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Tempelhof-Schöneberg geht voran beim Abbau von Barrieren

Pressemitteilung vom 09.11.2012

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Herr Uli Seiler vom bezirklichen Beirat von und für Menschen mit Behinderung stellten am 08.11.2012 im Rahmen einer gut besuchten Pressekonferenz im Casino des Rathauses Schöneberg eine Prioritätenliste vor zum systematischen Abbau von Barrieren im öffentlichen Verkehrsraum des Bezirks. Die Prioritätenliste wurde von Herrn Seiler an Baustadtrat Herrn Daniel Krüger überreicht, der sich hierfür ausdrücklich bedankte.

„Mehr als 3000 Bordsteinkanten sind noch abzusenken und ca. 10.000 taktile Bodenplatten sind noch an Kreuzungen zu installieren, um eine möglichst gefahrlose und barrierefreie Wegstreckenführung vorhalten zu können“, beschreibt Uli Seiler die Ausgangslage.
„Da fast die Hälfte aller Wegstrecken zu Fuß zurück gelegt werden, möchten wir dies gerade Menschen ermöglichen , die ein handicap haben, also Rollstuhlfahrern, blinden Menschen, Senioren oder auch Eltern mit Kinderwagen“, erläutert Angelika Schöttler, die dem Beirat von und für Menschen mit Behinderung den Rücken gestärkt hat bei der Erstellung der Prioritätenliste.
„Die nun fertig gestellte Prioritätenliste kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, fügt die Bezirksbürgermeisterin hinzu.
„Denn,“ ergänzt Baustadtrat Daniel Krüger „der Senat hat in diesem Herbst erstmalig den Bezirken Sondermittel aus dem Programm ‚Fußverkehrsstrategie’ zur Verfügung gestellt zur barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Straßenlandes. Mit Hilfe der vorgelegten Prioritätenliste des Behindertenbeirates konnten wir diese Mittel rasch zielgerichtet abrufen. Am 19.11.2012 wird an den ersten Kreuzungsbereichen aus der Liste mit den Tiefbauarbeiten begonnen.“ Er gehe davon aus, dass bis zum Ende des Jahres sieben Kreuzungsbereiche fertig gestellt werden können.
Die 52 Verkehrspunkte der Prioritätenliste wurden vom Behindertenbeirat ausgewählt nach ihrer Bedeutung für sinnvolle Wegeverbindungen, etwa von einer Seniorenwohnanlage ausgehend zum nächsten barrierefreien U-Bahnhof. Grundlage und Voraussetzung der Prioritätenliste stellen die von agens e.V. erhobenen und dem Bezirksamt zur Verfügung gestellten Daten über Barrieren im öffentlichen Raum dar. Projektleiter Christian Hecker hat diese Daten nach Vorgaben des Behindertenbeirates aufbereitet, und auf der Pressekonferenz mit ausgewählten Beispielen aus der Prioritätenliste anschaulich für die Anwesenden erläutert.

Franziska Schneider, Beauftragte für Menschen mit Behinderung, dankt den Autoren der Prioritätenliste und fasst zusammen: „Die Prioritätenliste ist das Produkt einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem bezirklichen Tiefbauamt und dem Beirat von und für Menschen mit Behinderung. Hier trifft Fachkompetenz auf Betroffenenkompetenz.“

Kontakt:
Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Tel. 90277-7255