Verein bekommt Grundstück für Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Baustadtrat Daniel Krüger, Vereinsvorsitzende Martina Fiebelkorn und Geschäftsführerin Annette Maurer-Kartal
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Baustadtrat Daniel Krüger, Vereinsvorsitzende Martina Fiebelkorn und Geschäftsführerin Annette Maurer-Kartal
Pressemitteilung Nr. 361 vom 01.08.2016

Ab 1. September 2016 wird das Grundstück Torgauer Str. 25 an den Verein Stadtteilverein Schöneberg e.V. zur Nutzung übergeben, um hier den Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber zu erschaffen. Schon jetzt weisen Informationstafeln auf dem Grundstück auf dieses Projekt hin.
Der entsprechende Nutzungsvertrag wurde am Montag, dem 25. Juli 2016 vom Bezirksamt und dem Verein in Anwesenheit von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Baustadtrat Daniel Krüger, der Vereinsvorsitzenden Martina Fiebelkorn und der Geschäftsführerin Annette Maurer-Kartal unterschrieben.
Vor vier Jahren begannen der Verein und der Arbeitskreis Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber, sich für das Grundstück und seine Geschichte zu interessieren. Die Idee eines Lern- und Gedenkortes wurde geboren: ein Treffpunkt, ein Ausstellungsort, ein Diskussionsort und Begegnungszentrum soll die Geschichte des Widerstandes und Julius Lebers, aber auch die politische Arbeit der Annedore Leber sichtbar machen. Die ehemalige Kohlenhandlung nutzte Julius Leber für den Aufbau und als geheimen Treffpunkt des zivilen Widerstandes gegen die NS-Diktatur. Nach dem Krieg ließ Annedore Leber auf dem zerstörten Grundstück für den Aufbau des Mosaik Verlages ein neues Gebäude errichten, welches in Teilen heute noch existiert. Lange Jahre passierte nichts mit dem Gebäude und Grundstück, das unsichtbar in Mitten eines Gewerbebandes lag. Das Grundstück ist heute umringt von einer neu gestalteten Parkanlage und damit wieder gut sichtbar.

„Mit der Unterzeichnung des Nutzungsvertrages ist jetzt für den Verein der Weg frei, die konkrete Umsetzung des Lern- und Gedenkortes in Angriff zu nehmen. Natürlich wird auch das Zeit brauchen, aber das Bezirksamt hat seinen Teil dazu beigetragen und das Grundstück zur Verfügung gestellt. Die Geschichte soll sichtbar gemacht werden am authentischen Ort.“, freut sich Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Baustadtrat Daniel Krüger: „Durch die Lage und die Beschaffenheit des Grundstücks waren die Verhandlungen ein Stück weit herausfordernd. Wir haben jedoch gemeinsam einen Weg gefunden, den ich sehr begrüße. Dem Stadtteilverein e.V. wünsche ich bei der weiteren Arbeit viel Erfolg.“

Kontakt: Bezirksstadtrat Daniel Krüger, Tel. 90277-2261