Benennung eines Platzes nach Hedwig und Georg Flatow am 12.10.14

Pressemitteilung Nr. 577 vom 07.10.2014

Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto gibt bekannt, dass am 12. Oktober 2014 um 13:00 Uhr der bisher namenlose Platz an der Kreuzung Rhumeweg, Niklasstraße und Lindenthaler Allee in Berlin-Zehlendorf nach Hedwig und Georg Flatow benannt wird.

Die Benennungsfeier findet unter Teilnahme von Vertretern der Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes statt. Nach der Begrüßung durch die Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto werden Ansprachen von Herrn Dirk Jordan, als Initiator der Benennung und Joachim Elsholz folgen. Die Namensgebung auf dem Platz vollzieht anschließend wieder Frau Bezirksstadträtin Markl-Vieto.

Hedwig und Georg Flatow stammten aus angesehenen jüdischen Berliner Familien und wurden 1944 im Konzentrationslager Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet. Hedwig Flatow engagierte sich u.a. in der Montessori-Bewegung von Zehlendorf. Georg Flatow war einer der führenden Arbeitsrechtler seiner Zeit und konzipierte federführend das Betriebsrätegesetz von 1920.

Vor ihrem Wohnhaus in der Niklasstraße 5 in Schlachtensee, wo das Ehepaar ab 1929 wohnte (zuvor, ab 1922, wohnte es in der Steglitzer Schönhauser Str. 11), verlegt am 12.10.2014 ab 12:00 Uhr das Projekt Stolpersteine der Evangelischen Kirchenkreise Steglitz und Teltow-Zehlendorf zwei Stolpersteine.