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Die Grünanlage Scharfe Lanke im Bezirk Spandau wird umgestaltet

Pressemitteilung vom 25.06.2018

Die Scharfe Lanke ist ein beliebter Ort für Freizeit und Erholung und hat zugleich ökologische Bedeutung. Die vielfältigen Nutzungsüberlagerungen haben in der in den 1960er Jahren gestalteten Anlage umfangreiche Spuren hinterlassen. Im Rahmen des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) beabsichtigt das Bezirksamt Spandau deshalb die ökologische Erneuerung und teilweise Umgestaltung. Mit der baulichen Umsetzung soll Mitte 2019 begonnen werden.

Für Bezirksstadtrat Frank Bewig sind die aus dem BENE-Programm bereitgestellten Mittel eine „großartige Chance, die Grünanlage unter ökologischen Gesichtspunkten den aktuellen und zukünftigen Anforderungen entsprechend umzubauen.“

Die Scharfe Lanke liegt – abgeschirmt von hohen Wohngebäuden – an der dicht befahrenen Heerstraße. Entlang der Havel führt ein Weg, der von den Anliegern auch als eine der schönsten Promenaden Berlins gelobt wird. Jedes Jahr findet hier das traditionelle dreitägige Pfingstkonzert statt. In den 20er Jahren bewohnte Albert Einstein eines der vielen Wochenendhäuschen. Mitglieder der Wochenendsiedlung, wie auch der ansässigen Bootsvereine beteiligen sich an der Pflege der Grünflächen. Doch die Wege sind holprig und brüchig, die Pflanzflächen sind überaltert und bewachsen mit Monokulturen. Ein in die Anlage integrierter Teich erfüllt die wichtige Funktion eines Regenwasserabsetzbeckens, von dem teilweise strenge Gerüche ausgehen. „Wir wollen, dass die Scharfe Lanke auch zukünftig für viele Bürgerinnen und Bürger nutzbar ist. Deshalb erfolgt die Planung unter Einbezug der Anlieger und aller interessierten Bürgerinnen und Bürger“, so Bewig.

Beim diesjährigen Pfingstkonzert sammelten das Straßen- und Grünflächenamt und die beauftragten Büros an einem Infostand erste Stimmen und Hinweise der Bürger. Am 12. Juni folgte die erste öffentliche Informationsveranstaltung, bei der die rund 80 Teilnehmenden in Arbeitsgruppen zahlreiche Anregungen und Wünsche erarbeiteten. Der Ansatz der ökologischen Erneuerung bei einer Verringerung versiegelter Flächen fand großen Anklang. Themen, die den Menschen unter den Nägeln brennen, waren vor allem die Erlebbarkeit des Wassers, Müllentsorgung und Grünpflege und vor allem das weniger konfliktträchtige Miteinander von Fuß- und Radverkehr oder von Mensch und Hund.

Frau Schröder vom beauftragten Landschaftsplanungsbüro glaßer + dagenbach: „Mit unserer Planung streben wir an, ökologische Erfordernisse, Wünsche der Anlieger und übergeordnete Planungen wie den Havel-Radweg in Einklang zu bringen.“

Der Planungs- und Beteiligungsprozess wird auch im Internet dokumentiert. Präsentationen, Protokolle und Planungsunterlagen werden auf www.mein.berlin.de unter “Umbau Grünanlage Scharfe Lanke” zur Verfügung gestellt.

Im Herbst soll der Vorentwurf auf einer weiteren Veranstaltung vorgestellt werden. Wenn die Planungen bis Anfang kommenden Jahres konkretisiert sind, kann voraussichtlich Mitte 2019 mit der schrittweisen baulichen Umsetzung begonnen werden.