Säntisstraße: Ein Drittel der Kleingärten wird gerettet

Pressemitteilung vom 11.12.2013

Auf Initiative des Bezirksamtes wurde in mehreren Gesprächsrunden zwischen Bezirksamt, Kleingärtnervertretern, Investor und einem Vertreter der Anwohnerinnen und Anwohner auf die nunmehr von allen unterzeichnete Absichtserklärung hingearbeitet. Damit war die Verhandlungslösung, auf die das Bezirksamt von Anfang an gesetzt hat, um Kleingärten in der Säntisstraße zu erhalten, erfolgreich.
Zur Erinnerung: Der Flächennutzungsplan weist hier Gewerbe- und Industriegebiet aus. Dass dennoch – obwohl das geltende Planungsrecht dem entgegensteht – auf einer Teilfläche parallel zur Säntisstraße und orientiert zur Schwechtenstraße, von den Bahngleisen bis zur künftigen Logistik reichend, ca. ein Drittel der Kleingärten für die nächsten 25 Jahre erhalten bleiben kann, war ein ambitioniertes Ziel angesichts der bestehenden juristischen Auseinandersetzungen.

Mit der Absichtserklärung konnte man sich darauf einigen, dass ein Drittel der Fläche weiterhin den Kleingärtner/innen zur Verfügung steht, ein weiteres Drittel soll durch nicht wesentlich störendes Gewerbe bebaut werden; dabei soll auf die gegenüberliegende Wohnbebauung Rücksicht genommen werden. Auf dem Drittel, das an die Säntisstraße 89 angrenzt, will der Investor seinen Logistikstandort realisieren.

Zitat Bezirksstadträtin Sibyll Klotz : „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, die Bebauung mit Logistik so gering wie möglich zu halten und bei der gewerblichen Nutzung auf die umgebende Wohnbebauung Rücksicht zu nehmen. Am meisten aber freut mich, dass 78 Kleingartenparzellen gerettet werden konnten.“

Zitat Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler : „Ich begrüße sehr, dass alle Gesprächsparteien zu Kompromissen bereit waren. Mit der jetzigen Lösung wird es an der Säntisstraße auch weiterhin ein buntes Kleingartenleben geben. Das ist auch dem Investor zu verdanken, der Entgegenkommen gezeigt hat. Ich setze weiterhin auf die Kooperation mit ihm, um wohnverträgliches Gewerbe und damit Arbeitsplätze im Bezirk zu halten und neu anzusiedeln, sodass der Wirtschaftsstandort Tempelhof-Schöneberg weiter wachsen kann.“

Kontakt: Büro der Bezirksbürgermeisterin, Tel. 90277 2301