mail an die Veterinäraufsicht des Bezirks Tempelhof-Schöneberg

Oder direkt über das Online-Formular: Totes Wildschwein gefunden! Was jetzt?

Bitte geben Sie dabei an:

  • Wer hat das Tier gefunden? (Name, telefonische Erreichbarkeit für Rückfragen)
  • Wann wurde das Tier/die Tiere gefunden (Datum, Uhrzeit)?
  • Wo wurde der Körper gefunden? Detaillierte Abfrage und Beschreibung des Fundortes (sind GPS Daten/Koordinaten verfügbar?)
  • Welchen Zustand hat der Tierkörper? (soweit mit Sicherheitsabstand feststellbar: noch lebend, kürzlich verstorben, in Verwesung oder Knochenfund, nicht mehr vollständig)
  • Wurde das Tier berührt oder kam ein mitgeführtes Tier mit dem toten Tier eventuell in indirekten oder direkten Kontakt?

Hinweis: Wenn möglich bitte ein Foto vom Fundort mitschicken und das tote Tier abdecken.

Kontakt mit dem Tierkörper soweit wie möglich vermeiden! Gründliche Reinigung aller Kleidungsstücke, Schuhe, Schuhsohlen Hände und Gegenstände, die möglicherweise Kontakt mit dem Tier hatten: waschen und desinfizieren (für Hunde ein Hundeshampoo verwenden).

Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie auf der Internetseite Afrikanische Schweinepest.

Die Schweinepest wirkt sich sehr stark auf die Landwirtschaft Deutschlands aus: Bereits 13 Importstaaten haben die Einfuhr von deutschem Schweinefleisch gestoppt. Das zieht nicht nur wirtschaftliche Konsequenzen nach sich, sondern bringt auch die Landwirtschaft in eine prekäre Situation, da schlachtreife Tiere teilweise nicht abgesetzt werden können. Dies führt zu Tierschutzproblemen, da die bereits aufgezogenen Tiere dann in immer größerer Enge stehen müssen. Unzählige Tiere müssen unter Umständen in „Kerngebieten“ und “gefährdeten Gebieten” um die Ausbruchspunkte herum getötet werden; dies bedeutet vielfaches vermeidbares Tiersterben.
Direktvermarkter und regionale Anbieter solcher Produkte würden dann außerdem vor dem Aus stehen.

Bitte helfen Sie bei der Eindämmung dieser Seuche mit!