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Kommen 2013 die Lurche und Erdkröten über die Havelchausee? Amphibienschutzmaßnahmen an der Havelchaussee - Fototermin am 15.04.2013

Pressemitteilung vom 11.04.2013

Amphibienschutzmaßnahmen an der Havelchaussee – Ortstermin mit Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto am 15. April 2013 um 8.00 Uhr Kaum taut der Boden auf, beginnt die jährliche Wanderung vom Grunewald zum großen „Hochzeitsfest“ an den Laichgründen am Havelufer. Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto wird sich am 15.04.2013 um 8.00 Uhr ein persönliches Bild von den Schutzmaßnahmen machen: Treffpunkt ist der Parkplatz (linker Hand) an der Havelchaussee oberhalb der Großen Steinlanke vom Kronprinzessinnenweg aus kommend.
Diese Schutzmaßnahmen werden von der Unteren Naturschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf finanziert und zusammen mit Freiwilligen vom Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e. V. durchgeführt. Zum Hintergrund: Insbesondere im Jahr 2000 war eine umfangreiche Amphibienwanderung an der Havelchaussee im Nahbereich der Hechtlaichwiese nördlich der Großen Steinlanke zu beobachten. Dabei kam eine erhebliche Anzahl der Tiere durch den Straßenverkehr zu Tode. Die Tiere sind nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.
Eine Ausweitung des bestehenden Nachtfahrverbots für KFZ auf die Morgenstunden in den Monaten März und April wurde abgelehnt. Ebenso wurden bisher keine Mittel für Amphibientunnel bereitgestellt. Daher wurde in den Folgejahren die Frühjahrswanderung durch einen mobilen Schutzzaun gesichert. Die Tiere laufen entlang des Zaunes, fallen in Eimer und werden dann über die Havelchaussee getragen. Die Aufstellung und Betreuung des Schutzzaunes wird durch das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V. organisiert, gemeinsam mit den Berliner Forsten, einer Zehlendorfer Schulklasse und engagierten Mitbürgern. Interessenten können sich an das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V Telefon 30 000 50 wenden.
Zu Beginn der Schutzmaßnahmen wurde eine deutliche Erholung des Bestandes von Erdkröten festgestellt, so dass bei der Frühjahrswanderung in den Jahren 2002, 2005 und 2007 über 2500 Tiere gezählt wurden. In den vergangenen Jahren nahm der Bestand wieder ab. Ursache sind wahrscheinlich ungünstige Witterungsverläufe, Veränderung der Biotope und das Auftreten von Fressfeinden. Es konnte aber im gleichen Zeitraum eine erhebliche Zunahme von Teichmolchen im geschützten Wanderungsbereich an der Havelchaussee festgestellt werden so, dass die kleine Erfolgsgeschichte des Amphibienschutzes an der Havelchaussee ihre Fortsetzung finden wird. Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto: „Unsere Verantwortung heute liegt in dem Schutz der Artenvielfalt für zukünftige Generationen. Ich freue mich daher über die hohe Resonanz bei Freiwilligen für Maßnahmen des Naturschutzes.“