Über 1.200 Umsetzungen bei Abschleppaktion in der Hauptstraße

Pressemitteilung Nr. 586 vom 19.12.2018

Seit Oktober 2018 wird die Busspur in der Schöneberger Hauptstraße (Bundesstraße 1) regelmäßig in einer Gemeinschaftsaktion von Ordnungsamt, Polizei und BVG von falsch parkenden PKW und Lieferfahrzeugen frei geräumt.

Die Bilanz der ersten Wochen mit Stand 30.11.2018 verdeutlicht die Notwendigkeit der Aktion. Es gab im Zeitraum vom 8.10. bis 30.11.2018 insgesamt

  • 7.555 Belastende Ordnungswidrigkeiten (BOWI) und
  • 1.256 Umsetzungen.

Ziel der Aktion ist die Unterstützung des Verkehrsversuchs Tempo 30 auf der Hauptstraße und damit verbunden die Förderung eines möglichst störungsfreien Busverkehrs auf der stark befahrenen Route zwischen Dominicusstraße und Grunewaldstraße. Hinzu kommt, dass durch zugeparkte Busspuren auch Radfahrende gezwungen sind, immer wieder in den fließenden Verkehr auszuweichen und sich damit in erhebliche Gefahr bringen.

„Der Gesundheitsschutz gegen schädliche Stickstoffoxidkonzentration in der Außenluft erfordert einen stetigen Verkehrsfluss. Deshalb hat der Umweltverbund hier eine klare Vorrangstellung. Zuparken von Busspuren, 2. Reihe parken, Radwege und Fußgängerquerungen missachten, darf nicht länger hingenommen werden. Wenn wir die Stickstoffoxidkonzentration entlang der Hauptstraße ernsthaft reduzieren wollen, müssen wir auch dafür sorgen, dass der Umweltverbund aus ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr zu seinem Recht kommt“, argumentiert Christiane Heiß, Bezirksstadträtin für Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt.

„Wir wollen, dass noch mehr Berlinerinnen und Berliner auf den umweltfreundlichen Öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Dafür ist es wichtig, dass unsere Busse zuverlässig und pünktlich unterwegs sind und nicht im Stau steckenbleiben. Freie Busspuren und Haltestellen sind ein wesentlicher Faktor für die Qualität des Busverkehrs in Berlin“, ergänzt Michael Ender von der Verkehrssteuerung der BVG.

„Die Anwesenheit uniformierter Überwachungskräfte hat kurzfristig den Effekt, dass Fahrzeuge schnell entfernt werden und Radstreifen sowie Busspuren zumindest vorübergehend frei befahrbar sind. Genauso schnell sind diese aber auch wieder blockiert, wenn die Streifen außer Sichtweite sind“, resümiert Kriminaloberrat Christian Alkaya vom zuständigen Polizei-Abschnitt 42 in der Hauptstraße.

Die Reaktion der Falschparkenden auf die Aktion zeigt, dass trotz des Wissens um die Regeln für Busspuren, kaum Einsicht vorhanden ist. Deshalb soll die Aktion auch im kommenden Jahr weiter durchgeführt werden, um über einen längerfristigen Kontrolldruck nachhaltigere Effekte zu erzielen.

Kontakt:

Bezirksstadträtin Christiane Heiß
Telefon: (030) 90277-6000