Hilfsangebote für Frauen* in Notlagen

Frau mit ausgestreckter abwehrender Hand
Bild: © Gina Sanders - Fotolia.com

In Deutschland ist oder war schon jede dritte´Frau Opfer von häuslicher Gewalt. Die eigenen vier Wände sind für viele Frauen und ihre Kinder kein Ort der Geborgenheit und Sicherheit, sondern der Ort, an dem sie Demütigung, Erniedrigung und Isolation und ebenso körperliche Gewalt bis hin zum Mord sowie sexuelle Gewalt erleben.

Häusliche Gewalt wird in über 80% der Fälle von Männern ausgeübt. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei bedeutungslos, wie die Familienministerin betonte. Gewalt verletzt und zerstört das Selbstwertgefühl, die sozialen Beziehungen sowie die Lebens- und Arbeitsperspektiven der Opfer.

Seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes 2002 ist „Häusliche Gewalt“ eine Straftat und wird von der Polizei und den Gerichten als solche verfolgt.

Bundesweites Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen"

Gewalt kommt nicht in die Tüte
Bild: SenGPG

Kompetente Ansprechpartnerinnen stehen betroffenen Frauen bei allen Fragen zur Seite. Auf Wunsch werden Hilfesuchende an Unterstützungseinrichtungen vor Ort weitervermittelt. Das Hilfetelefon berät zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen. Neben den betroffenen Frauen können sich auch Angehörige, Freunde und andere Menschen aus dem sozialen Umfeld sowie Fachkräfte an das Hilfetelefon wenden. Auf der Internetseite können Frauen auch über eine gesicherte, anonyme und barrierefreie Online-Verbindung Kontakt zu den Beraterinnen aufnehmen. Über die Website gibt es auch einen Zugang zu einer Gebärdensprachübersetzung.

Kontakt:

BIG Hotline

Kontakt auf Tastatur
Bild: Fotolia_VRD

Die Hotline ist ein Unterstützungsangebot für alle Frauen und deren Kinder, die in ihrer Beziehung Gewalt erleben, nach ihrer Trennung immer noch von ihrem Ex-Partner bedroht und belästigt werden oder Übergriffen ausgesetzt sind.
Die BIG Hotline ist an jedem Tag und zu jeder Uhrzeit für Sie erreichbar – auch an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr. Die Beratung ist auf Wunsch anonym.

Kontakt:

Berliner Krisendienst

Sprechblase mit Telefon-, E-Mail- und Schreibfederzeichen
Bild: © Brad Pict - Fotolia.com

Hilfe bei: familiären Konflikten, Trennungen, Isolation, Suchtprobleme, Ängste, Panikzustände, Suizid-Gedanken, traumatische Erfahrungen, psychische Erkrankungen, Psychiatrie-Erfahrung, geistige und/oder körperliche Behinderung, Verlust eines nahestehenden Menschen, akute seelische Not-Situationen

Kontakt:

LesMigraS - Antigewalt- / Antidiskriminierungsbereich der Lesbenberatung Berlin e.V.

Regenbogen-Flagge
Bild: Alexander Demyanenko – Fotolia.com

LesMigraS
Antigewalt- und Antidiskriminierungs-Bereich der Lesbenberatung Berlin e.V.

Zielgruppe
Das Angebot von LesMigraS richtet sich primär an alle Lesben, bisexuellen Frauen, Trans* und Inter*. Darüber hinaus haben wir in unserem Angebot und unseren Auseinandersetzungen einen besonderen Fokus auf die Ressourcen, Bedürfnisse und Mehrfachdiskriminierungen von lesbischen und bisexuellen Frauen, Trans* und Inter* (LBTI) of Color, LBTI mit Migrationshintergrund und Schwarzen LBTI.
Im Rahmen von Tapesh bieten wir auch Angebote für Schwule an. Tapesh ist das Selbst-Ermächtigungs-Projekt (Empowerment-Projekt) von LesMigraS.

Kontakt:
  • LesMigraS
  • Kulmer Str. 20a, 10783 Berlin
  • Tel.: (030) / 030 – 21 91 50 90
  • E-Mail: info@lesmigras.de
  • Öffnungszeiten*
    Montag 14-17 Uhr
    Dienstag 10-16 Uhr
    Mittwoch 14-17 Uhr
    Donnerstag 15-18 Uhr