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Senior*innenbefragung - Sozialstudie vom 16.11. - 08.12.2020

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Bild: momius - Fotolia.com

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf wird in der Zeit vom 16.11. bis zum 08.12.2020 eine groß angelegte Sozialstudie durchführen. Hierfür werden 20.000 zufällig ausgewählte Einwohner*innen aus dem Bezirk im Alter ab 65 Jahren zu Themen wie z.B. Mobilität, Digitalisierung, Gesundheitsbewusstsein und Freizeitverhalten befragt. Die Befragung erfolgt absolut anonym.

In Zusammenarbeit mit der Alice-Salomon-Hochschule für Sozialarbeit (ASH) wird die Befragung unter der Leitung von Rainer Fretschner, Professor für Gerontologie an der ASH, ausgewertet werden. Für Januar 2021 sind dann unter seiner Leitung Seniorenworkshops zu einzelnen, Senior*innen betreffende Themen geplant.

Voraussichtlich Mai 2021 erfolgt die Veröffentlichung der Studie. Die darin enthaltenen Daten und Analysen sollen nicht nur Pflegebetrieben und Freizeiteinrichtungen für Senior*innen notwendige Planungsgrundlagen liefern. Auch der Einzelhandel und sämtliche Dienstleistende im Bezirk werden so in die Lage versetzt, die Bedürfnisse und Wünsche der Senior*innen des Bezirks in Planungen und Geschäftsmodelle einfließen zu lassen, um unseren Bezirk noch senior*innenfreundlicher zu gestalten.

Die Teilnahme an der Studie ist außerdem auch allen Senior*innen online möglich. Unter www.soscisurvey.de/seniorenbefragung, kann ab dem 16.11.2020 der Fragebogen von Senior*innen online ausgefüllt und über das Internet anonym abgeschickt werden.

Der Bezirk und Professor Fretschner würden sich über eine rege Teilnahme sehr freuen. Je mehr Fragebögen ausgefüllt zurückgeschickt werden, umso aussagekräftiger wird die Studie ausfallen.

20.000 Fragebögen: Große Seniorenbefragung kann jetzt starten.

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Bild: Der Tagesspiegel

Jetzt geht die großangelegte Befragung der Seniorinnen und Senioren im Südwesten ab dem 16. November los: Wie berichtet war die Umfrage kurz vor dem Start Anfang Oktober gestoppt worden – die Berliner Datenschutzbeauftragte hatte Bedenken angemeldet. 20.000 zufällig ausgewählte Menschen über 64 Jahren will das Bezirksamt befragen, zum Glück waren die Fragebögen noch nicht per Post versandt worden, als der Datenschutz die Reißleine zog. In der Newsletter-Ausgabe vom 22. Oktober hatten wir noch anderes – und falsches – berichtet.

Der Vorwurf der Datenschutzbeauftragten lautete, so erfuhr ich aus dem Bezirksamt, dass trotz der anonym durchgeführten Umfrage eventuell ein Rückschluss auf einzelne Teilnehmer möglich gewesen sein könnte. Sprich: Wer angibt, weiblich und 96 Jahre alt zu sein, in Lankwitz alleine in einem Eigenheim zu wohnen und seine Wohnfläche von 250 Qudaratmeter angemessen zu finden, könnte eventuell ausfindig gemacht werden – so viele alleinstehende hochbetagte Damen mit Villa wird es in Lankwitz nicht geben.

Die Lösung ist ein anderes Verfahren, der Fragebogen bleibt gleich. Im neuen Studienanlauf werden die Teilnehmer gebeten, ihren ausgefüllten Fragebogen in einem zweiten verschlossenen Umschlag an das Bezirksamt zurückzusenden. Dort werden die ungeöffneten Umschläge gesammelt und dann ebenso ungeöffnet an einen externen Dienstleister geschickt. Von dort erhalten die Forscher – die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der gerontologischen Studie hat Rainer Fretschner von der Alice-Salomon-Hochschule mit seinem Team übernommen – und die Auftraggeber der Studie im Rathaus Zehlendorf anonymisierte Zusammenfassungen zurück. Verschlossene Fragebögen wandern hin, Excel-Tabellen kommen vom Dienstleister zurück: Niemand im Bezirksamt soll die einzelnen ausgefüllten Fragebögen zu Gesicht bekommen.

Also, alles ist datenschutzrechtlich gut, machen Sie mit. Ziel der Studie sei es, „die Bedürfnisse und Wünsche der Senior*innen des Bezirks in Planungen und Geschäftsmodelle einfließen zu lassen, um unseren Bezirk noch senior*innenfreundlicher zu gestalten“, erklärte das Bezirksamt in einer Pressemitteilung (was es mit der Umfrage auf sich hat, habe ich hier genauer erklärt). Der Altenhilfekoordinator des Bezirksamts, Stephan Kroker, wirbt um rege Teilnahme: „Je mehr Fragebögen ausgefüllt zurückgeschickt werden, umso aussagekräftiger wird die Studie ausfallen.“

Mein Tipp: Melden Sie sich auch zu Wort, wenn Sie nicht zu den zufällig ausgewählten Post-Empfängern gehören. Auf der Website www.soscisurvey.de/seniorenbefragung können Sie den Fragebögen auch ohne Einladung ausfüllen. Ab Montag, 16. November, ist der Online-Fragebogen freigeschaltet (ich drücke fest die Daumen) – etwas über einen Monat später als ursprünglich geplant.

Boris Buchholz – Der Tagesspiegel Newsletter vom 12.11.2020