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Leuchten statt Heizen - der aktuelle Klimaschutztipp des Bezirksamtes

Pressemitteilung Nr. 061 vom 24.01.2017

Die traditionelle Glühbirne wandelt nur fünf Prozent der Energie in Licht um, den Rest in Wärme. In den deutschen Haushalten werden rund zehn Prozent des Energiebedarfs für Beleuchtung verbraucht. Durch eine konsequente Umrüstung auf energiesparende Leuchtmittel könnten in den deutschen Haushalten bis zu 8,5 Terrawattstunden Strom eingespart werden.
Im aktuellen Klimaschutztipp des Bezirksamtes erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf von energiesparenden Leuchtmitteln achten sollten:
Rund zehn Prozent des Energiebedarfs entfällt in den Haushalten auf die
Beleuchtung. Geht man davon aus, dass bundesweit erst ein Viertel des
elektrischen Lichts in den Privathaushalten auf energiesparende
Leuchtmittel umgerüstet wurde, gibt es ein gigantisches Einsparpotenzial:
8,5 Terrawattstunden. Das entspricht der Leistung von zwei
Kohlekraftwerken. Wie energieeffizient moderne Leuchtdioden (light-emitting diode, LED) und Kompaktleuchtstofflampen (KLL, umgangssprachlich Energiesparlampen) sind, zeigt ihre in Lumen gemessene Helligkeit. Mit einem Watt erzeugt eine LED-Leuchte 70 Lumen, eine KLL 60 Lumen, eine Niedrigvolthalogenlampen 18 Lumen und eine Glühbirne 10 Lumen. Als
Merksatz empfiehlt die Stiftung Warentest: „Watt mal zehn entspricht dem Lumenwert“. Wenn Sie eine 100-Watt-Glühbirne durch eine LED der gleichen
Lichtausbeute (17 W) ersetzen, so sparen Sie im Lauf von 10.000 Stunden
rund 250 Euro Stromkosten. Allerdings hat man in der Zwischenzeit die
Glühbirne schon neun Mal ausgetauscht, da ihre durchschnittliche Lebensdauer bei nur 1.000 Stunden liegt. Der auch gegenüber KLL höhere Anschaffungspreis amortisiert sich bei LED durch die lange Lebensdauer (bis zu 50.000 Stunden).
Bei Energiesparlampen der ersten Generation beschwerten sich viele Menschen über „kaltes” oder „blaues” Licht. Aktuelle Modelle erreichen dagegen genau wie LED bei der Lichtfarbe gleiche Werte wie die Glühbirne. Die Lichtfarbe wird in Kelvin (K) angegeben: von extra warmweiß (2.500) bis tageslichtweiß
(6.500). Je höher die Zahl, desto größer ist der wach machende Blauanteil und desto natürlicher die Farbwiedergabe. Zum Vergleich: Glühbirnen erreichen 2.900 Kelvin. Tipp: Auch effiziente Lampen sollen nur dort brennen, wo sich jemand aufhält. Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren helfen dabei. Weiße
Wände und Lampenschirme erhöhen die Wirkung des Lichts. Für indirekte Beleuchtung lautet die Faustregel: nicht mehr als ein Drittel.
Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. Sie müssen bei einer Sammelstelle abgegeben werden. Sollte eine KLL zu Bruch gehen, gilt aufgrund der geringen darin enthaltenen Quecksilbermenge: Ruhe bewahren, Scherben mit Pappe oder einem dicken Tuch aufsammeln und alles zusammen in einem
geschlossenen Beutel zur Sammelstelle bringen, am Unfallort nicht staubsaugen, sondern feucht wischen.

In der Serie von Tipps des Umwelt- und Naturschutzamtes Steglitz-Zehlendorf werden eine Vielzahl einfacher aber sehr wirksamer Klimaschutzmaßnahmen vorgestellt, die ohne großen Aufwand von den Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks umgesetzt werden können. Alle Tipps stehen auf der Internet-Seite des Bezirksamtes zum Download bereit: www.klimasz.de .