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Neue Gedenktafel für Eduard Bernstein

von links n. rechts: Holger Hübner (stellv. Vors. Der Historischen Kommission der Berliner SPD), Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Gudrun Blankenburg, Klaus Leesch, Dr. Heinrich W. Wörmann (Vors. Der Historischen Kommission der Berliner SPD)

von links n. rechts: Holger Hübner (stellv. Vors. Der Historischen Kommission der Berliner SPD), Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Gudrun Blankenburg, Klaus Leesch, Dr. Heinrich W. Wörmann (Vors. Der Historischen Kommission der Berliner SPD)

Pressemitteilung Nr. 443 vom 16.09.2016

Seit Mittwoch, dem 14. September ziert eine neue Gedenktafel für den Sozialdemokraten Eduard Bernstein den Vorgarten des Hauses in der Bozener Straße 18. Die im Jahre 1981 vor dem Haus angebrachte Tafel verschwand im Jahr 2014 spurlos und blieb bis heute verschollen. Aufgrund seiner großen Verdienste für Schöneberg beschloss Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, eine neue Gedenktafel vor dem Haus anbringen zu lassen. „Gedenktafeln, aber auch die Stolpersteine im Bezirk sind deutliche Zeichen der lebendigen Gedenk- und Erinnerungskultur im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Sie zeigen, dass wir die Geschichte in das tägliche Leben tragen und das geistige Erbe bedeutender Schöneberger Persönlichkeiten wie Eduard Bernstein wach halten.“, so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler am Rande der Einweihungsfeierlichkeiten.

Der Text der Tafel lautet:

HIER WOHNTE VON 1918 – 1932
EDUARD BERNSTEIN
6.1.1850 – 18.12.1932
SOZIALDEMOKRATISCHER THEORETIKER
STADTVERORDNETER UND STADTRAT
IN SCHÖNEBERG 1910-1921
MITGLIED DES DEUTSCHEN REICHSTAGES
1902-1907, 1912-1918 UND 1920-1928

Eduard Bernstein lebte von 1850 bis 1932 und wohnte bis zu seinem Tode in der Bozener Straße. In der damals noch selbständigen Stadt Schöneberg gehörte er von 1910 bis 1919 der Stadtverordnetenversammlung an und wirkte auch von 1919 bis 1921 als unbesoldeter Stadtrat. Von 1902-1907, 1912-1918 UND 1920-1928 war er Mitglied des Reichstages. Als Vorreiter der modernen Sozialdemokratie hat Bernstein mit seinem Bekenntnis zu einem pluralen und demokratischen Rechtsstaat neue Denkanstöße in seine Partei eingeführt.

Infos unter: Bezirksbürgermeisterinnenbüro, Tel. 90277 – 2301