Drucksache - 1648/XX  

 
 
Betreff: Gemeinsam Verantwortung übernehmen - Schulsanitätsdienst flächendeckend einführen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:CDUCDU
Verfasser:Meißner, A. 
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
26.02.2020 
Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin      
Schule und Inklusion

Sachverhalt

Das Bezirksamt wird beauftragt, sich aktiv bei den Schulen in Spandau für die Einhrung eines Schulsanitätsdienstes einzusetzen bzw. die Schulen bei der Einrichtung von Schulsanitätsdiensten zu unterstützen.

 

Begründung:

Schulsanitätsdienste (SSanD) leisten in vielerlei Hinsicht einen wertvollen Beitrag zur Stärkung einer Schulgemeinschaft. So können die als Schulsanitäter agierenden Schülerinnen und Schüler Verantwortung für sich und andere übernehmen, ihr Selbstbewusstsein stärken, wichtige und außerschulische Fertigkeiten und Fähigkeiten erlernen bzw. weiterbilden sowie die Zeit bis zur Durchführung einer sanitätsdienstlichen Sofortmaßnahme verkürzen. Seminare und gemeinsame Wochenendfahrten bei Jugendabteilungen bekannter Lebensrettungsorganisationen stärken ferner den sozialen Zusammenhalt.

Die Problematik von SSanD liegt vielmehr in der dauerhaften Etablierung als in der erstmaligen Einrichtung. Die Finanzierung spielt hierbei eine eher untergeordnete Rolle. Denn eine materielle Grundausstattung für SSanD wird in der Regel durch eine betreuende Lebensrettungsorganisation gestellt; Wochenendfahrten werden zu einem überschaubaren Preis angeboten. Für eine Etablierung eines SSanD an Schulen in Spandau fehlt es vielerorts eher an ausgebildetem Personal (Lehrkräfte, pädagogisches Personal, außerschulische Rettungssanitäter) und Zeit.

Um diesen Problemen entgegenzutreten können anfänglich verschiedene Unterstützungsleistungen seitens des Bezirksamts geprüft werden. Ob die Organisation von Informations- und Akquirierungsveranstaltungen gemeinsam mit Lebensrettungsorganisation an den Schulen, die Übernahme der SSanD durch soziale Träger oder sogar die Aufstockung bzw. Änderungen des Stundendeputats von Lehrkräften und pädagogischen in direkter Absprache mit der jeweiligen Schule zur Übernahme bzw. Betreuung des SSanD (wie beispielsweise AGs) wären hier erste prüfungswürdige Denkrichtungen. Nicht der Zwang, sondern Anreize schaffen, muss hier das Credo sein. Das Bezirksamt soll in all diesen Schritten mit den nötigen Expertisen und Netzwerken enger Partner der Schulen sein.

 
 

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