Newsletter Juli und August 2019

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Bild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Liebe Leserin, lieber Leser,

fast zu heiß zum Rausgehen? Dann wünsche ich einen kühlen Kopf, lesen Sie erstmal die neuen Kultur-News und wählen Sie das Beste aus. Ich bin sicher, da gibt es Angebote, die Sie das Wetter vergessen lassen:

Zum Beispiel die erste ARENA-Performance auf der Freifläche in der Pallasstraße. Oder die kreativen OpenAir-Workshops aus dem gemeinsamen Sommerprogramm der Volkshochschulen.

Oder Sie gehen in eine kühle Kirche? Orientalische Musik für die arabische Laute Ud, Perkussion, Flöten und Streichinstrumente hören Sie in der Dorfkirche Tempelhof am Reinhardtplatz.

Oder Sie machen einen historischen Spaziergang zum „Schwerbelastungskörper“ und erfahren dessen Geschichte.

Auch angenehm kühl: die Museen, oder die Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg, um weitere Biographien vermehrt.

Schon etwas kühler: Im September, wenn die Sommerferien vorbei sind, starten neue Musikkurse für Kinder in der Musikschule.

Uncool: Früh- und Zwangsverheiratung! Dazu gibt es im August eine Ausstellung in der VHS.

Die coolsten Neuerscheinungen werden gemeinsam im „Sommerleseclub“ gelesen und bewertet – in allen Standorten der Stadtbibliothek.

Weitere Infos folgen bald, schauen Sie auf unsere Websites.

Mit herzlichen Grüßen für die heißen Sommerwochen
und behalten Sie Ihren kühlen Kopf

Stefan Bruns
Leiter des Kulturamts Tempelhof-Schöneberg

Kunst, Kultur, Museen

Druckfrisch

Hier sehen Sie das neue Booklet
Bild: Museen Tempelhof-Schöneberg

Unser neues Programm-Booklet Kunst-Kultur-Geschichte für Juli – Oktober

Wir freuen uns sehr, Ihnen zum Sommerbeginn wieder unser vielfältiges Kunst- und Kulturprogramm von Juli bis Oktober mit über 50 Veranstaltungen vorstellen zu können. Entdecken Sie gemeinsam mit uns die Kunst-, Kultur-und Geschichtsorte im Bezirk – kostenfrei und offen für alle. Unser handliches Programm-Booklet des Fachbereichs Kunst, Kultur und Museen in Tempelhof-Schöneberg mit allen Highlights von Juli bis Oktober 2019 erhalten Sie in vielen Einrichtungen des Bezirks – und hier als PDF zum Download.

Dezentrale Kulturarbeit

ARENA – #1: Intro

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie eine Lautsprecherskulptur vor einem Mehrfamilienwohnhaus in der Pallasstraße
Bild: Arena: a Speakers Sculpture

Konzerte, Performances, Lesungen
20. Juli I 17 – 21 Uhr / 21. Juli I 15 – 20 Uhr
Ort: Freifläche in Höhe Pallasstr. 5

Mit der Lautsprecherskulptur ARENA von Benoit Maubrey entsteht vor dem Pallasseum ein temporäres Kunstwerk, das zugleich als Medium und Ort sozialer Interaktion genutzt werden kann. Sie ist Kunstobjekt, Speakers- Corner, interaktive Medienstation, Veranstaltungsort. Am 20. und 21. Juli wird die Skulptur mit einer Reihe von Konzerten, Performances und Lesungen als Spielfläche eröffnet.

Im Garten der Verwandlungen

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie zwei ängstliche Frauen als Skulpturen
Bild: Anette Hörtensteiner

Ausdruckstanz und Butoh
2. August I 19 Uhr und 3. August I 18.30 Uhr
Ort: Naturpark Schöneberger Südgelände, Giardino Segreto,
Prellerweg 47-49

Im Natur-Park Schöneberger Südgelände, einem stillgelegten Rangierbahnhof erobert von wilder und einzig-artiger Natur, wird ein ungewöhnliches Areal, der Giardino Segreto, mit seinen Skulpturen zur Bühne. Im Garten der Verwandlungen irren zwei Frauen mit ihren Schubkarren umher. Angelockt von durchdringenden Lauten begegnen sie sich an einem Schrein. Angstvoll öffnen sie ihn gemeinsam. Unheilvolle Kräfte entweichen, die Skulpturen werden lebendig, verwandeln die Frauen. Sie durchleben Unberechenbares, Erschütterndes.

Tickets: 13 €, erm. 10 € (inkl. 1 € Parkeintritt)

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Essay-Film, 30 min
29. August I 19 Uhr
Ort: Gyalpa, Merseburgerstraße 3, 10823 Berlin

Der Film zielt darauf ab, sowohl die offenen als auch subtilen Wege aufzuzeigen, mit denen sexistische, alltägliche, soziale Kommentare und Verunglimpfungen die individuelle Handlungsfähigkeit, den Ehrgeiz und das Selbstvertrauen von Frauen untergraben. Der Film bearbeitet vor allem das Banale in der Alltagssprache und hebt diese hervor. Die reine Eigenschaft der Frau, wird dazu genutzt etwas Negatives zu beschreiben, wie zum Beispiel die klassische Aussage; »du wirfst ja wie ein Mädchen«.

100 Jahre Berlin – Generation Kaiserzeit erzählt

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie Ulla M., Jahrgang 1911
Bild: Marion Schütt

Multimediale Lesetour und Publikumsgespräch
30. August I 18 Uhr
Mit Hanna Schygulla, Rainer Heinze; Moderation: Rita Preuß
Ort: Rathaus Friedenau, Theater Morgenstern, Rheinstraße 1, 12159 Berlin

Auf der neuen Lesetour, die im Vorfeld des 100-jährigen Jubiläums von »Groß-Berlin« (2020) entstanden ist, werden sechs 100jährige Menschen aus Tempelhof-Schöneberg multimedial vorgestellt (www.100-jahre-in-berlin.de). Sie erzählen, wie sie das Ende des Ersten Weltkriegs erlebt haben, als in Berlin überall die Glocken läuteten und sich die Leute auf der Straße umarmten, vom Besuch im verruchten »Eldorado« während der Weimarer Republik, von der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936, vom Kampf ums Überleben im Zweiten Weltkrieg, vom Handeln auf dem Schwarzmarkt in der Nachkriegszeit und vom Wiederaufbau in den beiden noch jungen deutschen Staaten.

Kommunale Galerien

Insgeheim

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie eine Fotografie von Friederike von Rauch
Bild: Friederike von Rauch

Fotografien von Friederike von Rauch
11. Juli I 19 Uhr, Führung mit Friederike von Rauch und Julia Rosenbaum
14. August I 19 Uhr, Buchvorstellung „Monastic“, Moderation: Dr. Birgit Möckel

Ausstellung vom 14. Juni bis 14. August
Ort: Haus am Kleistpark

Atmosphären, räumliche Zusammenhänge und die wechselseitige Beziehung von Architektur, Landschaft und Oberfläche stehen im Mittelpunkt der ausgestellten Arbeiten von Friederike von Rauch. Zeitlosigkeit geht von diesen Arbeiten aus, deren konzeptioneller Minimalismus den Blick auf Verborgenes ermöglicht, Wahrnehmung befreit und den Betrachter zu einer Spurensuche an Orten einlädt, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen. Fotografie stellt für die Künstlerin eine Möglichkeit dar, bewusst wahrzunehmen, sich hinzuwenden, zu konzentrieren und Klarheit zu erzeugen.

Subversiv

Ausstellung zum Kunstpreis des HAUS am KLEISTPARK 2019
Eröffnung und Preisverleihung am 29. August I 19 Uhr
Ausstellung vom 30. August – 9. Oktober
Ort: Haus am Kleistpark

Im Rahmen der Förderung professionell arbeitender Berliner Künstler_innen zeigen wir in dieser Gruppenausstellung Arbeiten der Nominierten zum Kunstpreis des HAUS am KLEISTPARK 2019. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Juryvorsitzende ist Dr. Stefanie Heckmann, Berlinische Galerie, Leiterin der Abteilung Bildende Kunst. Die Namen der Nominierten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Newsletters noch nicht bekannt.

bauhaus

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie eine Fotografie eines Treppenaufgangs mit Handlauf
Bild: Stefan Berg

gesehen von Stefan Berg
17. Juli I 19 Uhr, Führung mit Stefan Berg und Kurator Harald Theiss
Ausstellung 7. Juni – 11. August
Ort: Haus am Kleistpark I Projektraum

Im Themenjahr 100 Jahre Bauhaus lässt Stefan Berg über eine zeitgenössische Bildsprache, losgelöst vom bisher allgemein bekannten kulturhistorisch und architektonischen Diskurs, das Modell bauhaus denken in der Gegenwart sichtbar werden. Ziel des Künstlers ist es, die Idee des bauhaus bildhaft darzustellen: die Modernisierung und Gestaltung einer Gesellschaft anschaulich, aber auch spürbar zu machen. Mit einem konzentrierten fotografischen Blick untersucht Berg, ob und wie sich die Idee bauhaus am Beispiel des Dessauer Gebäudes manifestiert.
Kurator der Ausstellung ist Harald Theiss.

Revier

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie eine Fotografie einer Parkbank, die im Grünen steht
Bild: Daniela Friebel

Fotografien von Daniela Friebel

Vernissage 20. August I 19 Uhr
Ausstellungsdauer 23. August – 20. Oktober
Ort: Haus am Kleistpark I Projektraum

In der Nacht, wenn der Lärm Berlins verstummt, trägt das Schlagen und Schluchzen der Nachtigallen im Frühling über mehrere Straßen. Bei der Wahl ihres Revieres scheinen nicht wenige die Schallverstärkung durch Brückenkörper zu nutzen, die Lautstärke einer S-Bahn übertönen sie spielend. Auf nächtlichen Streifzügen hat sich Daniela Friebel auf die Suche nach Nachtigallen in Tempelhof-Schöneberg begeben und diese Orte anschließend bei Tageslicht fotografiert. Die Bilder zwischen Platz der Luftbrücke und Mauerweg zeigen Orte, die sonst wenig Beachtung finden und reflektieren den Begriff „Revier“ auf vielschichtige Weise.

Experimente

Neunte Tempelhofer Kunstausstellung
Vernissage 20. Juni I 19 Uhr
Ausstellungsdauer 21. Juni – 25. August
Ort: Galerie im Tempelhof Museum

Zum neunten Mal in Folge zeigen ortsansässige, semi-professionell arbeitende Künstler_innen ihre Arbeiten aus den Disziplinen Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Es stellen aus: Sanaa Ammar, Antonius, Wilhelm Bongartz, Gilda Brefeld, Aenne Burghardt, Fidels Daughter, Ulla Enghusen, Volker Franzius, Marianne Hönemann-Draeger, Ernstfriedrich Jünger, Petra Klein, Karen Lang, Renate Meßmacher,
Anne Niehenke-Mölders, Barbara Pfitzner, Grietje Willms.

Museen Tempelhof-Schöneberg

Neue Ausstellung am Schwerbelastungskörper

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie den Schwerbelastungskörper
Bild: Museen Tempelhof-Schöneberg

Kostenlose öffentliche Führungen jeden Sonntag um 16 Uhr!

Ort: Informationsort Schwerbelastungskörper,
General-Papestraße 100, Tor 1, 12101 Berlin
Geöffnet: Di, Mi, Do, Sa und So 14 – 18 Uhr

Eine neue Ausstellung im Besucherpavillon informiert über die Baugeschichte des Betonzylinders und bettet diesen in den historischen Kontext ein. Der 12.000 Tonnen schwere Belastungskörper wurde im Zuge der nationalsozialistischen Stadtplanung errichtet und ist eines der letzten Relikte der utopischen und menschenverachtenden Umbaupläne. Im Auftrag des verantwortlichen Generalbauinspektors Albert Speer wurden tausende Menschen Opfer von Wohnungsverlust, Zwangsarbeit und Deportation.

Buchungsanfragen für Gruppenführungen bitte unter Tel. (030) 90277 6163 oder unter museum@ba-ts.berlin.de

Sicherheitshinweis: Wir empfehlen das Tragen von festem Schuhwerk. Beim Betreten des Baukörpers müssen bereitgestellte Helme getragen werden.

Neue Nachbarschaft: Bienenvölker am Schwerbelastungkörper

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie ein Foto der Bienenstöcke vor dem Schwerbelastungskörper
Bild: Patric Sperlich

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt? Seit einigen Wochen ist das Gelände rund um den Schwerbelastungkörper neuer Standort für Bienenstöcke eines Schöneberger Imkers. Wir sind gespannt auf den Schöneberger Lindenblütenhonig!

Ausgeblendet.

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie ein Foto des Gedenkorts SA-Gefängnis Papestraße
Bild: Museen Tempelhof-Schöneberg

Der Umgang mit NS-Täterorten in West-Berlin
Sonderausstellung noch bis zum 29. September
Ort: Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße,
Werner-Voß-Damm 54A, 12101 Berlin

Im Stadtbild Berlins finden sich heute zahlreiche Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Mahnmale, die an die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern. Der Einrichtung vieler dieser Orte – gerade, wenn es sich um sogenannte Täterorte handelt – ging jedoch eine lange Geschichte des Ausblendens und Verschweigens sowie politischer Auseinandersetzungen voraus. Die Ausstellung erzählt von diesem schwierigen Prozess und dem großen Engagement einzelner Menschen und Initiativen für eine angemessene Erinnerungskultur in West-Berlin.

Eine Ausstellung des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

Am Herz von Tempelhof

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie eine Fotografie, die vom Ullsteinhaus aus aufgenommen worden ist. Man sieht den Teltowkanal.
Bild: Museen Tempelhof-Schöneberg

Historischer Spaziergang mit Michael Voigtländer
6. Juli und 3. August I jeweils 14 Uhr

Das Ullsteinhaus steht direkt gegenüber dem Tempelhofer Hafen inmitten des ehemaligen Industriegebiets. In unmittelbarer Nachbarschaft des Ufa-Kopierwerks und der Lorenz-Werke war es seit Beginn des 20. Jahrhunderts Teil des entstehenden städtischen und industriellen Tempelhofs. Michael Voigtländer vom Büro für Industriekultur lädt ein zu Spaziergang und historischer Spurensuche am Teltowkanal rund um das Ullsteinhaus.

Die Teilnahmezahl ist begrenzt – bitte anmelden.

Treffpunkt: Ullsteinhaus, Mariendorfer Damm / Stubenrauchbrück

Record your story!

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie ein sogenanntes ON AIR Schild
Bild: Museen Tempelhof-Schöneberg

Familiensonntag in der diversCITY
7. Juli I 14 und 16 Uhr
Ort: Jugend Museum

In diesem Familiensonntag können Kinder ab 6 Jahren Menschen und ihre Geschichten aus ihrer Stadt kennenlernen und im Verlauf des Workshops eigene Erlebnisse zum Thema Vielfalt im professionellen Aufnahmestudio der diversCITY auf aufnehmen.

Stolperstein-Verlegungen

Bildvergrößerung: Stolpersteine, Verlegebeispiel Museen Tempelhof-Schöneberg
Bild: Museen Tempelhof-Schöneberg

12. Juli I Die genaue Uhrzeit wird auf der Homepage bekannt gegeben

16 Stolpersteine initiiert durch Bewohner_innen der Tertanium Residenz
Ort: Tertanium Residenz, Passauer Straße 5-7, 10789 Berlin

Eine Initiative von engagierten Senior_innen der Tertanium Residenz hat sich 2014 zusammengefunden und mit Unterstützung von Historikerinnen des Zentrums für Antisemitismusforschung zu den ursprünglichen Bewohner_innen der Passauer Straße 5-7 recherchiert. Nun werden im Juli durch Gunter Demnig 16 Stolpersteine verlegt.

Nähere Informationen zum Rahmenprogramm erhalten Sie in der Koordinationsstelle der Stolpersteine im Schöneberg Museum.

The Voice of Berlin

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie ein Foto vom ON AIR Aufnahmeraum
Bild: Museen Tempelhof-Schöneberg

Sommerferien im Jugend Museum
Fünftägiger Workshop für Kinder ab 8 Jahren
15.-19. Juli I jeweils 10.30 – 14.30 Uhr
Ort: Jugend Museum

Hast du Spaß am Singen und wolltest schon immer einen eigenen Song komponieren? Inspiriert von Musiker_innen aus der Ausstellung »Welcome to diversCITY! Queer in Schöneberg und anderswo« beschäftigen wir uns auf musikalische Weise mit dem Thema* Vielfalt in unserer Stadt.* Lerne Gesangs- und Stimmtechniken von einer professionellen Sängerin und schreibe deine eigenen Texte! Den Höhepunkt bildet unsere musikalische Aufführung am letzten Tag.

Bitte ein Lunchpaket mitbringen! Die Plätze sind begrenzt, bitte anmelden bis zum 10. Juli unter Tel. (030) 90277 6163 oder
unter museum@ba-ts.berlin.de

Mythos »Germania«

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie ein Foto vom Schwerbelastungskörper
Bild: Gesche Würfel

Historischer Spaziergang mit Stefan Zollhauser – im Rahmen des Geschichtssommers am Informationsort Schwerbelastungskörper
3. August I 11.30 Uhr

Treffpunkt: Vor dem S-Bahnhof Südkreuz, Ausgang General-Pape-Straße

Der Informationsort Schwerbelastungskörper ist ein 12.000 Tonnen schwerer Betonzylinder und eines der letzten baulichen Relikte nationalsozialistischer Stadtplanung in Berlin. Für die Gestaltung der geplanten Reichshauptstadt waren Abrisse und Neubauten von großem Ausmaß vorgesehen und zum Teil auch durchgeführt. Der 1941 errichtete Schwerbelastungskörper sollte die Tragfähigkeit des Bodens testen. Unweit war ein 117 Meter hoher »Triumphbogen« geplant. Auf dem Spaziergang wird die Dimension der Planungen in einen stadtgeschichtlichen Kontext eingebettet und der Einsatz von Zwangsarbeit thematisiert.

Wohnungsmarktpolitik & Judenverfolgung

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie das Cover des Buches mit dem Titel der entsiedete Jude
Bild: Verlag Das Neue Berlin

Vortrag und Autorinnengespräch mit Dr. Susanne Willems
15. August I 19 Uhr
Ort: Schöneberg Museum

Die utopischen Baupläne der Nationalsozialisten hatten zur Folge, dass tausende Wohnungen abgerissen und deren Mieter_innen wohnungslos wurden. Um an günstige Ersatzwohnungen zu gelangen, ging Generalbauinspektor Albert Speer aktiv gegen jüdische Mieter_innen vor, die entrechtet, aus ihren Wohnungen vertrieben und deportiert wurden. Die Historikerin Dr. Susanne Willems stellt das Ausmaß von Speers Verbrechen vor, der für seine Ziele mit SS und Gestapo zusammenarbeitete.

Speers Rolle in »Hitlers Hofstaat«

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie das Cover vom Buch
Bild: C.H. Beck Verlag

Lesung und Autorinnengespräch mit Dr. Heike B. Görtemaker
Im Rahmen des Geschichtssommers am Informationsort Schwerbelastungskörper
22. August I 19 Uhr
Ort: Schöneberg Museum

Albert Speer gelang es nach Ende des Zweiten Weltkriegs, sich als unpolitischer und damit unschuldiger Architekt zu inszenieren. Seine Unwissenheit über die nationalsozialistischen Verbrechen nahmen ihm viele Deutsche bereitwillig ab. Dr. Heike B. Görtemaker zeigt in ihrem Buch »Hitlers Hofstaat« die persönlichen Netzwerke, die sich um Hitler am Obersalzberg bildeten. Hier arbeitete Speer nicht bloß als Architekt, er befand sich als Star dieses Hofstaats mitsamt seiner Familie in regelmäßiger Gesellschaft Hitlers.

Schöneberger Vergnügen (1880 bis 1930)

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie eine schwarz-weiß Aufnahme des Eispalastes in der Lutherstraße, um 1909
Bild: Ausschnitt einer Ansichtskarte

Vortrag und Gespräch mit Dr. Johanna Niedbalski
29. August I 18.30 Uhr
Ort: Schöneberg Museum

Schlittschuhbahnen, Rummelplätze, Kinopaläste, das legendäre Sechstagerennen im Sportpalast oder eine russische Kleinkunstbühne – die Urbanisierung bescherte Schöneberg ein vielseitiges und ausdifferenziertes Vergnügungsprogramm. Es gab Unterhaltungsangebote für jeden Geschmack und in jeder Preislage, einige Vergnügungsorte lösten Kontroversen aus, andere waren Aushängeschilder der wachsenden Großstadt. Johanna Niedbalski stellt wichtige Schöneberger Vergnügungsorte vor, lässt ihr jeweiliges Angebot wieder aufleben und rekonstruiert das Amüsement des Publikums.

Dr. Johanna Niedbalski ist Historikerin und Autorin. 2018 ist ihr Buch »Die ganze Welt des Vergnügens. Berliner Vergnügungsparks der 1880er bis 1930er Jahre« im be.bra Verlag erschienen.

Stadtbibliothek

Kuscheltierübernachtung

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie einen großen Teddybär in der Stadtbibliothek
Bild: Amélie Losier

… und am nächsten Tag sehen, was es nachts in der Bibliothek erlebt hat!

  • 1. August
    10 bis 20 Uhr Abgabe der Kuscheltiere | 17 Uhr Gute-Nacht-Geschichte
  • 2. August
    14 bis 18 Uhr Abholung der Kuscheltiere | 15.30 Uhr Geschichte für den Heimweg

Ort: Bezirkszentralbibliothek

Autorenlesung

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie das Cover des Ratgebers
Bild: Verlag dtv Beck

Isabell Lütkehaus und Thomas Matthäus „Guter Umgang für Eltern und Kinder: Ein Ratgeber bei Trennung und Scheidung“
27. August | 20 Uhr | Eintritt frei

Professioneller Rat bei Trennung und Scheidung: Die Autoren stellen zahlreiche Fallbeispiele vor, bieten praxisorientierte Lösungsansätze und schaffen einen positiven Blick auf die Familiensituation.

Ort: Bezirkszentralbibliothek

LESESOMMERCLUB 2019

Bildvergrößerung: Grafik Blatt für Blatt
Bild: Beate Autering

Blatt für Blatt
noch bis zum 10. August!

Die Sommerleseaktion mit Club-Charakter: Die coolsten Neuerscheinungen lesen und bewerten!
Spannende Mitmach- und Verlosungsaktionen! Kostenlose Teilnahme für Kinder von 6-12 Jahren!

Ausführliche Infos in Kürze HIER

Ort: an allen Standorten der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg

Alle Veranstaltungsorte und weitere Termine finden Sie im Veranstaltungskalender auf unserer Website oder direkt unter dem Link www.stb-ts.de/va

Informationen über den Freundeskreis der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg unter: www.freundeskreis-bibliothek-ts.de

Musikschule

Oriente Lux

Bildvergrößerung: Hier sehen Sie die MusikerInnen
Bild: KEN/Silvia Möller

18. August I 17 Uhr
Dozentenkonzert „Klänge der Welt“

Orientalische Musik vom Mittelalter bis heute für die arabische Laute Ud, arabische Perkussion, Flöten und Streichinstrumente Farhan Sabbagh, Andrea Mozzato, Gaby Bultmann und Gäste

Ort: Dorfkirche Tempelhof, Reinhardtplatz, 12103 Berlin

Start der neuen Musikkurse für Kinder ab September

Liebt Ihr Kind Musik?
Singt, tanzt und klatscht es gern?
Dann melden Sie es doch für die neuen Kurse in der Leo-Kestenberg-Musikschule an.

Es gibt Eltern-Kind-Kurse ab 1,5 Jahre, Musik und Bewegung und Kreativen Kindertanz.
Alle Kurse beginnen ab September.

Nähere Information im Sekretariat bei Frau Fosca: Tel. (030) 90277 4978

Volkshochschule

Sommerzeit ist Bildungszeit!

Bildvergrößerung: Frau liegt mit Laptop auf Wiese vor Bundeskanzleramt
Bild: ArTo - Fotolia.com

Sommerkurse 2019 und Jahresprogramm 2019/20

Im Juli und August gibt es wieder zahlreiche Sommerkurse in allen Programmbereichen der Volkshochschule. Stöbern Sie im Programmheft, das in der Volkshochschule und an zahlreichen anderen Orten im Bezirk ausliegt und zum Download zur Verfügung steht oder suchen Sie im Internet in der Datenbank nach Ihrem Sommerkurs!

Auch für die neuen Kurse ab September 2019 können sie sich jetzt anmelden. Das Programm liegt gedruckt und zum Download vor, auch in der Kursdatenbank finden Sie die Kurse mit detaillieren Informationen.

Anmeldung und Bezahlung

Info-Button
Bild: THesIMPLIFY - Fotolia.com

Ab dem 1. Juli 2019 kann bei der persönlichen Anmeldung und Bezahlung der Kurse in der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg am Barbarossaplatz nicht mehr mit Bargeld bezahlt werden. Es gibt nun folgende Möglichkeiten zum Bezahlen: EC-Karte, Kreditkarte oder SEPA-Lastschriftmandat.

Bitte beachten Sie die Zeiten für die persönliche Anmeldung zu den Kursen in den Monaten Juli und August:

Während der Schulferien (20. Juni – 2. August 2019)
Montag und Dienstag von 10 – 14 Uhr.

Ab 5. August 2019: Montag und Dienstag von 10 – 14 Uhr,
Donnerstag von 16 – 19 Uhr.

Vom 8. bis 19. Juli ist das Anmeldebüro geschlossen.

Alle Hinweise zur Anmeldung finden Sie auch auf unserer Internetseite.

Kreativ im Sommer!

Bildvergrößerung: Ein Mann im Rollstuhl mischt Farben auf einer Palette
Bild: Photographee.eu / Fotolia.com

Unter diesem Titel laden die Berliner Volkshochschulen zu einem vielseitigen gemeinsamen Kultur-Sommerprogramm ein. Zum Angebot zählen Workshops für Bildhauerei, Druckgrafik, Fotografie, Film, Musik, Tanz, Keramik, Zeichnen, Mode, Kunsthandwerk. Informieren sie sich hier genauer!

Ausstellung

Thema Früh- und Zwangsverheiratung

Ab dem 16. August zeigt die Volkshochschule am Barbarossaplatz die Ausstellung „Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit. Schüler_innen aus der Türkei über Früh- und Zwangsverheiratung“. Zu sehen sind Gemälde, die bei Malwettbewerben an Schulen im südosttürkischen Van entstanden sind. Organisiert wurden diese von YAKA-KOOP, einer Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES. Die Bilderausstellung vermittelt bewegende Einblicke in die Lebenskontexte der jungen Menschen. Die Künstler_innen sind mit 8 bis 16 Jahren sehr jung. Umso mehr faszinieren der Tiefgang und die malerische Qualität ihrer Bilder.

Hier finden Sie noch mehr Informationen.

Kunstworkshop (Neue) Heimat Berlin

Am 17. und 18. August I 10 – 17 Uhr

Unter der Überschrift „(Neue) Heimat Berlin – (New) Home Berlin“ lädt ein Kunstworkshop ALT- und NEU-Berliner_innen ein, ins Gespräch und in einen künstlerischen Austausch zu kommen. Angesprochen sind langjährige Berliner_innen ebenso wie Neuankömmlinge, darunter auch ganz besonders Menschen mit geringen Deutschkenntnissen oder ausschließlich Englischkenntnissen. Jede/r Teilnehmende versucht, ein Bild von ihrem/seinem Berlin zu kreieren. Benutzt werden dafür kleine Gegenstände aus Ihrem Alltag, Fotos aus aktuellen Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehbeiträgen oder aus dem Internet. Es entsteht eine individuelle Collage mit neuer Bedeutung. Seien Sie dabei, kommen Sie ins Gespräch, zeigen Sie Ihr Berlin!

Informationen und Anmeldung online hier.

Sprachen lernen leicht gemacht!

Am 22. August I 16.45 – 19.30 Uhr

Sie möchten Ihre Französischkenntnisse auffrischen und sind verwirrt von den vielen verschiedenen Angeboten? Sie brauchen für eine Bewerbung B2-Kenntnisse in Englisch und fragen sich, wie Sie schnell und effektiv dahin kommen? Sie wollten schon immer Arabisch lernen, und haben sich nie getraut, damit anzufangen?

Am 22. August bietet die Volkshochschule im Rahmen ihres Sprachentages Informationen, eine Einstufung Ihrer möglichen Vorkenntnisse und eine Fachberatung rund um die Sprachen Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch und Spanisch.

Sie können auch gern Fragen stellen zu unseren muttersprachlichen Prüfungstrainings für Jugendliche, jetzt in 9 Sprachen. Alles kostenlos und ohne Voranmeldung, kommen Sie einfach vorbei.
Herzlich willkommen!

Ort: Volkshochschule Tempelhof Schöneberg, Barbarossaplatz 5

Aktzeichnen am Montag

Lange wurde das Angebot vermisst, nun bietet die Volkshochschule wieder einen regelmäßigen wöchentlichen Aktzeichenkurs am Abend an. „Aktzeichnen am Montag“ startet am 26. August und findet im Kolleg Schönberg, in unmittelbarer Nähe des Wittenbergplatzes statt. Kursleiter ist der erfahrene Maler und Illustrator Ludvik Glazer-Naudé. Informationen und Anmeldung online hier.

Schild Impressum mit Finger und Button
Bild: Coloures-pic - Fotolia.com

Impressum

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
Amt für Weiterbildung und Kultur

Redaktion: Alexandra Hoffer
Alarichstraße 12-17, 12105 Berlin
Tel.: (030) 90277 6297
Fax: (030) 90277 3512

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