Ausstellungen in der Schwartzschen Villa

In der Kommunalen Galerie zeigt der Fachbereich Kultur Ausstellungen internationaler Gegenwartskunst. Der Schwerpunkt liegt auf ortspezifischen und installativen Arbeiten. Die für die Schwartzsche Villa entwickelten Rauminstallationen kombinieren meist verschiedene Medien. Es werden in der Galerie auch regionalhistorische Ausstellungen durchgeführt, welche die Geschichte Steglitz- Zehlendorfs im Kontext der Geschichte Berlins, Deutschlands und der Welt betrachten.

Julie Favreau - Bonds

Bildsequenz aus dem Video This Thing
Bild: Julie Favreau

Schwartzsche Villa
Grunewaldstraße 55
12165 Berlin

10. Juli bis 11. Oktober 2020
Mo-So 10 -18 Uhr

Pressemitteilung

Die kanadische Künstlerin Julie Favreau behandelt in ihrer Ausstellung Fragen zu Körpern, Sinnlichkeit und dem Einfluss der Computertechnologien für unser Verständnis von uns selbst. Favreaus Interesse gilt der Erforschung der erotischen Textur der Welt, der Art und Weise, wie sich belebte und unbelebte Dinge gegenseitig berühren und beeinflussen. Ihre Projekte beschäftigen sich mit der Frage, wie spirituelle und sinnliche Energien als vitale Kräfte in der bevorstehenden Begegnung zwischen den Oberflächen und dem Menschen eine Rolle spielen. Dabei streift sie auch Szenarien, in welchen Maschinen und Computertechnologien Einfluss auf das menschliche Handeln haben. Ihre meditativ, beinah hypnotisch wirkenden Filme zeigen Situationen, in denen der menschliche Körper mit neuen technoid-organischen Dingen interagiert.
Neben einem neugedrehten Film werden kleine Skulpturen ausgestellt, die das Thema Körperlichkeit im digitalen Zeitalter aufnehmen. Favreau interessiert sich für Spiritualität und Sinnlichkeit, die es angesichts der technischen Entwicklungen zu bewahren gilt und die Inseln des Widerstands sein können. Die von Christine Nippe kuratierte Ausstellung bildet zusammen mit der darauf folgenden Schau im Herbst den Jahresschwerpunkt Human Textures in der Schwartzschen Villa.
Julie Favreau lebt und arbeitet in Montreal und Berlin. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Künstlerhaus Bethanien, Berlin (2017), im Montreal Museum of Fine Arts (2016), in der Darling Foundry, Montreal (2016), beim Edinburgh Art Festival (2015) und im Musée d’art contemporain de Montréal (2011) präsentiert. Sie ist Preisträgerin des Pierre-Ayot-Preises (2014) und des Claudine and Stephen Bronfman Fellowship in Contemporary Art (2012).

Die Ausstellung wird kuratiert von Frau Dr. Christine Nippe.