"Der Dichter und das Zeitgewissen": Friedrich Wolf - "Leben, Familie und Werk" Multimediale Ausstellung im Rathaus Schöneberg

Pressemitteilung vom 16.01.2008

Am 19. Januar, 15.30 Uhr , eröffnen der Vorstandsvorsitzende der

Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Hans Wall, der Bezirksbürgermeister von

Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band, und der Literaturwissenschaftler

Prof. Dr. Hermann Haarmann die repräsentative Ausstellung

„Der Dichter und das Zeitgewissen“: Friedrich Wolf – Leben, Familie und Werk im Rathaus Schöneberg in Berlin.

Bereits im Oktober 2007 hatten sich mehr als 1.000 Besucher bei der Präsentation der Ausstellung im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur mit dem Wirken
Friedrich Wolfs vertraut gemacht. Aufgrund des großen Erfolges und des enormen Interesses zeigt die Friedrich-Wolf-Gesellschaft „Der Dichter und das Zeitgewissen“ nun bis zum 16. Februar 2008 im Rathaus Schöneberg .

Nach der Eröffnung der Ausstellung widmet sich eine Veranstaltung dem literarischen Schaffen Wolfs. In der besonderen Atmosphäre der stilvollen Bibliothek des Rathauses liest um 16.30 Uhr die Schauspielerin Marlies Ludwig Auszüge aus dem Roman
„Zwei an der Grenze“ (1938). Die vom Mitglied des Vorstands,
Prof. Dr. Hermann Haarmann, moderierte Lesung stellt die Frage nach der Aktualität des wolfschen Oeuvres.

Mit der Ausstellung wurde ein langfristiges Vorhaben der Gesellschaft zur Neubewertung Friedrich Wolfs Wirklichkeit. Die im Auftrag der Friedrich-Wolf-Gesellschaft vom
B&S Siebenhaar Verlag gemeinsam mit der Agentur FT Wild gestaltete Exposition spiegelt in fünf Kapiteln das Leben und Werk des Arztes, Schriftstellers und Revolutionärs Friedrich Wolf (1888-1953) wider. Sie führt durch alle Stationen seines bewegten Lebens – Kindheit und Jugend, Lebensreformbewegung, die beiden Weltkriege, das Exil und die Zeit des Neubeginns nach 1945. Neben zahlreichen Fotos, Werkauszügen, ausgewählten Film- und Tondokumenten werden auch Exponate aus dem persönlichen Nachlass gezeigt.

Die Gesamtschau auf Friedrich Wolf ist in Umfang und Qualität erstmalig und entstand in enger Zusammenarbeit der Kuratoren Prof. Dr. Klaus Siebenhaar und
Prof. Dr. Hermann Haarmann mit der Familie Wolf, der Akademie der Künste sowie der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz bei Oranienburg.

Begleitend zur Ausstellung finden im Rathaus Schöneberg am 23. Januar (Dienstag), 30. Januar (Dienstag), 6. Februar (Mittwoch) und 14. Februar (Donnerstag), jeweils um 17.00 Uhr, Führungen statt.

Am Samstag, dem 26. Januar, 15.00 Uhr, wird die Potsdamer Medienwissenschaftlerin Dr. Ingrid Pietrzynski zum Thema „Friedrich Wolf und der Rundfunk“ referieren und die Auftritte des Schriftstellers im Rundfunk der Weimarer Republik vorstellen.

Die 1992 in Berlin gegründete Friedrich-Wolf-Gesellschaft bewahrt und erforscht das literarische und medizinische Werk Wolfs. In zahlreichen kulturellen Veranstaltungen gibt sie sein Erbe weiter.

Rückfragen zu Inhalt und Aufbau der Ausstellung bitte an:

Prof. Dr. Klaus Siebenhaar, Tel.: 0177/ 884 28 59.

Fragen zur Arbeit der Friedrich-Wolf-Gesellschaft an:

Cornelia Berndt, Tel: 03301/ 524 480 oder mobil: 0177/ 6801665.