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Der aktuelle Klimaschutztipp des Bezirksamts: Elektroherd, Gas oder Induktion

Pressemitteilung Nr. 114 vom 14.02.2017

Die verschiedenen am Markt erhältlichen Herdarten unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Kochkomfort, Energieverbrauch und Sicherheit. Im aktuellen Klimaschutztipp Nr. 14 des Bezirksamtes erfahren Sie, welche Herdart welchen Beitrag zum Klimaschutz ermöglicht, weil die eingesetzte Energie besonders effizient genutzt wird.
Nur die rund 600.000 Haushalte in Berlin, die einen Gasanschluss in der Küche haben, können tatsächlich zwischen allen drei Varianten wählen; zumindest theoretisch, denn Vermieter sind nicht verpflichtet, auf Mieterwünsche bei der Herdwahl einzugehen.

Gas: Voraussetzung ist neben dem Anschluss ein Küchenfenster und mindestens 15 Kubikmeter Rauminhalt. Die geforderte Hitze ist sofort da, vergeudete Restwärme stellt kein Problem dar. Bei niedrigen Temperaturen ist die Regulierung allerdings schwierig. Beim Putzen sind moderne Herde, deren Brenner unter einer Ceranoberfläche liegen, praktischer als die klassischen Geräte mit Gasmulde. Im Gegensatz zu mit Strom betriebenen Herden ist keine Primärenergieumwandlung im Kraftwerk nötig, was sie sehr energieeffizient macht. Innerhalb von zehn Jahren belaufen sich die Gaskosten bei intensiver Nutzung laut Stiftung Warentest auf 420 bis 580 Euro.

Wärmestrahlung (Elektroherd): Voraussetzung ist eine Stromleitung mit eigener Sicherung. Elektroherde mit gusseisernen Platten haben von allen Herden die schlechteste Energie- und Klimabilanz. Etwas sparsamer und auch reaktionsschneller sind die elektrischen Wärmestrahler unter Glaskeramikplatten. Sie verbrauchen bei intensiver Nutzung innerhalb von zehn Jahren Strom im Wert von 1.000 bis 1.200 Euro.

Induktion: Voraussetzung ist eine Stromleitung mit eigener Sicherung, entgegen weit verbreiteten Gerüchten aber kein Starkstromanschluss. Induktionsherde erhitzen schneller als Wärmestrahlungs- oder Gasherde. Die unter der Glaskeramikplatte erzeugten Magnetfelder sorgen dafür, dass nur Töpfe und
Pfannen erhitzt werden, nicht aber das Kochfeld selbst. Im Gegensatz zu den anderen Herdtypen ist es unmöglich, aus Versehen die falsche Kochstelle zu erhitzen. Zudem schaltet sich das Magnetfeld automatisch
ab, sobald das zu erhitzende Gefäß vom Herd genommen wird. Nachteil: Zum Kochen können nur magnetische Töpfe benutzt werden. Bei intensiver Nutzung verbraucht ein Induktionsherd innerhalb von zehn Jahren Strom im Wert von 800 bis 850 Euro.

Fazit: Am klimafreundlichsten ist der Induktionsherd – vorausgesetzt, man bezieht Strom ausschließlich aus regenerativen Quellen ((Ökostrom). Ist das nicht der Fall, werden beim Kochen mit Gas weniger Klimagase freigesetzt.

In der Serie von Tipps des Umwelt- und Naturschutzamtes Steglitz-Zehlendorf werden eine Vielzahl einfacher aber sehr wirksamer Klimaschutzmaßnahmen vorgestellt, die ohne großen Aufwand von den Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks umgesetzt werden können. Weitere Tipps stehen auf der Internet-Seite des Bezirksamtes zum Download bereit.