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Verleihung der Bezirksmedaille der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf am 09.06.2013

Pressemitteilung vom 04.06.2013

Fünf Bürgerinnen und Bürger, die sich um den Bezirk Steglitz-Zehlendorf und seine Menschen besonders verdient gemacht haben, werden am Sonntag, dem 09. Juni 2013, um 11.00 Uhr im Gutshaus Steglitz , Schloßstraße 48, in Berlin-Steglitz von Bezirksverordnetenvorsteher René Rögner-Francke mit der Bezirksmedaille der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf ausgezeichnet. Sie wurden aus einer Reihe von Vorschlägen ausgewählt, die aus der Bevölkerung beim Bezirksverordnetenvorsteher eingingen. Geehrt werden die folgenden Bürgerinnen und Bürger: * Frau Jacqueline Lorenz hat aus ihrer Arbeit als Tierärztin und Journalistin heraus eine Reihe von ehrenamtlichen Tätigkeiten ausgeübt: So war sie acht Jahre im Vorstand eines Fördervereins, der Pferde, die für den Reitsport nicht mehr genutzt werden konnten, kaufte und ihnen in Brandenburg das Gnadenbrot gab. Infolge der Kenntnisse und Kontakte, die sie als Journalistin hatte, erreichte sie, dass Schulen Sportgeräte oder Schülerinnen und Schüler Freikarten erhielten und die Babyklappe im Krankenhaus Waldfriede finanziert werden konnte. Mit von ihr organisierten Veranstaltungen setzt sie sich gleichermaßen für das Schlosspark-Theater wie für den Kinder- und Jugend-, Reit- und -Fahrverein Düppel ein. Auch das Regionalmanagement Südwest und die Schaffung eines Technologie-, Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentrums werden von ihr aktiv unterstützt. Ihrer Überzeugung nach soll die Presse nicht nur Probleme aufdecken. Vielmehr soll sie über die Vermittlung verantwortungsbewusster Journalisten, die „hinter die Kulissen schauen“, über Netzwerke nachhaltige Brücken bauen und Hilfestellungen leisten, um gemeinsam Probleme menschlich anzugehen und zu beseitigen.

  • Herr Norbert Scheunchen arbeitet seit acht Jahren in der Petrusgemeinde für die Aktion Laib und Seele, die im Nachbarschaftsheim in der Scheelestraße Lebensmittel an Bedürftige verteilt. Noch absolut brauchbare Lebensmittel, die aber den Ansprüchen der Kunden nicht mehr entsprechen, werden von Herrn Scheunchen und seinen 36 ebenfalls ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern von Supermärkten, Bäckereien usw. nach einem ausgeklügelten System abgeholt, gelagert, sortiert, verpackt und jeden Dienstag an ca. 100 bis 120 Bedürftige Menschen ausgegeben, bei denen das Geld zum Leben nicht mehr reicht. Hinter jedem dieser Besucherinnen und Besucher steht oft ein ganzer Haushalt, der auch versorgt wird. Wie der Name Laib und Seele sagt, können sich die Besucher bei dieser Gelegenheit auch seelisch erleichtern, indem sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Aktion von ihren Problemen und Kümmernissen erzählen – eine Möglichkeit, die dankbar angenommen wird.
  • Neben einer Reihe weiterer ehrenamtlicher Tätigkeiten versucht Frau Margrit Korge , die mehrere Jahrzehnte Lehrerin und Schulleiterin war, auf zwei großen Gebieten Wissen zu vermitteln, um zur Schaffung des mündigen Bürgers beizutragen. 1930 als „Halbjüdin“ geboren, überlebte sie das Dritte Reich nur, weil sie von Ordensschwestern in deren Heim in Charlottenburg versteckt wurde. Bei Besuchen in Schulklassen oder Führungen im Centrum Judaicum berichtet sie heutigen Schulklassen, wie sie als damals Gleichaltrige die Diskriminierung und Verfolgung im Dritten Reich erlebte. Das zweite große Tätigkeitsfeld, auf dem sich Frau Korge ehrenamtlich engagiert, ist die Behindertenarbeit. Auch hier ist es das Anliegen von Frau Korge, das behinderte Menschen möglichst intensiv gefördert werden sollen, um als mündige Bürgerinnen und Bürger an Politik und Gesellschaft teilnehmen zu können. Mit 80 wurde sie für ein Jahr Vorsitzende des Bezirksbehindertenbeirats, den sie mit einer Geschäftsordnung arbeitsfähig machte und dem sie in ihrem 84. Lebensjahr immer noch angehört.
  • Herr Karlheinz Kirschk e besucht seit 20 Jahren für die Sozialkommission 16 im Rahmen des Gratulationsdienstes alte und pflegebedürftige Menschen im Pflegeheim Haus Nansen in Zehlendorf. Für diese Menschen, die häufig keine Angehörigen mehr haben, sind diese Besuche und Gespräche sowie die Zuwendung und das Interesse, dass sie verspüren, von größter Bedeutung. In seinem zweiten großen Betätigungsfeld organisiert Herr Kirschke ehrenamtlich eine Reihe von Festen und Ausflügen in der Senioren-Freizeitstätte „Bürgertreff Lichterfelde West“.
  • Auch Frau Christa Wandrei besucht für die Sozialkommission 20 seit zwei Jahrzehnten Seniorinnen und Senioren im Bezirk. Trotz persönlicher Schicksalsschläge widmet sie sich dieser Aufgabe mit großer Hingabe. Auch sie sorgt dafür, dass diese Menschen sich nicht vergessen und weniger allein fühlen. Daneben arbeitet sie ebenfalls für die Aktion Laib und Seele, für die sie Kunden vor Supermärkten um Lebensmittelspenden bittet. Auch in ihrer Kirchengemeinde ist sie ein aktives Mitglied.

Die Auszeichnung verdienter Bürgerinnen und Bürger mit der Bezirksmedaille beruht auf dem 2004 einstimmig gefassten Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, eine Medaille „für ehrenamtliche Tätigkeit und Engagement für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu stiften.“

Weitere Informationen zur Bezirksmedaille finden Interessierte im Internet.