Drucksache - 1471/V  

 
 
Betreff: Rassistische Skulptur aus dem Straßenland entfernen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:GRÜNE-FraktionGRÜNE- und SPD-Fraktion
Verfasser:1. Steinhoff/Wojahn
2. Berger
3. Buchta
 
Drucksache-Art:AntragBeschlussempfehlung von Ausschüssen
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin Vorberatung
15.05.2019 
30. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf überwiesen   
Ausschuss für Bildung und Kultur Empfehlung
05.06.2019 
23. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur vertagt   
07.08.2019 
24. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur vertagt   
30.10.2019 
25. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur vertagt   
27.11.2019 
26. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur vertagt   
08.01.2020 
27. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur      
Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin Entscheidung
22.01.2020 
36. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf      

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag vom 08.05.2019
BE BK vom 08.01.2020
Beitritt SPD vom 15.01.2020

Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt entfernt die rassistische Skulptur „Negerin“, die sich in der Leuchtenburgstraße vor der Hausnummer 35 befindet, bei eigener Zuständigkeit selbst oder wendet sich an die zuständigen Stellen für deren Entfernung. Die Skulptur könnte z.B. dem ethnologischen Museum übergeben werden.

 

Begründung:

 

Die besagte Figur stellt eine afrikanische Frau nackt, affenartig und einfältig dar und ist daher stark geeignet, rassistische Stereotypen zu transportieren. Der Erschaffer der Figur gerierte sich ab 1932 als „Kulturwart“ der NSDAP für die Zehlendorfer Künstler und fand direkt nach dem Krieg Anklang und bezahlte Beschäftigung beim DDR-Regime. Weder Skulptur noch die künstlerische Vita sind derart herausragend, dass sie eine Ausstellung und Würdigung in dieser Weise rechtfertigen würden. Im Rahmen von Ausstellungen im ethnologischen Museum könnte ein entsprechender Kontext geschaffen werden, durch den Rassismus erklärt und verhindert werden könnte.

 

 

Der Antrag wurde am 08.01.2020 in der 27. Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur beraten und wie folgt geändert:

 

Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt entfernt die rassistische Skulptur „Negerin“, die sich in der Leuchtenburgstraße vor der Hausnummer 35 befindet, bei eigener Zuständigkeit selbst oder wendet sich an die zuständigen Stellen für deren Entfernung. Die Skulptur könnte z.B. dem ethnologischen Museum übergeben werden. An den Standort der Skulptur im Straßenland soll ein geeignetes Erinnerungszeichen auf den Vorgang hinweisen und auch den Wohnort des Künstlers anzeigen.“

 

Begründung:

Unverändert.

 

Der Antrag in der geänderten Fassung wurde mit 8 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen beschlossen.

 

Der Bezirksverordnetenversammlung wird die Annahme des Antrags in der geänderten Fassung empfohlen.

 

 

Specht-Habbel

Ausschussvorsitzende

 

 

In der 73. Sitzung des Ältestenrats am 15.01.2020 ist die SPD-Fraktion dem Antrag beigetreten.

 

 

Rögner-Francke

Bezirksverordnetenvorsteher

 

 
 

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