Feierlicher Akt zur Umbenennung der Einemstraße in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße

Pressemitteilung vom 18.12.2013

Seit gestern heißt der Tempelhof-Schöneberger Teil der Einemstraße nun
Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße. Auf Einladung von Bezirksstadtrat Daniel Krüger kamen über 70 Menschen zur feierlichen Enthüllung des Straßenschildes.
Neben Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Bezirksstadtrat Oliver Schworck ließen es sich auch zahlreiche Abgeordnete und Bezirksverordnete sowie VertretreterInnen der LGBT-Community nicht nehmen, an dem feierlichen Akt zur Umbenennung der Einemstraße in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße teilzunehmen.

Karl von Einem war von 1903 bis 1909 preußischer Kriegsminister. Während dieser Zeit forderte er die Vernichtung von homosexuellen Männern. Mit seinen Ansichten gilt er auch als Wegbereiter des Nationalsozialismus.

Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) war der erste bekannte Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen. Bereits 1867 forderte er auf dem Deutschen Juristentag die Abschaffung antihomosexueller Gesetze.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:
„Ich bin sehr froh darüber, dass Karl Heinrich Ulrichs, Vorkämpfer der Emanzipationsbewegung der Homosexuellen, heute diese lange verdiente Würdigung erhalten hat und der Name Einem aus dem Tempelhof-Schöneberger Straßenbild verschwunden ist. Mein Dank gilt all denjenigen die sich in den letzten Jahren sehr beharrlich für diese Umbenennung eingesetzt haben.“