Bezirksbürgermeisterin bedankt sich für Engagement gegen Rechtsextremismus

Pressemitteilung Nr. 041 vom 05.02.2016

In der Nacht zu Mittwoch wurden im Ortsteil Friedenau – vor den Häusern in der Dickhardt-, Saar-, Wilhelm-Hauff-, Handjery-, Sponholz- und Wielandstraße – 35 Stolpersteine beschmiert.

Das vom Künstler Gunter Demnig vor ca. 20 Jahren initiierte Projekt „Stolpersteine“ ist in seiner Gesamtheit eines der größten dezentralen Mahnmale zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.
Der antisemitische Anschlag auf die Gedenksteine war leider nicht der erste in Friedenau.
„Sie sind offensichtlich ein ‚Stein des Anstoßes‘ für Rechtsradikale oder Vergangenheitsleugner“, so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.
Engagierte Bürger_innen haben die Schmierereien schon beherzt selbst entfernt.

„Die Stolpersteine zu pflegen ist eine bedeutsame Art zu zeigen – ‚wir stehen hier für die Erinnerung an einen Menschen und möchten nicht, dass sein Schicksal verschwiegen wird‘!

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Initiativen und Bürger_innen für Ihren Einsatz. Es ist erschreckend, dass in unserem Kiez diese Vorfälle immer wieder auftreten und ich verurteile diese rechtsextremistischen Taten zutiefst.
Umso mehr freue ich mich über die Engagierten, die sich von diesen Vorfällen nicht abschrecken lassen und damit Bürgercourage zeigen! “

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg sind bereits über 600 Stolpersteine verlegt worden.
Das Bezirksamt ist dabei, eine halbe Stelle für die Koordinierung von Stolpersteinen im Bezirk auszuschreiben.
Bis diese besetzt ist, soll ab 15. Februar ein Halbjahresvertrag abgeschlossen werden, damit die Verlegung neuer Stolpersteine endlich wieder unterstützt werden kann.

Kontakt: Büro der Bezirksbürgermeisterin, Tel. 90277 2301