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Senat stoppt Neubauplanung – gegen den Hellweg-Baumarkt an der Yorckstraße bestehen erhebliche Bedenken

Pressemitteilung vom 29.04.2011
Bezirksstadtrat Bernd Krömer
Bezirksstadtrat Bernd Krömer
Bild: Bernd Krömer/Pressestelle

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat den Bezirk Tempelhof-Schöneberg heute darüber informiert, dass gegen die Neubauplanung eines Bau- und Gartenmarktes an der Yorckstraße erhebliche Bedenken bestehen. Diese Information bestätigte heute Baustadtrat Bernd Krömer. „Ich bin froh,“ so Baustadtrat Krömer, „dass die kritische Haltung Tempelhof-Schönebergs gegenüber dieser Planung von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitgetragen wird.“ Probleme sieht die Senatsverwaltung bei den Verkehrsfragen und der Einbindung in das städtische Einzelhandelsgefüge. Insbesondere wird jedoch die fehlende städtebauliche Qualität bemängelt. „Der vorgelegte Planungsentwurf ist hinsichtlich Lage, Ausrichtung und Fassadengestalt der Baukörper sowie Frei- und Grünflächengestaltung mit der anzustrebenden städtebaulichen Aufwertung des Areals und der Stärkung der angrenzenden Wohngebiete nicht vereinbar,“ zitiert der Baustadtrat Krömer aus dem Schreiben der Senatsverwaltung.
Direkt an der Bezirksgrenze zu Tempelhof-Schöneberg plant der Nachbarbezirk Friedrichshain-Kreuzberg im sogenannten Yorck-Dreieck den Neubau eines Baumarktes mit rund 11.000m² Geschossfläche. Die Federführung bei dieser Planung hat der Nachbarbezirk, ein Teil der Grundstücksfläche liegt jedoch in Tempelhof-Schöneberg. Baustadtrat Krömer: „Damit sind wir im B-Planverfahren beteiligt.“ Das südlich angrenzende Wohnviertel liegt in einem QM-Gebiet, außerdem soll der Bereich durch den Stadtumbau West aufgewertet werden. Im letzten Jahr führte Tempelhof-Schöneberg mehrere Werkstattgespräche durch, in denen gemeinsam mit den Anwohner die zukünftige Gestaltung des Grünzuges zwischen dem Gleisdreieck und dem Südgelände diskutiert wurde. „Als Ergebnis aus dieser Bürgerbeteiligung,“ so Krömer weiter, „beschloss das Bezirksparlament im November, die konzeptionellen Anforderungen in dem Hellweg-Bebauungsplan abzusichern. Alle bisherigen Einwendungen aus unserem Bezirk wurden bis jetzt jedoch ignoriert.“
Da der geplante Baumarkt die dringenden Gesamtinteressen Berlins berührt, müssen zunächst die von der Senatsverwaltung formulierten gesamtstädtischen Bedenken ausgeräumt werden. „Das Vorzeigeprojekt des grünen Bezirksbürgermeisters Dr. Franz Schulz hat damit einen kräftigen Dämpfer erhalten,“ Baustadtrat Krömer abschließend. „Ich kann nur hoffen, dass es in der Überarbeitung der Planung jetzt zu der von allen Seiten geforderten städtebaulichen Qualität kommt.“