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Stadtentwicklungsdezernentin Dr. Klotz will das attraktive Wohnquartier zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz erhalten – zukünftig keine neuen störenden Gastronomiebetriebe mehr

Pressemitteilung vom 07.09.2012

Der Kiez zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz ist gleichermaßen beliebt bei den Anwohnern und Berlin-Besuchern. Das Nebeneinander von Wohnen und einer Vielzahl von Gastronomiebetrieben führt jedoch seit Jahren zu Konflikten. Frau Dr. Sibyll Klotz , Dezernentin für Stadtentwicklung, informiert die Öffentlichkeit, dass zukünftig bei der Beurteilung neuer Genehmigungsanträge für Restaurants, Bars und Cafes ein strenger Maßstab angelegt wird und diese einer intensiveren Prüfung durch das Stadtentwicklungsamt unterliegen.

Frau Dr. Klotz: „ich möchte, dass die attraktive Mischung von Wohnen und Gewerbe im Kiez erhalten bleibt und der noch vorhandene Einzelhandel nicht von weiteren Restaurants und Fast-Food-Läden verdrängt wird.“
Bei einer Bestandsuntersuchung im Sommer 2012 wurde festgestellt, dass im Wohngebiet “Maaßenstraße“ zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz sowie in den darin liegenden Seitenstraßen die Anzahl der Gastronomiebetriebe stark zugenommen hat und nun ein Zustand erreicht wurde, der zu städtebaulichen Spannungen in dem Gebiet führt. Durch diese gastronomische Überversorgung werden alteingesessene Handelsbetriebe und wohnungsnahe Dienstleistungen wie Friseure oder Reinigungen zurückgedrängt. Der zunehmende Verkehr und Lärm führt zur Belastung des Wohngebiets. Die sich so immer mehr zuspitzende Situation zwischen den Anwohnern und den vorhandenen Restaurants, Bars, Cafes und Imbissbetrieben soll dadurch entschärft werden, dass ab sofort eine stärkere planungsrechtliche Steuerung der gastronomischen Einrichtungen vorgenommen wird.

In dem als Wohngebiet ausgewiesenen Bereich an der Maaßenstraße sowie dem gemischten Gebiet am Nollendorfplatz sind Schank- und Speisewirtschaften nur noch zulässig, wenn sie wirklich der Gebietsversorgung dienen und die Grundversorgung des Wohnquartiers nicht beeinträchtigen. Ist die verträgliche Anzahl überschritten, kann die Verwaltung Funktionsstörungen feststellen und im Einzelfall Restaurants, Bars und Cafes nicht mehr zulassen. Bereits bestehende Gastronomiebetriebe haben jedoch Bestandschutz.