2te Veranstaltung zum Thema Flüchtlinge in Arbeit

2te Veranstaltung zum Thema Flüchtlinge in Arbeit - von links nach rechts: Martina Marijnissen (Leiterin der Witschftsförderung), Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler

2te Veranstaltung zum Thema Flüchtlinge in Arbeit - von links nach rechts: Martina Marijnissen (Leiterin der Witschftsförderung), Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler

Pressemitteilung Nr. 044 vom 09.02.2016

Unternehmen und Bezirk erarbeiten gemeinsam Aktionsplan

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler geht gemeinsam mit Unternehmen des Bezirks die Thematik „Flüchtlinge in Arbeit„ an. Wichtige Grundpfeiler einer gelungenen Integration sind der Erwerb der Sprache und die Möglichkeit zu arbeiten, um für seinen Lebensunterhalt sorgen zu können.
Um den Schritt in ein geregeltes Berufsleben zu erleichtern, lud Bezirksbürgermeisterin
Angelika Schöttler daher gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Anfang Februar zur zweiten Runde zum Thema „Flüchtlinge in Arbeit“ ein.
Eingeladen waren: Unternehmen des Bezirks und der bezirklichen Netzwerke, die Arbeitsagentur, die IHK, die Handwerkskammer, die Jugendberufsagentur und andere Akteure des Bezirks.

Dazu traf sich die Akteursgruppe am 4. Februar bei der Omicron Energy Solutions GmbH.
Im Gespräch kristallisierte sich deutlich heraus, dass insbesondere der Ausbildungsmarkt von den Unternehmen bedient werden kann.
Nach einer lebhaften Diskussion kommen die anwesenden Unternehmen zum Ergebnis, dass sie bei einer nach wie vor angedachten Veranstaltung mit geflüchteten Menschen und Unternehmen kein klassisches Messe-Format bedienen wollen, da sie dieses aufgrund zu großer Hemmschwellen für die Zielgruppe als nicht erfolgsversprechend erachten. Die Gruppe einigte sich darauf, ein kleineres persönlicheres Format zu wählen. Dabei richtet sich das neue Format insbesondere an kleine und mittelständige Unternehmen. Zur Vermittlung von Ausbildungsplätzen soll vor allem auch die Jugendberufsagentur mit bereits registrierten jungen Leuten einbezogen werden.
Als wichtig erachtet wird auch, die Unternehmen davon zu überzeugen, Flüchtlinge als Azubis anzustellen. Voraussetzung hierfür ist die Akzeptanz in der Belegschaft, ein Kümmerer, der als Ansprechpartner_in für die jungen Leute zur Verfügung steht. Dabei sollte man insbesondere auf die Fachkräftesicherung für die Zukunft abstellen. Es gibt die Überlegung, dass in den Netzwerken jeweils eine Person bestimmt wird, die die Auszubildenden betriebsübergreifend betreut.

Um weitere konkrete Vorschläge zu erarbeiten, bildet sich eine Arbeitsgruppe zu der je ein/ -e Vertreter_in der Netzwerke gehört, die Wirtschaftsförderung, sowie die für Flüchtlinge zuständige Mitarbeiterin der Integrationsbeauftragten. Erfahrene freie Träger sollten dazukommen, damit die Gruppe von deren Erfahrungen und Portfolio profitieren kann.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam zu diesen Ergebnissen gekommen sind und bin begeistert wie schnell wir konkrete Verabredungen über das weitere Vorgehen getroffen haben. Die kleine Arbeitsgruppe, die aus der großen Gesprächsrunde entstanden ist, wird jetzt an den unterschiedlichen Ansätzen arbeiten und trifft sich bereits in zwei Wochen wieder. Wichtig ist mir in dieser Arbeitsgruppe, dass der Anteil an Unternehmen überwiegt. Das ist ein gutes Zeichen“, so Bezirksbürgermeisterin Schöttler.

Die Auftaktveranstaltung zu Flüchtlinge in Arbeit fand bereits am 8. Dezember letzten Jahres bei der Firma Barthelt & Sohn statt.
Diese Aktivitäten sind Teil des seit vier Jahren von der Bezirksbürgermeisterin in Tempelhof-Schöneberg verfolgten Weges, die Themen Fachkräfteakquise und Ausbildungsplätze gemeinsam mit den Unternehmen voranzubringen.

Ansprechpartnerin: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Tel. 90277- 2300