Fairtrade-Bezirk Steglitz Zehlendorf

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Am 19. September 2018 wird dem Bezirk im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung die Auszeichnung „Fairtrade Bezirk“ überreicht. Diese Auszeichnung erhält eine Kommune, wenn sowohl in Politik und Verwaltung als auch in der Zivilgesellschaft und der örtlichen Wirtschaft sichtbare Beiträge zur Förderung des fairen Handels geleistet werden.
Die Kampagne „Fairtrade Towns“ startete im Jahre 2000 in Großbritannien. Mittlerweile gibt es mehr als 2.000 Fairtrade-Kommunen, davon über 500 in Deutschland. Ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung 2015 forderte den Bezirk auf, sich an dieser Kampagne zu beteiligen. Mit einer Auftaktveranstaltung im Frühjahr 2017 und der darauf folgenden Gründung einer Steuerungsrunde begannen die gemeinsamen Anstrengungen von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zur Erreichung der Auszeichnung. Mit Veranstaltungen zur Fairen Woche 2017 wurde das Anliegen im Bezirk sichtbar gemacht.

Diese fünf Kriterien mussten erfüllt werden:

1. Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro der Bürgermeisterin werden mindestens zwei fair gehandelte Getränke ausgeschenkt.
2. Eine lokale Steuerungsgruppe koordiniert die lokalen Aktivitäten zur Förderung des fairen Handels. In ihr wirken Menschen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft mit.
3. In mindestens 40 lokalen Einzelhandelsgeschäften und mindestens 20 Gastronomiebetrieben werden zwei oder mehr Produkte aus fairem Handel angeboten.
4. Produkte aus fairem Handel werden auch in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet. Außerdem werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel durchgeführt.
5. Die örtlichen Medien berichten mehrmals im Jahr über die kommunalen Veranstaltungen zum fairen Handel.

Den Aktiven ging es von Anfang an darum, sich nicht nur mit dem Titel Fairtrade town zu schmücken, sondern sich dauerhaft zu engagieren und den fairen Handel im Bezirk verbreiten zu helfen. Im Ergebnis wurden die geforderten Bedingungen mehr als erfüllt und 85 Geschäfte, 31 Cafés und Restaurants, 4 Schulen, 2 Vereine und 6 Kirchengemeinden unterstützten die Bewerbung.

Aktiv für den fairen Handel in Steglitz-Zehlendorf – gute Beispiele

Eine-Welt-Laden der Evangelische Paulus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf

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Bild: Birkelbach

Botanik-Schule Bildungsangebote zum fairen Handel

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Bild: Baldauf

Schülerfirma Fair Wear

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Bild: Berger

Max von Laue-Schule

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Bild: El-Nahry

Faire Bälle beim VFK Berlin Südwest

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Bild: Berliner Sport - Rund um Fair!

Worum geht es beim fairen Handel?

In vielen Ländern leben Menschen in Armut, obwohl sie hart arbeiten. Sie bekommen für ihre Produkte zu wenig Geld, um davon ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Häufig herrschen unsichere und gefährliche Arbeitsbedingungen. Der Faire Handel setzt sich für eine Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Situation von kleinbäuerlichen Familien und Farmarbeiter/innen im globalen Süden ein.
Die Fair-Handels-Bewegung teilt die Vision einer Welt, in der Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung den Kern der Handelsstrukturen und -praktiken bilden, so dass alle Beteiligten durch ihre Arbeit einen angemessenen und würdigen Lebensstandard halten und ihr volles menschliches Potenzial entfalten können.
Hierzu kann jede Verbraucherin und jeder Verbraucher einen eigenen Beitrag leisten, der Menschen Lebenschancen eröffnet und Fluchtursachen bekämpfen hilft.

Fairer Handel zeigt Wirkung:

Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte kann man „Politik mit dem Einkaufskorb“ betreiben. Es gibt inzwischen über 1.400 Fairtrade-Produzentenorganisationen in 73 Ländern. Die Fairtrade-Bauernfamilien und Beschäftigten auf Plantagen sind in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas zu Hause. Insgesamt erhalten sie inzwischen Fairtrade-Prämiengelder in Höhe von 150 Millionen Euro (Stand 2016). Daraus werden Investitionen für die Gemeinschaft getätigt, die demokratisch beschlossen werden.

Der Verkauf fair gehandelter Produkte in Deutschland wächst erfreulich. Beim Kaffee beträgt der Marktanteil inzwischen knapp 4 %, beim Kakao 6 %. Damit ist jedoch auch gesagt, dass er immer noch die Ausnahme, leider noch nicht die Regel ist. Ziel ist es, die Prinzipien des fairen Handels flächendeckend umzusetzen, unfaire Handelspraktiken zu beseitigen und Menschenrechte entlang der Lieferketten durchzusetzen.

Mitmachen !

Umweltstadträtin Maren Schellenberg ist begeistert: „Ich freue mich, dass unser Anliegen überall auf offene Ohren stößt. Und es finden sich für jede und jeden eine Möglichkeit, den fairen Handel zu unterstützen: Beim eigenen Einkauf und auch in Ämtern, Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden. Faire Produkte sind heute nicht mehr nur Kaffee und Schokolade, sondern auch Bälle, Textilien, Blumen oder Gold. Wir werden auch die Nachfragemacht der öffentlichen Hand einsetzen, um den fairen Handel voran zu bringen.

Wir sind sicher, noch gar nicht alle Geschäfte zu kennen, die fair gehandelte Produkte anbieten. Alle Geschäfte können in den berlinweiten Online-Einkaufsführer aufgenommen werden. Außerdem planen wir einen bezirklichen Einkaufsführer. Melden Sie sich bei uns.

Für alle Vereine oder Einrichtungen, die den fairen Handel unterstützen, z.B. in dem bei Ihnen regelmäßig faire Getränke angeboten werden, haben wir ein „Mitmachplakat“ vorbereitet (s. downloads). Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihr Engagement mit Hilfe dieses ausfüllbaren Plakats sichtbar machen. Schicken Sie uns ein Foto mit Ihrem Plakat!

Wir unterstützen Sie gerne

Sie möchten selbst aktiv werden oder Sie benötigen Informationen? Dann können Sie sich gerne an uns wenden!

Kontakt:

Petra Margraf
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
Referentin der Stadträtin für Immobilien, Umwelt und Tiefbau
Kirchstraße 1/3
14163 Berlin

Tel. +49-30-90299 5955
petra.margraf@ba-sz.berlin.de

Downloads

Flyer: Fairtrade-Bezirk Steglitz-Zehlendorf - Wir sind auf dem Weg

PDF-Dokument (1.3 MB)

Plakat A4: Fairtrade-Bezirk Steglitz-Zehlendorf - Wir machen mit! (für alle Unterstützer*innen zum Ausfüllen)

PDF-Dokument (47.8 kB)

Plakat A3: Fairtrade-Bezirk Steglitz-Zehlendorf - Wir machen mit! (für alle Unterstützer*innen zum Ausfüllen)

PDF-Dokument (54.8 kB)

Wofür steht das Fairtrade-Siegel?

PDF-Dokument (7.4 MB)

Weiterführende Links

Informationen zum fairen Handel: www.fairtrade-deutschland.de
Informationen zu Kampagne Fairtrade towns: www.fairtrade-towns.de
Berliner Einkaufsführer für fair gehandelte Produkte: www.fairtradetown.berlin