Frank Mückisch

Frank Mückisch
Bild: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Fotograf: Uwe Steinert

Bezirksstadtrat für die Abteilung Bildung, Kultur, Sport und Soziales

seit 9. November 2016

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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich freue mich, dass Sie auf der Webseite der Abteilung Bildung, Kultur, Sport und Soziales des Bezirksamtes vorbeischauen und bin davon überzeugt, dass für Sie das eine oder andere Angebot dabei ist. Seien Sie herzlich willkommen!

Am 20. Juni 2019 haben in unserem Land Berlin die Sommerferien begonnen. Schlagartig haben sich die vielen Grün- und Wasserflächen unseres liebenswerten Bezirks im Südwesten mit Erholungssuchenden aus der ganzen Stadt gefüllt, die sich die Naturschätze mit den Bürgerinnen und Bürgern von Steglitz-Zehlendorf teilen. Unser Bezirk ist so schön und vielseitig, dass manche hierbleiben und den Sommer lieber an Wannsee, Krummer Lanke und Schlachtensee statt auf Mallorca, Malta oder den Malediven verbringen. Wie dem auch immer sei: Zumindest die Pendler freuen sich darüber, dass pünktlich zu Ferienbeginn auch die öffentlichen Verkehrsmittel zu den Stoßzeiten schlagartig leerer werden. Zumal viele der Hierbleibenden auch auf die gesunde und ökologische Alternative Fahrrad umsteigen.

Nachdem in den ersten beiden Quartalen Kultur und Sport im Fokus gestanden hatten, möchte ich das dritte Quartal 2019 ganz dem Bereich Soziales widmen.

Als Ihr Sozialstadtrat gehört Inklusion als Querschnittsaufgabe zu meinen ganz wesentlichen politischen Prioritäten. Wie schon 2018 ist es auch in diesem Jahr wieder gelungen, zusammen mit einem Aktionsbündnis aus 15 Vereinen und Verbänden der Behindertenhilfe sowie der Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Bezirk, Frau Eileen Moritz, ein buntes und fröhliches Straßenfest auszurichten. Unter dem Motto „Bunt verbindet“ verwandelte sich der Platz vor dem Rathaus Zehlendorf am Aktionstag 3. Mai 2019 zu einem Ort der Begegnung für Menschen mit und ohne Behinderung, wo optische, kulinarische und musikalische Eindrücke dank der vielen Stände und einer Konzertbühne einander abwechselten und ergänzten. Mehr als eine glückliche Fügung ist dabei, dass die zweite Auflage unseres Strassenfestes auf das Jahr fiel, in dem die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 ihr zehnjähriges und das Grundgesetz einschließlich des im Grundrechtekatalog verbrieften Diskriminierungsverbots sein 70. Jubiläum feiert. Die Umsetzung von Inklusion bleibt mir deshalb Herzensanliegen und politische Verpflichtung zugleich. Besonders gefreut hat mich die Bereitschaft der BVG und des Fernbusunternehmens FlixBus, ein Mobilitätstraining für Fahrgäste anzubieten, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind und sich aus erster und kompetenter Hand über Einstiegshilfen informieren konnten. Das freundliche Beratungspersonal hat dabei vielen Interessenten Berührungsängste vor der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel genommen.

Neben der Inklusion behinderter Menschen ist die Integration von Geflüchteten mit Bleibeperspektive eine weitere Querschnittsaufgabe innerhalb meiner Ressortverantwortung. In Zusammenarbeit mit der veedu GmbH sind wir in Sachen Pflege durchgestartet: Seit 20. Mai 2019 setzen wir den ersten Projektdurchlauf des mehrjährigen Programms „Neustart Pflege“ um. Mit dem vom Europäischen Sozialfonds kofinanzierten Projekt erschließen wir Migranten und von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffenen ein krisensicheres, spannendes und zudem immer wichtiger werdendes Betätigungsfeld. Im Rahmen einer beruflichen Orientierung bzw. Einstiegshilfe vermitteln die Projektträger den Teilnehmenden theoretische Kenntnisse, die sie bei Praktika in ambulanten oder stationären Einrichtungen anwenden können. Damit erfüllen wir gleichzeitig zwei Kernanliegen: Einerseits sorgen wir für eine sinnvolle Integration der Geflüchteten in Gesellschaft und Arbeitsmarkt, andererseits beschreiten wir neue Wege, um den Pflegenotstand und Fachkräftemangel zu beseitigen.

Als dritte wichtige Querschnittsaufgabe, die sowohl dem Sozial- als auch dem Bildungsbereich zuzuordnen ist, begreife ich die Frage der Alphabetisierung von Menschen mit eingeschränkter Literalität, was mit „Lese- oder Schreibfähigkeit“ übersetzt werden kann. Eine Studie von 2018 hat zutage gefördert, dass deutschlandweit rund 6,2 Mio. Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren Defizite beim Lesen und Schreiben haben. Selbst wenn wir aufgrund der Sozialstruktur unseres Bezirks eher optimistische Prämissen setzen, werden wir dennoch von mehreren Tausend potentiell Betroffener in Steglitz-Zehlendorf ausgehen müssen. Deshalb haben wir auch in unserem Bezirk den Weg zu einem sogenannten „Alpha-Bündnis“ beschritten, das wir mit Hilfe unserer Victor-Gollancz-Volkshochschule, dem in der Mehrgenerationenarbeit aktiven Mittelhof e.V. und einer Reihe von vernetzten Partnern und Multiplikatoren, etwa dem Jobcenter, dem Stadtteilzentrum Steglitz oder der regionalen Schulaufsicht, umsetzen werden.

Zu guter Letzt möchte ich auf ein innovatives Projekt hinweisen, dass unser Amt für Soziales in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf sowie dem DRK Berlin Südwest aufgelegt hat: In einer berühmten Bismarck-Karikatur aus dem Jahre 1890 ging der Lotse von Bord, bei uns ist es genau andersherum: Seit 23. Mai 2019 gehen bei uns die „Ämter-Lotsen“ an Bord. Im Zwei-Wochen-Rhythmus kommen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Diakonie ins Rathaus Lankwitz, dem Standort des Sozialamtes, und haben ein offenes Ohr und eine ebenso offene Tür für die Anliegen der Besucherinnen und Besucher. Sie sind Mutmacher bei Behördengängen, bieten ihre Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen an, helfen bei der Suche nach den richtigen Ansprechpartnern. Und dies im gesamten zweiten Halbjahr 2019 – kostenlos und absolut vertraulich. Ebenso im zweiwöchigen Rhythmus, und immer im Wechsel mit den Ämterlotsen, unterstützen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK Südwest wohnungslose und von Wohnungslosigkeit betroffene EU-Bürger dabei, zu einem selbstbestimmten Leben im eigenen Wohnraum zurückzufinden und Hürden bei der Wohnungssuche zu überwinden. Das Projekt heißt „Wegweiser Wohnen“ und läuft im Rathaus Lankwitz bereits seit Jahresbeginn 2019.

Als Ihr Bezirksstadtrat verantworte ich neben Sozialem die Bereiche Bildung, Kultur und Sport. Ich möchte wissen, was Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, auf dem Herzen haben. Deshalb lade ich regelmäßig zu Bürgersprechstunden ein – übrigens flächendeckend an verschiedenen Orten unseres Bezirks. Bitte kommen Sie jederzeit gerne vorbei, damit wir miteinander im Gespräch bleiben!

Allen Urlauberinnen und Urlaubern, und ganz besonders Euch Schülerinnen und Schülern, wünsche ich eine erholsame Urlaubs- und Ferienzeit, viel Sonne am Himmel und im Herzen. Und denjenigen die verreisen, eine glückliche Heimkehr!

Mit freundlichen Grüßen

Frank Mückisch
Bezirksstadtrat für Bildung, Kultur, Sport und Soziales

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