Zwei Vorträge in der Veranstaltungsreihe „1914“ zur Geschichte des Ersten Weltkriegs mit regionalhistorischem Bezug zu Steglitz-Zehlendorf

Pressemitteilung Nr. 553 vom 25.09.2014
  • Dienstag, 30. September 2014, 19 Uhr, Vortrag von Dr. Annette Vogt zum Thema “Wissenschaftler der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft – Zwischen Euphorie und Ablehnung”.

Inhalt:
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges glaubte die Mehrheit der Wissenschaftler (auch der wenigen Wissenschaftlerinnen), sie müsse die deutsche Kriegspolitik durch Aufrufe und Bekenntnisse unterstützen. Den sogenannten „Kulturaufruf“ am 4. Oktober 1914 unterzeichneten 93 Wissenschaftler, darunter 20 Universitätsprofessoren aus Berlin, von denen sechs mit der 1910 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften verbunden waren. Die Gegenmanifestation „Aufruf an die Europäer“, initiiert vom Mediziner Georg Friedrich Nicolai (1874-1964) und dem Physiker Albert Einstein (1879-1955), ab 1917 Direktor des KWI für Physik, fand dagegen kaum Unterstützer. Während des Ersten Weltkrieges waren auch Wissenschaftler der KWG, der Berliner Universität und der Technischen Hochschule an der Entwicklung neuer Waffen und Sprengmittel, chemischer Kampfstoffe und Nahrungsersatzmittel, d. h. der umfassenden Ausnutzung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, für den Krieg beteiligt.
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  • 7. Oktober 2014, 19 Uhr, Vortrag von Dr. Celina Kress zum Thema “Zwischen Krieg und Städtebau: Erfolgreiche Erfindungen des Berliner Unternehmers Adolf Sommerfeld”.

Inhalt:
Im Jahr 1914 kam das Bauen in Berlin praktisch zum Erliegen. Zugleich markierte das Jahr einen spannenden Wendepunkt: in der Gestaltung der Metropole, wie auch für den Konstrukteur und Großstadtplaner Adolf Sommerfeld. Gewandelte Ziele und Projekte des Berliner Unternehmers machten den Einfluss des Krieges auf die Stadtentwicklung anschaulich.

Ort für beide Veranstaltungen:
Schwartzsche Villa, Großer Salon, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin

Eintritt jeweils: 5 €, ermäßigt 3 €, Karten: nur an der Abendkasse
Veranstalter: Kulturamt Steglitz-Zehlendorf, Grunewaldstraße 3, 12165 Berlin, Telefon 90 299 2302.