Drucksache - 1186/XX  

 
 
Betreff: Wir machen Spandau gesund - Ansteckungsgefahr reduzieren!
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:FDPBezStR Otti
Verfasser:BezStR Otti 
Drucksache-Art:AntragVorlage - zur Kenntnisnahme -
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung
20.03.2019 
Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin      
Bezirksverordnetenversammlung als Zwischenbericht
28.08.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin      

Sachverhalt

Zwischenbericht

 

Das Bezirksamt kommt nach eingehender Prüfung des o.g. Antrages zu folgender Einschätzung:

 

Nach Gegenüberstellung der Kosten für die Anschaffung der Desinfektions-mittelspender, des teuren  Desinfektionsmittels, den Kosten für den Austausch und der Entsorgung des abgelaufenen Desinfektionsmittels, den Erfahrungen mit den bereits vorhandenen Spendern und dem möglichen Nutzen wird eine  fchen-deckende Ausstattung der Sanitäranlagen nicht erfolgen.

 

Das in den vorhandenen Spendern bereitgestellte Desinfektionsmittel wird kaum genutzt, so dass bei Ablauf der Haltbarkeit mehr als halbvolle Kartuschen weg-

geworfen werden müssen.

 

Da Desinfektionsmittel in der Vergangenheit häufig entwendet wurde, muss es in abschließbaren Spendern bereitgestellt  werden, was wiederum zu einer Kosten-steigerung führt.

 

Hinsichtlich der Desinfektion des WC-Sitzes verpflichtet die  Arbeitsstätten-verordnung (ArbStättV) den Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass die Arbeitsstätte (inkl. der Toilette) den hygienischen Erfordernissen entsprechend gereinigt wird.

 

 

 

Verunreinigungen und Ablagerungen, die zu Gefährdungen führen können, sind unverzüglich zu beseitigen (§ 4 Abs. 2 ArbStättV).

 

Dieser Verpflichtung wird im Normalfall durch eine sogenannte Nassreinigung mit üblichem Sanitärreiniger (Reinigungsmittel) nachgekommen. Eine zusätzliche Desinfektion ist dabei nicht üblich und auch nicht notwendig.

 

Folgende Stellungnahme des Gesundheitsamtes fließt mit ein:

 

Da Übertragungen von Krankheitserregern vorrangig durch kontaminierte Hände oder über Tröpfcheninfektion erfolgen, trägt Händedesinfektion auf jeden Fall zur Verbesserung der Hygiene bei.

Gegen Tröpfcheninfektionen sind Desinfektionsmaßnahmen in Sanitärbereichen nicht wirksam, da die Keime in den Nasen- Rachenraum aufgenommen werden. Allenfalls sekundäre Kontakt- oder Schmierinfektionen über kontaminierte Hände sind vermeidbar.

 

Es wird empfohlen, Desinfektionsmittelspender an den Eingängen zu installieren damit eine Desinfektion bei Betreten des Hauses stattfindet. Dies ist effektiver als eine Desinfektion der Hände beim Verlassen des Sanitärbereiches.

 

 

Es ist in Zusammenarbeit mit der Amtsleiterin des Gesundheitsamtes geplant zu prüfen, ob und an welchen Stellen im Rathaus sowie in den anderen Dienst-gebäuden eine Installation von  Desinfektionsmittelspendersäulen sinnvoll wäre.

 

Das Bezirksamt wird die Bezirksverordnetenversammlung über das Ergebnis unterrichten.

 

 
 

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