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In Tempelhof-Schöneberg leben berlinweit fast die meisten über 100-Jährigen.

Pressemitteilung vom 17.12.2010

Das Bezirksamt will der Sache „auf den Grund“ gehen

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg leben z.Zt. 182 Männer und Frauen, die bereits über 100 Jahre alt sind. Damit leben hier im Verhältnis zur Einwohnerzahl fast genauso viele Hochaltrige, wie in den „gesunden“ Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf, wo die Lebenserwartung Berlinweit schon immer am höchsten war. In allen anderen Bezirken ist ihr Anteil nicht einmal halb so hoch. Gründe für dieses Phänomen sind bisher nicht bekannt. Die Stadträtin für Gesundheit und Soziales Dr. Sibyll Klotz hat dieses zum Anlass genommen das Projekt „Über 100-Jährige in Tempelhof-Schöneberg“ ins Leben zu rufen. In Kooperation mit dem Pestalozzi-Fröbel-Haus sowie der Fotografin Marion Schütt wird das Bezirksamt sich in den nächsten Monaten konkreter mit dem Thema befassen.

Diese hochaltrigen Menschen blicken auf ein langes und vielschichtiges Leben zurück und verfügen über einen Schatz an Erfahrungen und Erlebnissen. Der Prozess des Alterns führt in diesem Alter zwar zwangsläufig zu einem Nachlassen der körperlichen und geistigen Kräfte, aber die Beteiligten meinen, dass dieses nicht so überzeichnet werden sollte, dass fast alle sehr alten Menschen dement und pflegebedürftig sind. Das Alter hat auch viele positive Seiten. Viele alte Menschen verbringen ihren Lebensabend in Würde und Zufriedenheit und in relativer körperlicher und geistiger Fitness.

All dieses will das Bezirksamt durch Gespräche mit den Menschen herausfinden, aber insbesondere auch erfahren, was sie für ihre Gesundheit getan haben und was sie meinen, weshalb sie dieses hohe Alter erreicht haben.

Schöne Porträts und sonstige Fotos sollen die Befragten dokumentieren. Die Ergebnisse des Projektes sollen etwa Mitte 2011 in einem Katalog und in einer Ausstellung öffentlich präsentiert werden.
Das Bezirksamt sucht insbesondere noch über 100-Jährige Männer, die sich für die Gespräche zur Verfügung stellen. Meldungen hierfür an Herrn Freese, Tel. 90277 4780.

Infos: Herr Freese, Tel. 90277 4780