30 Jahre Mauerfall – Das Filmprogramm zum Wende-Jubiläum bei den SchulKinoWochen Berlin 2019

Filme aus Ost und West – von damals und heute

1989 trug die Friedliche Revolution von hunderttausenden DDR-Bürger*innen zum Fall der Mauer bei. Die Ereignisse ebneten den Weg für die ersten freien Wahlen in der DDR und führten am 3. Oktober 1990 schließlich zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.

Zum diesjährigen Wende-Jubiläum zeigen die SchulKinoWochen Berlin in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der DEFA-Stiftung fünf Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme. Die Filme thematisieren die historischen Ereignisse aus den unterschiedlichen Perspektiven von Kindern und Jugendlichen, Funktionären, Grenzsoldaten, Bürger*innen oder Bürgerrechtler*innen. Die Filme verdeutlichen den Umbruch sehr eindrücklich, deuten aber auch das Konfliktpotenzial an, das die Wiedervereinigung mit sich brachte und ermöglichen die Diskussion über die historischen Ereignisse in den Jahren 1989 und 1990 aus damaliger und heutiger Sicht.

Grundschulkinder ab der 4. Klasse werden mit dem Animationsfilms FRITZIEINE WENDEWUNDER-GESCHICHTE von Ralf Kukula und Matthias Bruhn auf eine spannende Reise in die Zeit der Friedlichen Revolution mitgenommen.
Für Klassen der Sekundarstufe I und II werden stehen die Spielfilme GOOD BYE LENIN! (Deutschland 2003, Regie: Wolfgang Becker), IM NIEMANDSLAND (Deutschland 2019, Regie: Florian Aigner), DAS MÄDCHEN AUS DEM FAHRSTUHL (DDR 1990, Regie: Herrmann Zschoche) und der Dokumentarfilm SPERRMÜLL (Deutschland 1989-1991, Regie: Helke Misselwitz) auf dem Programm.

Filmschaffende diskutieren mit Schulklassen

Ausgewählte Filme des Programms werden durch Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen vorgestellt, die zu Gast im Kino sind und mit den anwesenden Schüler*innen über ein Stück deutsch-deutsche Geschichte sprechen:

  • Zur Eröffnung der SchulKinoWochen Berlin am Freitag, 8. November 2019 um 10.00 Uhr mit der Vorführung des Films FRITZIEINE WENDEWUNDERGESCHICHTE sind Regisseur Matthias Bruhn und Drehbuchautorin Beate Völcker zu Gast im Kino International.
  • Am Mittwoch, 20. November 2019 um 10.00 Uhr blickt Regisseur Wolfgang Becker im CineStar Original und IMAX im SONY Center mit dem Publikum zurück auf die Filmarbeiten zu seinem Film GOOD BYE, LENIN! und die darin thematisierte Wendezeit.
  • Der Spielfilm IM NIEMANDSLAND (Kinostart: 7. November) wird am Montag, 18. November um 9.00 Uhr im Kino Krokodil und am Freitag, 22. November 2019 um 10.15 Uhr im Kino Spreehöfe von Regisseur Florian Aigner vorgestellt.

Exklusive Sondervorführungen mit Kinoseminaren

  • Am Montag, 18. November 2019 um 10.00 Uhr im Zeughauskino wird Herrmann Zschoches DAS MÄDCHEN AUS DEM FAHRSTUHL gezeigt. Der Film, der für seine Zeit eine sehr deutliche und brisante Wirkung erzielte, jedoch bei seiner Fertigstellung im Jahr 1990 nur wenig Beachtung fand, ermöglicht einen historischen Blick auf ein Land und seine Strukturen, das sich zur Entstehungszeit des Films im Umbruch befand und den gegenwärtigen Blick auf unsere Gesellschaft, in der wir lehren, lernen und leben.
  • Die Vorführung von Helke Misselwitz᾽ Dokumentarfilm SPERRMÜLL am Dienstag, 19. November 2019 um 9.00 Uhr im Kino Krokodil wird ebenfalls durch ein Kinoseminar begleitet. Eine Einführung sowie die anschließende Auseinandersetzung mit dem in den Wendejahren in Ost und West entstandenen Film als künstlerisches Werk und historisches Quellenmaterial rahmen die Vorführung ein.

Die Kinobesuche im Rahmen der SchulKinoWochen sind als Unterrichtszeit anerkannt. Eintritt: 3,50 € pro Schüler*in. Anmeldung unter www.schulkinowochen-berlin.de oder an berlin@schulkinowochen.de . Das vollständige Programm gibt es auf der Webseite der SchulKinoWochen Berlin unter www.schulkinowochen-berlin.de.

Kostenlose Programmheftbestellung ist ebenfalls möglich.Bilderdownload auf der Homepage unter dem Menüpunkt Pressedownload.